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| Offener Brief an Evelyn Palla (und viele andere) | offener-brief-an-evelyn-palla-und-viele-andere | (hier dieser Offene Brief als pdf-Datei)
AB gg. S 21, D.Reicherter, Ochsenhaustr. 25, 71566 Althütte; SG Filder, S.Siegel, Panaromastr.164, 73765 Neuhausen Offener Brief persönlich an Frau Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla Deutsche Bahn AG Potsdamer Platz 2 10785 Berlin Stuttgart 23.06.2026 Weitere Verzögerungen bei Stuttgart 21 und Kostenerhöhungen; Rede von Herrn Min.Direktor a.D. Hartmut Bäumer bei der 809. Montagsdemo in Stuttgart. Pressemitteilung des Aktionsbündnisses. Sehr geehrte Frau Palla, wir lenken Ihre Aufmerksamkeit auf die Rede von Ministerialdirektor a.D. Hartmut Bäumer, damals MVI Stuttgart (Anlage), der in deutlichen Worten einräumte, dass schon zu Beginn der Planungen zu Stuttgart 21 vermeidbare Fehler gemacht wurden; Fehler, die wir schon lange vor dem Anheben des ersten Prellbocks bemängelten – und damit umfassend Recht behielten. Wir gehen davon aus, dass bei Ihnen der Schock über die erneute Verschiebung der Eröffnung des Bahnknotens Stuttgart und die Kostenexplosion ebenso tief sitzt, wie bei uns Projektkritikern die Genugtuung, dass ein weiteres Mal unsere Prognosen ins Schwarze getroffen haben. Nach aktuellen Recherchen des SWR erreichen schon nach derzeitigen Berechnungen die bereits angefallenen sowie die noch kommenden Kosten des Projekts den astronomischen Betrag von mindestens 25 Milliarden Euro - und das für eine erwiesene Verschlechterung des Bahnknotens Stuttgart. Die Volksabstimmung wurde schon im Vorfeld mit Aussagen von Bahn und Politik wider besseres Wissen manipuliert. Die Verantwortlichen scheuten nicht davor zurück, durch ein von Vornherein unwirtschaftliches Projekt das ihnen anvertraute Vermögen zu schädigen und zudem einen geordneten und zuverlässigen Bahnverkehr in der Region Stuttgart für Jahrzehnte zu gefährden. Die Deutsche Bahn AG hätte sich von Anfang an aufgrund ihrer verfassungsrechtlichen Verpflichtung zu einem nachhaltigen, zuverlässigen Bahnverkehr niemals auf bahnbetrieblich nicht tragbare Kompromisse für das – inzwischen städtebaulich und pekuniär - gescheiterte Projekt „Rosenstein“ der Stadt Stuttgart, einlassen dürfen. Trotz aller Erfahrungen wiederholt sich das nun beim Pfaffensteigtunnel mit manipulierten Nutzen-/Kostenberechnungen, zu niedrig angesetzten Kosten, zu kurz angegebener Bauzeit sowie undurchsichtigen Verflechtungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmern. Dies alles gefährdet massiv das Vertrauen in die Demokratie und leitet Wasser auf die Mühlen der Staatsfeinde. Deshalb ist es höchste Zeit, das Gesamtprojekt einem glaubwürdigen Faktencheck zu stellen. Stuttgart 21 scheitert längst an sich selbst und ist auch mit noch so vielen Milliarden für weitere Tunnelorgien nicht mehr zu retten. Wir sind aufrichtig gespannt, wann sich bei allen Projektbeteiligten die Erkenntnis durchsetzt, dass ein „weiter so“ nicht mehr vermittelbar ist. Nicht nur uns, sondern auch der bahnunabhängigen Fachwelt von Verkehrs- und Bahnfachleuten, ist schon seit langer Zeit klar, dass der nur 8-gleisige Tiefbahnhof niemals für einen nachhaltig zukunftsfähigen Bahnknoten Stuttgart ausreicht. Daran wird auch der Digitale Knoten Stuttgart (DKS) nichts Wesentliches ändern. Im Übrigen teilen wir die Ansicht vieler Experten, dass die vorgesehene vollständige Digitalisierung des Bahnknotens ohnehin nicht zu bewältigen ist. Es ist nach alledem nun die allerhöchste Zeit, das Bestmögliche aus der völlig verfahrenen Situation zu retten: Sollte der Tiefbahnhof - wenn überhaupt - irgendwann in den 30er-Jahren in Betrieb gehen, dann müssen der Kopfbahnhof und die Panoramastrecke auf alle Fälle vorläufig provisorisch und nach Inbetriebnahme grundlegend saniert werden. Eine „Direttissima“ zu den Kopfsteigen muss umgehend eingerichtet werden. Am guten Ende wird es einen Doppelbetrieb beider Bahnhöfe geben. Der teure und rein bahnbetrieblich absurde Pfaffensteigtunnel wäre obsolet; ebenso die unzumutbare Unterbrechung der Gäubahn für bis zu 