| Title | Slug | Body | Excerpt | Status | Published ↓ | Author | admin |
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| Doch kein zusätzlicher unterirdischer Kopfbahnhof | pm-doch-kein-zusaetzlicher-unterirdischer-kopfbahnhof | (hier als pdf-Datei)
Falsche Antwort auf richtig erkanntes Problem gescheitert
Das Aktionsbündnis begrüßt die Rücknahme des Vorschlags, das Kapazitätsproblem von Stuttgart 21 durch einen zusätzlichen 6-gleisigen unterirdischen Kopfbahnhof, angeflanscht an den vorgesehenen Tiefbahnhof, zu lösen. Damit ist das erste der vier im Grün-Schwarzen Koalitionsvertrag von 2021 verabredeten sogenannten „Ergänzungsprojekte“ gescheitert. Alle vier sollten dazu dienen, die nicht mehr zu leugnenden Defizite und Dysfunktionalitäten des Projekts zu lösen. Ein Versuch, zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Schon früh hatte das Aktionsbündnis zudem auf die hohen Kosten und Treibhausgasemissionen dieses „zweiten Stuttgart 21“ hingewiesen:
Quelle: https://www.umstieg-21.de/umstieg21-plus/4-kosten-und-klima/4-1-umstieg-bleibt-kostenguenstiger.html
So abwegig und unrealistisch der Vorschlag eines U-Kopfbahnhofs auch war, Hermann hat damit unumwunden das zentrale Problem von S21 eingeräumt: dessen zu geringe Kapazität.
„Der untaugliche Lösungsvorschlag ist jetzt vom Tisch“, so Bündnissprecher Martin Poguntke, „das Problem aber bleibt.“ Wir anerkennen die Ehrlichkeit von Winfried Hermanns Schritt, erwarten aber jetzt von ihm als zuständigem Verkehrsminister eine Antwort zur Lösung das Kapazitätsproblems von Stuttgart 21. „Die katastrophale Leistungsschwäche von Stuttgart 21 steht der dringend notwendigen und auch von der Grün-Schwarzen Landesregierung immer propagierten Verkehrswende im Weg. Deshalb bleibt nur eine Lösung: oberirdische statt unterirdischer Zusatzgleise, Erhalt und Modernisierung des Kopfbahnhofs.“
Kontakt:
Martin Poguntke, 0151 403 602 56
Werner Sauerborn, 0171 320 98 01, Twitter @WernerBorn_ | publish | 2023-03-14 18:02:07 | admin | ||
| Stuttgart droht Mega-Bahnchaos | pm-stuttgart-droht-mega-bahnchaos | (hier als pdf-Datei)
Einführung von ETCS bei Stuttgart21- dilletantisch und rücksichtslos
Stuttgart droht Mega-Bahnchaos
„Was muss eigentlich noch passieren, bevor die Stuttgart21-Verantwortlichen aufwachen?“, fragt Bündnissprecher Dieter Reicherter. Am Wochenende hatte die Nachricht Wellen geschlagen, dass die Bahn bereits ab 21. April die wichtige Strecke Waiblingen-Stuttgart für nicht weniger als 14 Wochen komplett sperren will. Weitere Sperrungen sollen folgen. Nach eigener Aussage hat die Bahn noch keinerlei Plan, wie sie das organisieren will. Dabei sind dadurch die Verbindungen nach Aalen, Schwäbisch Hall, Tübingen und Ulm direkt betroffen.
Ein Desaster mit Ansage! In ein planerisch längst gescheitertes Projekt soll nun auch noch überhastet das hochkomplexe und umstrittene elektronische Zugsteuerungssystem ETCS implementiert werden. Zwanzig Jahre hat die Schweiz gebraucht für die Einführung der Basisversion von ETCS - ohne beeinträchtigende Streckensperrungen. Um die ohnehin völlig unrealistische Inbetriebnahme von S21 Ende 2025 zu realisieren, ist nun statt der vollmundig angekündigten Herstellung eines vollständig digitalen Bahnknotens der zusätzliche Einbau herkömmlicher Signaltechnik vorgesehen. Weil sie die Umstellung der Infrastruktur und der Züge in der knappen Zeit nicht bewältigt, schafft die Bahn eine betriebswirtschaftlich unsinnige Kombination von alter und noch nicht betriebsfähiger neuer Zugführung. S21-Geschäftsführer Olaf Drescher entschuldigt dies damit, es handele sich um ein Pilotprojekt und die Schwierigkeiten seien nicht vorhersehbar gewesen. Ein laues Eingeständnis dafür, dass man Fahrgäste als Versuchskaninchen benutzt und den Wirtschaftsstandort Region Stuttgart mutwillig gefährdet.