10 Jahre. Überflüssig sind auch der ebenfalls noch vorgesehenen Nordzulauftunnel sowie die unnötige, wirtschaftlich nicht vertretbare Führung der Gäubahn über den Flughafen. Beide Tunnelstrecken kosten zusammen am Ende bis zu 8 Milliarden Euro, die der Bund seinem maroden Haushalt ohne weiteres sparen kann. Die Sanierungen des Bestands - nach unserer Schätzung: rund 1,8 Mrd. Euro – können aus dem Sonderfonds „Infrastruktur“ finanziert werden. Unter dem Strich spart der Bund mindestens 5,2 Mrd. Euro. Die falsch verlegten Kabel von über 1.000 km Länge könnten möglicherweise verwendet werden, weil mit beiden Bahnhofsteilen die teure Volldigitalisierung des Bahnknotens überflüssig wird. Last but not least bewältigt der Bahnknoten Stuttgart in dieser Kombination – und eben nur so! – problemlos den Deutschlandtakt. Noch wichtiger dabei: der Bahnknoten ist für jeden denkbaren Störfall – ebenfalls nur mit beiden Bahnhofsteilen – ausreichend resilient. Dem Tiefbahnhof allein fehlt dagegen jegliche Resilienz, z.B. bei Tunnelschäden durch tödliche Brandereignisse und/oder Schäden durch ingenieurfachlich nicht beherrschbare – und vor allem à la longue niemals auszuschließende – Quellvorgänge in den kilometerlangen Anhydrit-Zonen. Wir hoffen sehr, dass sich diese fachlich unbestreitbar richtigen Erkenntnisse endlich durchsetzen werden. Dabei ist unvermeidlich, in einer gemeinsamen Anstrengung längst überfälligen Druck auf die Stadt Stuttgart auszuüben, auf ihr Fehlprojekt „Rosenstein“ zu verzichten. Wir sind überzeugt, dass der Stadtkämmerer dankbar sein wird, seinem ebenfalls in schweres Fahrwasser geratenen Haushalt Milliarden zu sparen. Im Ergebnis bekommt die Bahn gegen Erstattung des Kaufpreises die oberirdisch weiter benötigten Bahnanlagen zurück, § 23 AEG wird durchgesetzt und Stuttgart bekommt endlich einen zukunftsfähigen Bahnhof für das viele, leider viel zu lange vergeudete Geld. Wir sind jederzeit zu konstruktiven Gesprächen bereit. Gerne bieten wir auch die Unterstützung durch unsere Fachleute bei einer umfassenden Bestandsaufnahme an. Mit freundlichen Grüßen Aktionsbündnis gegen S21 Schutzgemeinschaft Filder Vorsitzender Richter am Landgericht a.D. Std.Direktor a.D. Sprecher Vorsitzender Gleichlautend an BMV Schnieder, BMF Klingbeil, BRH, EBA, MP Özdemir, VM‘in Razavi, OB Nopper, VRS Wieland, Verkehrsausschuss des Bundestags (per E-Mail an Vorsitzenden Al Wazir mit digitalen Anlagen), postalisch mit Anlagen an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats der DB AG - 20 Kopien für die Mitglieder. | publish | 2026-06-27 18:58:14 | webchef | admin | |
| Kombibahnhof ist Fortschritt – Gäubahn-Kappung muss jetzt endgültig vom Tisch (Pressemitteilung des Pro Gäubahn Landesbündnisses) | kombibahnhof-ist-fortschritt-gaeubahn-kappung-muss-jetzt-endgueltig-vom-tisch-pressemitteilung-des-pro-gaeubahn-landesbuendnisses |
Pressemitteilung (hier als pdf-Datei)
Pro Gäubahn Landesbündnis: Kombibahnhof ist Fortschritt – Gäubahn-Kappung muss jetzt endgültig vom Tisch
Das Pro Gäubahn Landesbündnis begrüßt Teile des heute bei der S21-Lenkungskreissitzung vorgestellten Fünf-Stufen-Plans der Deutschen Bahn zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21. Gleichzeitig kritisiert das Bündnis, dass die geplante Kappung der Gäubahn nicht aufgegeben, sondern lediglich erneut verschoben werden soll.
„Als großen Fortschritt werten wir es, dass die Deutsche Bahn die Teilinbetriebnahme von Stuttgart 21 mit einem Kombibahnhofbetrieb ab Dezember 2031 plant und die Gäubahn auch in diesem Kombibahnhofbetrieb weiterhin über die bestehende Strecke den oberirdischen Stuttgarter Hauptbahnhof erreichen soll“, so Andreas Frankenhauser vom Pro Gäubahn Landesbündnis. Kritisch sieht das Bündnis jedoch, dass der von der Deutschen Bahn geplante Kombibahnhof weiterhin lediglich als Provisorium vorgesehen ist und die ursprünglich für das Frühjahr 2025 geplante Gäubahn-Kappung nicht abgesagt, sondern auf März 2032 verschoben wurde. Damit würden weiterhin rund 1,4 Millionen Menschen im Einzugsgebiet der Gäubahn ihren direkten Schienenanschluss an den Stuttgarter Hauptbahnhof verlieren.
„Wir können und wollen nicht immer darauf vertrauen müssen, dass die Unfähigkeit der Deutschen Bahn, Stuttgart 21 zu Ende zu bauen, dazu führt, dass die Gäubahn-Kappung immer weiter nach hinten verschoben wird. Diese muss dauerhaft abgesagt werden“, so Michael Leibrecht von Pro Gäubahn Rottweil.
Das Pro Gäubahn Landesbündnis fordert deshalb keine weiteren Provisorien, sondern eine dauerhafte Anbindung der Gäubahn an den Stuttgarter Hauptbahnhof. „Es kommt jetzt darauf an, die durch die erneute Verschiebung von Stuttgart 21 gewonnene Zeit sinnvoll zu nutzen und ein Konzept zu entwickeln, wie der Bahnknoten Stuttgart und die Gäubahn dauerhaft zukunftsfähig gestaltet werden können. Nachdem die Deutsche Bahn und die Politik mit ihren bisherigen Planungen vor allem immer neue Verzögerungen und Kostensteigerungen produziert haben, stehen wir beide gerne beratend zur Seite und bringen unseren Sachverstand ein“, so Dr. Hans-Jörg Jäkel vom Gäubahnkomitee Stuttgart.
Bestärkt sieht sich das Pro Gäubahn Landesbündnis zudem in seiner Auffassung, dass der Pfaffensteigtunnel zum Anschluss der Gäubahn an den Flughafen Stuttgart grundlegend fehlgeplant ist und die Deutsche Bahn auch mit dessen Realisierung überfordert ist. „Es ist ein Offenbarungseid, dass schon vor dem eigentlichen Baubeginn die Inbetriebnahme des Pfaffensteigtunnels um ein weiteres Jahr auf nun Dezember 2033 verschoben werden muss“, so Dr. Nikolas Baur von Pro Gäubahn Singen.
Das Pro Gäubahn Landesbündnis appelliert an Deutsche Bahn, Bund, Land und Landeshauptstadt, die nun gewonnene Zeit für eine grundlegende Neukonzeption zu nutzen. Die inzwischen auf mehr als drei Milliarden Euro geschätzten Kosten des Pfaffensteigtunnels wären nach Auffassung des Bündnisses deutlich besser in einen vollständigen zweigleisigen Ausbau der Gäubahn sowie in eine dauerhafte Kombibahnhoflösung in Stuttgart investiert.
Pro Gäubahn Landesbündnis
E-Mail: progaeubahn@gmx.de
Homepage: www.pro-gaeubahn.de
Info: Das Pro Gäubahn-Landesbündnis wurde am 9.3.24 in Rottweil gegründet. Das Bündnis vertritt die Interessen der Bahnstrecke Stuttgart – Böblingen – Horb – Rottweil – Tuttlingen – Singen (-Zürich / Konstanz).
Mitglieder des Pro Gäubahn-Bündnisses sind u.a.:
Pro Gäubahn-Initiative Rottweil – Wir wollen zum Hauptbahnhof
Interessengemeinschaft Gäubahn in Freudenstadt
Pro Gäubahn Singen – Singener Gäubahn-Initiative
Pro Gäubahn Tuttlingen
Gäubahnkomitee Stuttgart - Wir wollen zum Bodensee
Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Baden-Württemberg
VCD Kreisverband Konstanz
Mobilitätswendeallianz Baden-Württemberg
Schutzgemeinschaft Filder e.V.
Naturfreunde Württemberg e.V.
Matthias Gastel MdB – Bündnis 90/Die Grünen
Bündnis 90/ Die Grünen Kreisverbände Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Konstanz
SPD-Kreisverbände Rottweil und Tuttlingen
| publish | 2026-06-27 17:50:33 | webchef | admin | |
| Bündnis schlägt Vorab-Inbetriebnahme-Check des Tiefbahnhofs vor (Pressemitteilung) | buendnis-schlaegt-vorab-inbetriebnahme-check-des-tiefbahnhofs-vor-pressemitteilung | (hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
Jetzt volle Konzentration auf die Sanierung des Kopfbahnhofs!
Am kommend en Freitag, 26.6., wird Bahnchefin Evelyn Palla nach einer Sitzung des S21-Lenkungskreises vor die Presse treten und die Ergebnisse der gleich zu Beginn ihrer Amtszeit eingesetzten Konzernrevision zu Stuttgart21bekannt geben. Frau Palla ist die Einzige in der Runde, die keine Verantwortung für das mit dem Projekt angerichtete Debakel trägt. Alle anderen, einschließlich ihrer Vorgänger und insbesondere Frau Nicole Razavi, S21-Hardlinerin in den Anfangsjahren, haben das Projekt allen Warnungen und Fakten zum Trotz immer tiefer in die Krise gestürzt. Wer welche Verantwortung trägt für Milliarden Kosten eines schon 2013 als unwirtschaftlich erkannten Projekts müssen in einer Demokratie Untersuchungsausschüsse oder Gerichte beantworten.