Das wird die S21-Kosten weiter in die Höhe treiben und stellt, so Dieter Reicherter, ein neues Maß von Unverfrorenheit gegenüber den Bahnkunden dar. Denn die Sperrungen mit Ersatzverkehren aufzufangen, ist völlig unmöglich – schon gar nicht mit einer so kurzen Vorlaufzeit. Die neuen Behinderungen des Bahnverkehrs addieren sich zu den vielen Verspätungen, „Wanderwegen“ zu den Gleisen und Zugausfällen, die jetzt schon Bahnreisende zur Verzweiflung bringen. Unter den Augen von Politiker*innen, die in Sonntagsreden und Programmen die Mobilitätswende Richtung Schiene fordern – allen voran die Grüne Landesregierung – findet schon jetzt die Verkehrswende rückwärts statt: Immer mehr Menschen sind gezwungen, wieder aufs Auto umzusteigen, um ihren Alltag zu bewältigen.
Politiker, die seit Jahren Stuttgart21 verteidigen und als Projektförderer im S21-Lenkungskreis beteiligt sind, gehen jetzt in Deckung, weinen Krokodilstränen oder reagieren hilflos und peinlich. Verkehrsminister Winfried Hermann beschwert sich wie ein unbeteiligtes Opfer über „einen herben Schlag für den Nahverkehr“ und „über miserables Management und Kommunikation des Projekts“. Und OB Nopper, in dessen Stadt das Desaster stattfindet, schimpft in einer 12-Zeilen-Meldung über „ein Riesenärgernis“ und „eine ganz bittere Pille für uns (!) alle“. Mit ein bisschen Sachkenntnis könnte Nopper wissen, dass seine Erwartung, „die Bahn werde einen jederzeit funktionierenden und guten Ersatzverkehr sicherstellen“, nicht von dieser Welt ist. Beredt auch das Schweigen der IHK Stuttgart, die sich diesmal keine Sorgen um den Standort Stuttgart zu machen scheint.
Das Aktionsbündnis fordert die verantwortlichen Politiker*innen auf, sich vorbehaltlos für die Interessen aller einzusetzen, die auf eine funktionierende Bahn und S-Bahn angewiesen sind, und die Streckensperrungspläne umgehend zu stoppen.
Kontakt:
Dieter Reicherter 07192 930 522 oder 0151 263 711 31,
Werner Sauerborn 0171 320 98 01, Twitter @WernerBorn_ | publish | 2023-03-13 13:31:35 | admin | ||
| Werners Rundmail vom 6. März 2023 | ab-infoveranstaltung-fff-demo-am-3-maerz-eisenbahngau-in-griechenland-montagsdemo-unter-anderem-zu-umstieg21 | AB-Infoveranstaltung, fff-Demo am 3. März, Eisenbahn-GAU in Griechenland, Montagsdemo unter anderem zu Umstieg21
Liebe Freundinnen und Freunde,
jetzt, wo das Projekt an allen Ecken und Enden ins Schlingern gerät, wo der tragische Bahnunfall in Griechenland nochmal daran erinnert, welche fatalen Folgen eine desaströse Bahnpolitik hie wie da haben kann, ist es gut, nochmal auf die Alternative zu alledem zu sprechen zu kommen: auf Umstieg 21. Das soll auf der 651. Montagsdemo geschehen. Das Umstiegs-Video, das auch durch Klaus Gietingers Film Verbreitung fand, wird natürlich auch auf der großen Leinwand der Demo-Bühne, dann mit weiteren Erläuterungen, zu sehen sei. Von Walter Sittler besprochen zeigt es in gut drei Minuten wie unterirdische Güterlogistik funktionieren kann. Aber Umstieg 21 ist mehr: ein ganzes Konzept zu Erhalt beziehungsweise Wiederherstellung des Kopfbahnhofs und des Schlossgartens, zu Wohnbebauung und S-Bahn-Optimierung – immer unter dem Aspekt klimasensibler Umnutzung. Zum Auftakt ein Beitrag anlässlich des 12. Jahrestags des Tsunamis und des Reaktor-GAUs von Fukushima am 11. März 2011, die 22.000 Menschenleben forderten und 470.000 Evakuierungen zur Folge hatten. 651. Montagsdemo am 6. März ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz
Danach: Demozug zur Mahnwache und Schwabenstreich Davor: Raddemo 17.45 Uhr ab Feuersee – gesund + aktiv zur MoDemo! Hier der Trailer zur 651. MoDemo:
Den hat Extinction Rebellion so retweetet:
Und nach der 652. MontagsDemo Auf Einladung des Aktionsbündnisses: Bewegungsinternen Info-Veranstaltung am Montag, den 13. März nach der MoDemo im Forum 3, Großer Saal Es ist schon länger her, dass wir uns im Forum 3 zu einem bewegungsinternen Meinungsaustausch getroffen haben. Corona ist im Wesentlichen ausgestanden. Die Probleme mit S21 mitnichten! Deswegen werden Mitglieder des Aktionsbündnisses informieren über ihre Arbeitsschwerpunkte und weitere Vorhaben. Es wird gehen um
Bahnkatastrophe mit Ansage in Griechenland Das Menetekel
https://amp.dw.com/de/eisenbahnungl%C3%BCck-in-griechenland-eine-katastrophe-mit-ansage/a-64862020 Was Verantwortung betrifft, ist in Griechenland zu unterscheiden zwischen der privatisierten Betreibergesellschaft und der staatlichen Infrastrukturgesellschaft. In Deutschland (fast) alles DB! Inzwischen ist der griechische Verkehrsminister zurückgetreten. Der Chef der Betreibergesellschaft wurde festgenommen.Jetzt erst wird langsam auch bekannt, dass es durchaus im Vorfeld Warnungen und auch Proteste von Eisenbahner*innen und Gewerkschaften gab: „Strukturelles Versagen: Griechische Eisenbahner warnten seit Jahren vor Sicherheitsmängeln“ Der „rail blog“ von Winnie Wolf Das Eisenbahnunglück in Griechenland und die Verantwortung der EU Kaum einer wird so viel Expertise an der Schnittstelle von Griechenland-Drama und Bahnpolitik haben wie Winnie Wolf. Hier ein Beitrag von Winnie im „Bahn Blog“, einem Format des neu gegründeten Bündnisses Bürgerbahn-Denkfabrik,
dem auch das Aktionsbündnis in Person von Ernst Delle angehört. Und bei uns? … machen sie einfach weiter“ ... und vergessen sich dabei auch selbst nicht: Very tricky hat die DB die Gehälter ihrer Topverdiener seit Januar um bis zu 14 Prozent erhöht. Bei dem Chaos, das die angerichtet haben (Unzuverlässigkeit, Unfälle, S21 ...) wären eher Gehaltskürzungen, Abmahnungen, Entlassungen und Untersuchungsausschüsse fällig! Interne Unterlagen enthüllen: Deutsche Bahn erhöht Managern das Grundgehalt um bis zu 14 Prozent Klimademo in Stuttgart Friday back on track!? Die schon hier und da abgeschriebenen Fridays haben am globalen Klimastreiktag am 3. März in Stuttgart eine beeindruckende Demo mit gut 2000 Teilnehmer*innen auf die Beine gestellt. Nicht zu übersehen (Banner!) und zu überhören (Capella rebella, ohne die eine Demo keine Demo ist): die S21-Gegner*innen mit ihrem Protest gegen KlimaSkanal21. Erster Wermuthstropfen: Obwohl die Demo am Hbf vorbeilief, dort sogar 10 Minuten blockierten, fand S21, als die wohl größte klimapolitische Stellschraube in der Stadt, wieder keine Erwähnung. Zweiter Wermuthstropfen: Von der Allianz ÖPNV-Streik und Fridays war in Stuttgart nichts zu sehen. Anders als in anderen Städten: keine streikenden SSBler*innen, keine verdi-Fahnen, keine Reden. Fragen mehr an die SSB-Kolleg*innen als an ver.di. Friday-Aktivist*innen lassen sich dennoch nicht entmutigen und sind bereit, auf Streikversammlungen von ver.di aufzutreten. Wohlan!