„Frau Palla sollte sich nicht erneut zu Terminfestlegungen für eine wie auch immer geartete Eröffnung treiben lassen und auch keine verbindlichen Kostengrenzen verkünden“, so Bündnissprecher Martin Poguntke. Damit würden wieder nur die völlig unrealistischen Hoffnungen der Projektpartner genährt, Stuttgart21 könne noch ein gutes Ende nehmen, wenn nur noch mehr Zeit und weitere Milliarden zur Verfügung gestellt würde. Ob der Tiefbahnhof, und sei es in einer verkleinerten Kombivariante, je in Betrieb gehen könnte, hängt letztlich von der am Ende erforderlichen Inbetriebnahmegenehmigung ab. Ob das klappt ist mehr als fraglich: zentrale Fragen wie Brandschutz und Entfluchtung, die extreme Gleisneigung (Wegrollgefahr der Züge) und die generelle Resilienz des Tiefbahnhofs sind weiterhin nicht gelöst und wohl auch nicht lösbar. Das Aktionsbündnis schlägt eine Vorab-Inbetriebnahmeprüfung vor, um am Ende nicht weitere Milliarden für einen nicht betriebssicheren Bahnhof ausgegeben zu haben.
Jetzt geht es darum, alle ideologischen Scheuklappen abzulegen und der Realität ins Auge sehen: der Kopfbahnhof muss noch mindestens fünf Jahre den Bahnverkehr bewältigen. Der ist aber inzwischen so abgenutzt, dass es immer häufiger zu Ausfällen und Verspätungen kommt, und die Sicherheit der Bahnreisenden nicht mehr gewährleistet werden kann. Statt sich in die nächsten S21-Abenteuer treiben zu lassen, muss Frau Palla den Fokus jetzt auf die Sanierung des Kopfbahnhofs legen. Hier ist ein mehrstelliger Millionenbetrag für die Instandhaltung von Schienen (Gäubahn und Gleisvorfeld) sowie moderner Zugsteuerungstechnik erforderlich. Auch müssen umgehend und nicht erst Ende 2027 reisendenfreundliche Zugänge zu den Kopfbahnhofgleisen angeboten werde. Die Zumutung langer Fernwanderwege muss ein Ende haben.
Alle 16 bisherigen Gleise des Kopfbahnhofs werden für die Verkehrswende gebraucht. Ihre Leistungsfähigkeit kann optimiert werden. Die krisengeschüttelte Stadt Stuttgart muss sich möglichst kurz und schmerzlos von ihrem Traum eines riesigen Betonprojekts in der Stuttgarter Frischluftschneise verabschieden. Die aktuellen Temperaturen sollten ein letzter Anstoß sein.
In diesem Sinne wollen die S21 bzw. S31-Gegner*innen Frau Palla im Flughafenterminal ab 12h mit einer Aktion empfangen (Pressekonferenz beginnt um 12.30). Davor und danach stehen Ihnen die Expert*innen des Aktionsbündnisses für Fragen und Kommentierungen zur Verfügung. Vor der Pressekonferenz bieten wir Interessierten einen kleinen Spaziergang in die Nähe der Pfaffensteigbaustelle an. Steffen Siegel von der Schutzgemeinschaft Filder wird sachkundig informieren. Treffpunkt 11h Messepiazza, Haupteingang Messe) Kontakt: Martin Poguntke: 0151 403 602 56, Werner Sauerborn: 0171 320 9801 | publish | 2026-06-25 09:07:16 | webchef | admin | |
| newS21letter (Werners Rundmail) vom 22.6.26 | news21letter-werners-rundmail-vom-22-6-26 | publish | 2026-06-22 14:30:06 | webchef | admin | ||
| Montagsdemo-Rede von Hartmut Bäumer (Pressemitteilung) | montagsdemo-rede-von-hartmut-baeumer-pressemitteilung | Wir haben diese in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Rede an die Medien verschickt, mit folgendem Anschreiben:
Sehr geehrte Medienschaffende,
in S21-politisch bewegten Zeiten hat mit Hartmut Bäumer ein Spitzenbeamter aus der ersten Kretschmann-Regierung eine bemerkenswerte Rede auf der Bühne der letzten - der 809. - Montagsdemo, am 15.Juni, gehalten. Bäumer, selbst Grüner, war Amtschef im Verkehrsministerium von Winfried Hermann.
Bäumer zollt der Bürgerbewegung gegen das Projekt großen Respekt, räumt, auch selbstkritisch, Fehler und Faktenignoranz im Umgang mit der damaligen Volksabstimmung ein, aus denen zu lernen sei und verweist auf die demokratiegefährdenden Wirkungen der Durchsetzung von Stuttgart21.
Er rät den S21-Befürwortenden zu, „einer Pause zum Nachdenken“ und appelliert an die Stadt Stuttgart, und damit auch an seine Grünen Parteifreund*innen im Gemeinderat, „ihre inhaltlich wie kostenmäßig immer fragwürdigere Positionierung zur Stadtentwicklung“, sprich zum Projekt Rosenstein, zu überdenken. In diesem Zusammenhang sympathisiert Bäumer mit dem von Heiner Geißler nach der „Schlichtung“ 2010 ins Spiel gebrachten Vorschlag eines Kombibahnhofs mit Erhalt oberirdischer Gleise.
Rede als Text: https://www.bei-abriss-aufstand.de/wp-content/uploads/Rede-von-Hartmut-Baeumer.pdf
Videoausschnitt Montagsdemo: https://youtu.be/MUEhI1vCKek?si=azBvNkQ124uf6aIx (ab min 17.45)
Mit freundlichen Grüßen Martin Poguntke und Werner Sauerborn
Kontakt: Martin Poguntke 0151 403 602 56, Werner Sauerborn: 0171 320 9801 | publish | 2026-06-18 14:54:43 | admin | ||
| Weitere drei Milliarden, am Ende über 20 Milliarden für Stuttgart 21 ??? (Pressemitteilung) | weitere-drei-milliarden-am-ende-ueber-20-milliarden-fuer-stuttgart-21-pressemitteilung | (hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
Palla muss Bahn- und Fahrgastinteressen gegen Stuttgarter Egoismen durchsetzen
Die durchsickernden Nachrichten über eine S21-Kosten-Erhöhung auf nun 14 Milliarden müssen alle Beteiligten zu einem tabulosen Umdenken zwingen. Umso mehr, wenn es bei Einbeziehung aller Hintenrum-Finanzierungen eher um 20 Milliarden Euro geht, wie in der heutigen SWR-Dokumentation „Stuttgart 21 – verplant, verbaut, verschoben“ vermutet wird. „Die Bahn hat wirklich andere Sorgen und Aufgaben als, der Stadt Stuttgart ein fragwürdiges Immobilienprojekt zu ermöglichen,“ so Bündnissprecher Poguntke; und weiter: „Wenn sie ihren Ruf als Freundin des Bahnverkehrs und der Fahrgäste retten will, darf Bahnchefin Palla nicht gegenüber bahnfremden Interessen eines irregeleiteten Stuttgarter Gemeinderats und ihres CDU-Oberbürgermeisters einknicken.“
In Zeiten, in denen den Bürger*innen brutale Sozialkürzungen und Mehrbelastungen zugemutet werden, ist es ein demokratiegefährdender Skandal, die öffentlichen Haushalte mit Milliarden für ein längst gescheitertes Projekt zu belasten. „Wie viele Strecken könnten Instand gesetzt, elektrifiziert oder wieder in Betrieb genommen werden, wenn S21-Milliarden dafür zur Verfügung stünden? Wie viele Krankenhäuser, Sozial- und Jugendeinrichtungen könnten mit diesem Geld erhalten werden?“ so Poguntke weiter.
Im Interesse des gesamten Bahnverkehrs muss jetzt nach einer Lösung gesucht werden, die sowohl in Stuttgart zukunftsfähigen Bahnverkehr als auch bundesweit eine zügige Bahnsanierung sicherstellt:
– Der Stuttgarter Kopfbahnhof muss nolens volens saniert und wieder zukunftsfähig gemacht werden, und es muss ein neues Nutzungskonzept für die Flächen erarbeitet werden, die für den Kopfbahnhofbetrieb nicht mehr benötigt werden.
– Die Arbeiten am Digitalen Knoten Stuttgart (DKS) müssen sofort gestoppt werden; denn das Zugsteuerungssystem ETCS ist viel zu teuer und hat für den Tiefbahnhof viel zu geringen Nutzen. Stattdessen soll die modernste Version der herkömmlichen – bereits vielfach erprobten – digitalen Steuerungstechnik eingesetzt werden. Der Zeitpunkt für einen Umstieg in der Steuerungstechnik ist gut, weil die mehr als 1.000 Kilometer falsch verlegten Kabel ohnehin entfernt werden müssen.
– Die Ausstellung zum Rosensteinquartier kann geschlossen werden. Die Gelder dafür und für irreführende S21-Bewerbung der Stadt Stuttgart und die Arbeitszeit der Stadtplanenden, die ihre Kreativität an dieses Immobilienprojekt verschwendet haben, sollten stattdessen für eine ökologische Stadtentwicklung und die Erschließung von Wohnraum im Bestand verwendet werden.
Kontakt: Martin Poguntke, 0151 403 602 56, Werner Sauerborn, 0171 320 98 01 | publish | 2026-06-11 10:13:31 | admin | ||
| Dienstag, 14. Juli 2026 um 18 Uhr: Stuttgart 2035 klimaneutral! Wird das noch was? | dienstag-14-juli-2026-um-18-uhr-stuttgart-2035-klimaneutral-wird-das-noch-was | Stuttgart 2035 klimaneutral! Wird das noch was? – Die Wärme wenden, sozial- und klimaverträglich!