Einer der journalistisch besten Berichte diesmal im Wochenblatt ZWW: https://www.zvw.de/stuttgart-region/klimastreik-in-stuttgart-ampel-frust-bei-der-demo-von-fridays-for-future_arid-623734 Der Film, der’s bringt Das Trojanische Pferd galoppiert Klaus Gietingers Film „Das Trojanische Pferd“ läuft Land auf, Land ab mit großer Resonanz. Meist schließen sich an die Aufführungen interessante Diskussionen mit dem Publikum an, das zum Teil schon lange (aus den Mainstreammedien) nichts mehr von Stuttgart 21 und dem Protest dagegen gehört haben. Oft wird nachgefragt, wie Engagement gegen den grassierenden Tunnelwahn aussehen könnte. Nächste Vorführungen in der Stuttgarter Gegend: in Stuttgart-Obertürkheim in der Kinothek am 27. April um 19.30 Uhr und im Kommunalen Kino in Beutelsbach am 11. April um 20 Uhr. Mehr Termine hier: https://buergerbahn-denkfabrik.org/veranstaltungskalender/ Für selbst organisierte Vorführungen im kleineren Kreis bietet sich die DVD zum „Trojanischen Pferd“ an, Bestelladresse ebenfalls auf der Seite buergerbahn-denkfabrik.org und am Infostand auf der Montagsdemo.
& Gruß von Werner, Twitter @WernerBorn_ Rundmail als PDF | publish | 2023-03-05 17:59:14 | admin | ||
| AB-Infoveranstaltung, fff-Demo am 3. März, EisenbahnGAU in Griechenland, Montagsdemo unter anderem zu Umstieg21 | ab-infoveranstaltung-fff-demo-am-3-maerz-eisenbahngau-in-griechenland-montagsdemo-unter-anderem-zu-umstieg21-2 | Liebe Freundinnen und Freunde,
jetzt, wo das Projekt an allen Ecken und Enden ins Schlingern gerät, wo der tragische Bahnunfall in Griechenland nochmal daran erinnert, welche fatalen Folgen eine desaströse Bahnpolitik hie wie da haben kann, ist es gut, nochmal auf die Alternative zu alledem zu sprechen zu kommen: auf Umstieg 21. Das soll auf der 651. Montagsdemo geschehen. Das Umstiegs-Video, das auch durch Klaus Gietingers Film Verbreitung fand, wird natürlich auch auf der großen Leinwand der Demo-Bühne, dann mit weiteren Erläuterungen, zu sehen sei. Von Walter Sittler besprochen zeigt es in gut drei Minuten wie unterirdische Güterlogistik funktionieren kann. Aber Umstieg 21 ist mehr: ein ganzes Konzept zu Erhalt beziehungsweise Wiederherstellung des Kopfbahnhofs und des Schlossgartens, zu Wohnbebauung und S-Bahn-Optimierung – immer unter dem Aspekt klimasensibler Umnutzung. Zum Auftakt ein Beitrag anlässlich des 12. Jahrestags des Tsunamis und des Reaktor-GAUs von Fukushima am 11. März 2011, die 22.000 Menschenleben forderten und 470.000 Evakuierungen zur Folge hatten. 651. Montagsdemo am 6. März ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz
Danach: Demozug zur Mahnwache und Schwabenstreich Davor: Raddemo 17.45 Uhr ab Feuersee – gesund + aktiv zur MoDemo! Hier der Trailer zur 651. MoDemo:
Den hat Extinction Rebellion so retweetet:
Und nach der 652. MontagsDemo Auf Einladung des Aktionsbündnisses: Bewegungsinternen Info-Veranstaltung am Montag, den 13. März nach der MoDemo im Forum 3, Großer Saal Es ist schon länger her, dass wir uns im Forum 3 zu einem bewegungsinternen Meinungsaustausch getroffen haben. Corona ist im Wesentlichen ausgestanden. Die Probleme mit S21 mitnichten! Deswegen werden Mitglieder des Aktionsbündnisses informieren über ihre Arbeitsschwerpunkte und weitere Vorhaben. Es wird gehen um
Bahnkatastrophe mit Ansage in Griechenland Das Menetekel
https://amp.dw.com/de/eisenbahnungl%C3%BCck-in-griechenland-eine-katastrophe-mit-ansage/a-64862020 Was Verantwortung betrifft, ist in Griechenland zu unterscheiden zwischen der privatisierten Betreibergesellschaft und der staatlichen Infrastrukturgesellschaft. In Deutschland (fast) alles DB! Inzwischen ist der griechische Verkehrsminister zurückgetreten. Der Chef der Betreibergesellschaft wurde festgenommen.Jetzt erst wird langsam auch bekannt, dass es durchaus im Vorfeld Warnungen und auch Proteste von Eisenbahner*innen und Gewerkschaften gab: „Strukturelles Versagen: Griechische Eisenbahner warnten seit Jahren vor Sicherheitsmängeln“ Der „rail blog“ von Winnie Wolf Das Eisenbahnunglück in Griechenland und die Verantwortung der EU Kaum einer wird so viel Expertise an der Schnittstelle von Griechenland-Drama und Bahnpolitik haben wie Winnie Wolf. Hier ein Beitrag von Winnie im „Bahn Blog“, einem Format des neu gegründeten Bündnisses Bürgerbahn-Denkfabrik,