Dienstag, 14. Juli 2026 um 18 Uhr im großen Sitzungssaal im Rathaus Mitte, Marktplatz 1, 70173 Stuttgart.
Stuttgart will bis 2035 klimaneutral werden – doch wie gelingt das? Vor vier Jahren beschloss der Gemeinderat dieses Ziel. Ein breites Bündnis klimapolitisch engagierter Gruppen hat 2025 eine kritische Bestandsaufnahme vorgenommen. Jetzt braucht es Taten – nicht nur Pläne. Es ist Zeit zu handeln!
Vom Klimafahrplan zur Klimastrategie
Mit der Abteilung Klimaschutz der Landeshauptstadt erkunden wir, wo sich Stuttgart auf dem Weg zum Ziel befindet.
Und wie schaffen wir die Wärmewende?
Wir stellen diese Frage in den Mittelpunkt der Veranstaltung mit Stadträtinnen und Stadträten der CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Volt, Die Linke SÖS Tierschutz, Freie Wähler, FDP, PULS – den Fraktionen, die den Klimabeschluss damals trugen.
Wir fragen kritisch nach, diskutieren konkrete Lösungen anhand erfolgreicher Beispiele und suchen nach Wegen, wie Stuttgart lebenswert und zukunftsfähig bleibt – ohne Schuldzuweisungen, mit Mut und Ideen.
Dienstag, 14. Juli 2026 um 18 Uhr im großen Sitzungssaal im Rathaus Mitte, Marktplatz 1, 70173 Stuttgart. | publish | 2026-06-10 15:50:17 | admin | ||
| newS21letter (Werners Rundmail) vom 10.6.26 | news21letter-werners-rundmail-vom-10-6-26 | publish | 2026-06-10 14:25:09 | admin | |||
| Jetzt auch die neue Bahn-Chefin mit unhaltbaren Ankündigungen (Pressemitteilung) | jetzt-auch-die-neue-bahn-chefin-mit-unhaltbaren-ankuendigungen-pressemitteilung | (hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
S21-Inbetriebnahme 2030, 2031, 2033! oder: 2036, 2038, nie?„Mit Enttäuschung und Empörung konnte eigentlich nur reagieren, wer jahrelang die Augen vor den offen zu Tage liegenden Fakten und der Kritik der S21-Kritiker*innen hartnäckig verschlossen hat“, so Bündnissprecher Martin Poguntke zu den durchgesickerten Informationen zu einer erneuten Terminverschiebung der S21-Eröffnung. Nach einer Kaskade von Teileröffnungsschritten legt sich Bahnchefin Evelyn Palla nun offenbar auf eine finale Fertigstellung inklusive des systemnotwendigen Pfaffensteigtunnels auf Dezember 2033 fest. Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass der noch nicht bekannte Bericht der Konzernrevision außer Schuldzuweisungen an die verantwortliche S21-Projektgesellschaft PSU auch belastbare Vorschläge enthält zur Lösung des ETCS-Chaos, des völlig fehlenden Brandschutzes, der auch bei einer Teilinbetriebnahme nachgewiesen sein muss, und zu den Risiken der Überflutungen oder wegrollender Züge angesichts der unzulässig überhöhten Gleisneigung im Tiefbahnhof. „Palla riskiert ihren guten Ruf, wenn sie sich von der Politik auf kaum begründbare Eröffnungstermine festlegen lässt“, so Poguntke weiter. Zu denken geben sollte Palla auch, dass selbst Christian Milankovic, der S21-Experte der Stuttgarter Zeitung, der nie einen grundsätzlichen Zweifel an S21 aufkommen ließ, nun fragt, warum ausgerechnet diese Terminfestlegung jetzt belastbar sein soll – und gleich noch einen weiteren „Tabubruch“ nachschiebt, in dem er den Stuttgarter Gemeinderat auffordert ihre Immobilienpläne „noch einmal kritisch zu überdenken“, wegen der hohen Kosten für die Stadt und wohl auch, weil der Kopfbahnhof dauerhaft noch gebraucht werden dürfte. Das Aktionsbündnis teilt die Sorge von OB Nopper, dass Stuttgart21 das Renommee der Stadt ruiniere (BILD nennt S21 einen „lost place“ und „großen Flop“). Daran hat allerdings nicht allein die Bahn die Schuld, sondern er und seine Projektpartner in viel höherem Maße, denn sie waren es, die ein ständiges Weiter so gefordert haben, trotz früh erkennbarer Grundsatzprobleme. Sie müssen sich deshalb auf einen langjährigen, wenn nicht endgültigen Weiterbetrieb des Kopfbahnhofs einstellen und die hierfür überfälligen Pläne und Investitionen angehen, statt weiter Ressourcen in das Wolkenkuckucksheim Rosensteinbebauung zu verschwenden. In Stuttgart gibt es viele Chancen, für sinnvolleren und klimagerechten Wohnungsbau – gerne bieten die S21-Kritiker*innen Beratung dazu an. Das Aktionsbündnis erwartet jetzt endlich ein tabuloses Ehrlichmachen:
| publish | 2026-06-09 10:36:32 | admin | ||
| Eine Täuschung mehr beim Bau des Pfaffensteigtunnels (Pressemitteilung von Aktionsbündnis geg. S21 und Schutzgemeinschaft Filder e.V.) | eine-taeuschung-mehr-beim-bau-des-pfaffensteigtunnels-pressemitteilung-von-aktionsbuendnis-geg-s21-und-schutzgemeinschaft-filder-e-v | Wertvollste landwirtschaftliche Böden werden unwiederbringlich zerstört
Die Schutzgemeinschaft Filder e.V. und das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 sind empört über den Umfang der Zerstörung landwirtschaftlich besonders wertvoller Filderböden auf Gemarkung Plieningen. Schon jetzt wird angesichts der begonnenen vorbereitenden Arbeiten überdeutlich, dass viel mehr Fläche als angekündigt in Beschlag genommen wird und nicht mehr wiedergutzumachende Schäden angerichtet werden. Dabei ist das hohe Gut Mutterboden sogar im Baugesetzbuch besonders geschützt.
Die für den Bund auftragsverwaltende DB AG täuscht vorsätzlich und tarnt entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen mit Rückendeckung durch das Eisenbahn-Bundesamt in den Erläuterungsberichten zu den Planfeststellungsverfahren für den Pfaffensteigtunnel die Eingriffe als „vorübergehende Beanspruchung“. Damit sollen die besorgte Öffentlichkeit und die betroffenen Landwirte ruhiggestellt werden.
Dazu Steffen Siegel, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft: „Wie schon so oft in der unsäglichen Geschichte dieses längst gescheiterten Fehlprojekts Stuttgart 21 werden unhaltbare Behauptungen aufgestellt.“ Siegel zitiert aus fachlichen Expertisen „Die dortigen Böden der hochwertigen landwirtschaftlichen Vorrangstufe 1 werden durch die massiven Verdichtungen und Veränderungen der Bodenkrume auf Dauer – und eben nicht nur vorübergehend – unwiederbringlich zerstört. Dies ist auch durch Renaturierung nicht annähernd zu vermeiden“.
Dieter Reicherter, Sprecher des Aktionsbündnisses: „Die in beiliegenden Fotos dokumentierten Schädigungen müssen sofort gestoppt werden. Auf den bahnbetrieblich unsinnigen Pfaffensteigtunnel kann verzichtet werden. Das Projekt soll mit Lug und Trug durchgesetzt werden: Die Finanzierung dieses mindestens 3 Milliarden teuren Teils von Stuttgart 21 wurde von der verschuldeten Bahn weg in den maroden Bundeshaushalt verlagert. Zur Vertuschung der eklatanten Veruntreuung von Steuermitteln wurde die Nutzen-Kosten-Berechnung manipuliert. Bau und Betrieb dieses längsten Eisenbahntunnels Deutschlands richten schwere Umweltschäden an. Die Gäubahn wird für viele Jahre unterbrochen.“
Fazit durch Dipl.-Ing. Frank Distel, Stellvertretender Vorsitzender der Schutzgemeinschaft: „Es ist höchste Zeit, endlich zu erkennen, dass das Projekt „Stuttgart 21“ nur mit dem zusätzlichen Erhalt des Kopfbahnhofs nachhaltig leistungsfähig funktionieren wird. Damit bliebe die Panoramastrecke für die Gäubahn erhalten, der Bahnknoten wäre resilient in Störfällen – und der Pfaffensteigtunnel überflüssig!“
Kontakt: Dieter Reicherter, 07192 930 522 oder 0151 263 711 31
Frank Distel, 0171 959 72 73
Steffen Siegel, 0162 692 51 86 | publish | 2026-06-01 14:01:02 | admin |
Pressemitteilung (
en Freitag, 26.6., wird Bahnchefin Evelyn Palla nach einer Sitzung des S21-Lenkungskreises vor die Presse treten und die Ergebnisse der gleich zu Beginn ihrer Amtszeit eingesetzten Konzernrevision zu Stuttgart21bekannt geben. Frau Palla ist die Einzige in der Runde, die keine Verantwortung für das mit dem Projekt angerichtete Debakel trägt. Alle anderen, einschließlich ihrer Vorgänger und insbesondere Frau Nicole Razavi, S21-Hardlinerin in den Anfangsjahren, haben das Projekt allen Warnungen und Fakten zum Trotz immer tiefer in die Krise gestürzt. Wer welche Verantwortung trägt für Milliarden Kosten eines schon 2013 als unwirtschaftlich erkannten Projekts müssen in einer Demokratie Untersuchungsausschüsse oder Gerichte beantworten.