dem auch das Aktionsbündnis in Person von Ernst Delle angehört. Und bei uns? … machen sie einfach weiter“ ... und vergessen sich dabei auch selbst nicht: Very tricky hat die DB die Gehälter ihrer Topverdiener seit Januar um bis zu 14 Prozent erhöht. Bei dem Chaos, das die angerichtet haben (Unzuverlässigkeit, Unfälle, S21 ...) wären eher Gehaltskürzungen, Abmahnungen, Entlassungen und Untersuchungsausschüsse fällig! Interne Unterlagen enthüllen: Deutsche Bahn erhöht Managern das Grundgehalt um bis zu 14 Prozent Klimademo in Stuttgart Friday back on track!? Die schon hier und da abgeschriebenen Fridays haben am globalen Klimastreiktag am 3. März in Stuttgart eine beeindruckende Demo mit gut 2000 Teilnehmer*innen auf die Beine gestellt. Nicht zu übersehen (Banner!) und zu überhören (Capella rebella, ohne die eine Demo keine Demo ist): die S21-Gegner*innen mit ihrem Protest gegen KlimaSkanal21. Erster Wermuthstropfen: Obwohl die Demo am Hbf vorbeilief, dort sogar 10 Minuten blockierten, fand S21, als die wohl größte klimapolitische Stellschraube in der Stadt, wieder keine Erwähnung. Zweiter Wermuthstropfen: Von der Allianz ÖPNV-Streik und Fridays war in Stuttgart nichts zu sehen. Anders als in anderen Städten: keine streikenden SSBler*innen, keine verdi-Fahnen, keine Reden. Fragen mehr an die SSB-Kolleg*innen als an ver.di. Friday-Aktivist*innen lassen sich dennoch nicht entmutigen und sind bereit, auf Streikversammlungen von ver.di aufzutreten. Wohlan!
Einer der journalistisch besten Berichte diesmal im Wochenblatt ZWW: https://www.zvw.de/stuttgart-region/klimastreik-in-stuttgart-ampel-frust-bei-der-demo-von-fridays-for-future_arid-623734 Der Film, der’s bringt Das Trojanische Pferd galoppiert Klaus Gietingers Film „Das Trojanische Pferd“ läuft Land auf, Land ab mit großer Resonanz. Meist schließen sich an die Aufführungen interessante Diskussionen mit dem Publikum an, das zum Teil schon lange (aus den Mainstreammedien) nichts mehr von Stuttgart 21 und dem Protest dagegen gehört haben. Oft wird nachgefragt, wie Engagement gegen den grassierenden Tunnelwahn aussehen könnte. Nächste Vorführungen in der Stuttgarter Gegend: in Stuttgart-Obertürkheim in der Kinothek am 27. April um 19.30 Uhr und im Kommunalen Kino in Beutelsbach am 11. April um 20 Uhr. Mehr Termine hier: https://buergerbahn-denkfabrik.org/veranstaltungskalender/ Für selbst organisierte Vorführungen im kleineren Kreis bietet sich die DVD zum „Trojanischen Pferd“ an, Bestelladresse ebenfalls auf der Seite buergerbahn-denkfabrik.org und am Infostand auf der Montagsdemo.
& Gruß von Werner, Twitter @WernerBorn_ Rundmail als PDF | publish | 2023-03-05 17:59:14 | admin | ||
| Klimastreik am 3. März auch in Stuttgart | pm-klimastreik-am-3-maerz-auch-in-stuttgart | (hier als pdf-Datei)
Für Mobilitätswende - statt Mobilitätswende rückwärts!
Die Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 unterstützt die Klima-Demo von „Fridays for Future“ in Stuttgart am kommenden Freitag. Gemeinsam mit den „Fridays“ haben Stuttgart 21-Gegner*innen für den Erhalt Lützeraths demonstriert. Und gemeinsam mit ihnen gehen sie jetzt auf die Straße gegen den Mobilitätswende-Blockierer Bundesverkehrsminister Wissing. „So, wie Wissing den Bau von Autobahnen und Bahnprojekten beschleunigen will, führt das zu mehr Autoverkehr und klimaschädlichen Bahn-Großprojekten, statt zu einem Umstieg vom Auto auf die Bahn und zu den vielen kleinen, aber notwendigen, klimapolitisch sinnvollen Bahn-Ertüchtigungsmaßnahmen“, so Bündnissprecher Martin Poguntke.