„Frau Palla sollte sich nicht erneut zu Terminfestlegungen für eine wie auch immer geartete Eröffnung treiben lassen und auch keine verbindlichen Kostengrenzen verkünden“, so Bündnissprecher Martin Poguntke. Damit würden wieder nur die völlig unrealistischen Hoffnungen der Projektpartner genährt, Stuttgart21 könne noch ein gutes Ende nehmen, wenn nur noch mehr Zeit und weitere Milliarden zur Verfügung gestellt würde. Ob der Tiefbahnhof, und sei es in einer verkleinerten Kombivariante, je in Betrieb gehen könnte, hängt letztlich von der am Ende erforderlichen Inbetriebnahmegenehmigung ab. Ob das klappt ist mehr als fraglich: zentrale Fragen wie Brandschutz und Entfluchtung, die extreme Gleisneigung (Wegrollgefahr der Züge) und die generelle Resilienz des Tiefbahnhofs sind weiterhin nicht gelöst und wohl auch nicht lösbar. Das Aktionsbündnis schlägt eine Vorab-Inbetriebnahmeprüfung vor, um am Ende nicht weitere Milliarden für einen nicht betriebssicheren Bahnhof ausgegeben zu haben.
Jetzt geht es darum, alle ideologischen Scheuklappen abzulegen und der Realität ins Auge sehen: der Kopfbahnhof muss noch mindestens fünf Jahre den Bahnverkehr bewältigen. Der ist aber inzwischen so abgenutzt, dass es immer häufiger zu Ausfällen und Verspätungen kommt, und die Sicherheit der Bahnreisenden nicht mehr gewährleistet werden kann. Statt sich in die nächsten S21-Abenteuer treiben zu lassen, muss Frau Palla den Fokus jetzt auf die Sanierung des Kopfbahnhofs legen. Hier ist ein mehrstelliger Millionenbetrag für die Instandhaltung von Schienen (Gäubahn und Gleisvorfeld) sowie moderner Zugsteuerungstechnik erforderlich. Auch müssen umgehend und nicht erst Ende 2027 reisendenfreundliche Zugänge zu den Kopfbahnhofgleisen angeboten werde. Die Zumutung langer Fernwanderwege muss ein Ende haben.
Alle 16 bisherigen Gleise des Kopfbahnhofs werden für die Verkehrswende gebraucht. Ihre Leistungsfähigkeit kann optimiert werden. Die krisengeschüttelte Stadt Stuttgart muss sich möglichst kurz und schmerzlos von ihrem Traum eines riesigen Betonprojekts in der Stuttgarter Frischluftschneise verabschieden. Die aktuellen Temperaturen sollten ein letzter Anstoß sein.



Die für den Bund auftragsverwaltende DB AG täuscht vorsätzlich und tarnt entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen mit Rückendeckung durch das Eisenbahn-Bundesamt in den Erläuterungsberichten zu den Planfeststellungsverfahren für den Pfaffensteigtunnel die Eingriffe als „vorübergehende Beanspruchung“. Damit sollen die besorgte Öffentlichkeit und die betroffenen Landwirte ruhiggestellt werden.
Dazu Steffen Siegel, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft: „Wie schon so oft in der unsäglichen Geschichte dieses längst gescheiterten Fehlprojekts Stuttgart 21 werden unhaltbare Behauptungen aufgestellt.“ Siegel zitiert aus fachlichen Expertisen „Die dortigen Böden der hochwertigen landwirtschaftlichen Vorrangstufe 1 werden durch die massiven Verdichtungen und Veränderungen der Bodenkrume auf Dauer – und eben nicht nur vorübergehend – unwiederbringlich zerstört. Dies ist auch durch Renaturierung nicht annähernd zu vermeiden“.
Dieter Reicherter, Sprecher des Aktionsbündnisses: „Die in beiliegenden Fotos dokumentierten Schädigungen müssen sofort gestoppt werden. Auf den bahnbetrieblich unsinnigen Pfaffensteigtunnel kann verzichtet werden. Das Projekt soll mit Lug und Trug durchgesetzt werden: Die Finanzierung dieses mindestens 3 Milliarden teuren Teils von Stuttgart 21 wurde von der verschuldeten Bahn weg in den maroden Bundeshaushalt verlagert. Zur Vertuschung der eklatanten Veruntreuung von Steuermitteln wurde die Nutzen-Kosten-Berechnung manipuliert. Bau und Betrieb dieses längsten Eisenbahntunnels Deutschlands richten schwere Umweltschäden an. Die Gäubahn wird für viele Jahre unterbrochen.“
Fazit durch Dipl.-Ing. Frank Distel, Stellvertretender Vorsitzender der Schutzgemeinschaft: „Es ist höchste Zeit, endlich zu erkennen, dass das Projekt „Stuttgart 21“ nur mit dem zusätzlichen Erhalt des Kopfbahnhofs nachhaltig leistungsfähig funktionieren wird. Damit bliebe die Panoramastrecke für die Gäubahn erhalten, der Bahnknoten wäre resilient in Störfällen – und der Pfaffensteigtunnel überflüssig!“
Kontakt: Dieter Reicherter, 07192 930 522 oder 0151 263 711 31
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