Wenn wir im bundesweiten Klimastreik bezahlbare und saubere Mobilität fordern, dann heißt das in Stuttgart besonders: Raus aus der Wachstumshybris! Abkehr vom Bahnverschlechterungs- und Immobilienprojekt Stuttgart 21! „Eine Reduzierung der Bahnhofskapazität um 40 Prozent, weitere 45 Kilometer CO2-intensiver Tunnelbau mit sogenannten Ergänzungsprojekten, mindestens 10-jährige Gäubahn-Unterbrechung mit Abkoppelung der Panoramastrecke vom Hauptbahnhof, Förderung des Flugverkehrs durch einen extra S21-Flughafenbahnhof, der Zubau der Frischluftschneise Rosenstein – alles das sind S21-Klimasünden, die im Interesse der kommenden Generationen tabu sein müssen.“
Das Aktionsbündnis lädt zur Demo von Fridays for Future am Freitag, 3. März, 14 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart ein.
Nachtrag zur Bürobesetzung bei Grünem Stuttgarter Baubürgermeister
Ehre, wem Ehre gebührt! Die Performance SLEEPY REBELS ON TOUR ist in Idee und Ausführung das Verdienst von Extinction Rebellion Stuttgart. Ironisch thematisiert die Aktion (Video) die klimapolitische Schlafmützigkeit des Grünen Baubürgermeisters in vielen seiner Zuständigkeitsbereiche, v.a. beim nach wie vor trostlosen städtischen Radverkehr. Kritisiert wurde auch Pätzolds starrsinniges Festhalten an der Bebauung des Rosensteinareals, die die Erhitzung der Stadt eskalieren würde und zur jahrelangen Unterbrechung der Gäubahnverbindung nach Stuttgart führen würde. Das Aktionsbündnis hat die Aktion mit viel Sympathie begleitet, war aber nicht ihr Urheber, wie fälschlich in vielen Medien berichtet.
Kontakt XR Stuttgart:
Yvonne Sauter 0176 401 331 02, Twitter: @xrStuttgart
Kontakt Aktionsbündnis:
Martin Poguntke, 0151 403 602 56
Werner Sauerborn, 0171 320 98 01 | publish | 2023-03-01 17:17:39 | admin | ||
| Klimastreik am 3. März auch in Stuttgart | pm-klimastreik-am-3-maerz-auch-in-stuttgart-2 | (hier als pdf-Datei)
Für Mobilitätswende - statt Mobilitätswende rückwärts!
Die Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 unterstützt die Klima-Demo von „Fridays for Future“ in Stuttgart am kommenden Freitag. Gemeinsam mit den „Fridays“ haben Stuttgart 21-Gegner*innen für den Erhalt Lützeraths demonstriert. Und gemeinsam mit ihnen gehen sie jetzt auf die Straße gegen den Mobilitätswende-Blockierer Bundesverkehrsminister Wissing. „So, wie Wissing den Bau von Autobahnen und Bahnprojekten beschleunigen will, führt das zu mehr Autoverkehr und klimaschädlichen Bahn-Großprojekten, statt zu einem Umstieg vom Auto auf die Bahn und zu den vielen kleinen, aber notwendigen, klimapolitisch sinnvollen Bahn-Ertüchtigungsmaßnahmen“, so Bündnissprecher Martin Poguntke.
Wenn wir im bundesweiten Klimastreik bezahlbare und saubere Mobilität fordern, dann heißt das in Stuttgart besonders: Raus aus der Wachstumshybris! Abkehr vom Bahnverschlechterungs- und Immobilienprojekt Stuttgart 21! „Eine Reduzierung der Bahnhofskapazität um 40 Prozent, weitere 45 Kilometer CO2-intensiver Tunnelbau mit sogenannten Ergänzungsprojekten, mindestens 10-jährige Gäubahn-Unterbrechung mit Abkoppelung der Panoramastrecke vom Hauptbahnhof, Förderung des Flugverkehrs durch einen extra S21-Flughafenbahnhof, der Zubau der Frischluftschneise Rosenstein – alles das sind S21-Klimasünden, die im Interesse der kommenden Generationen tabu sein müssen.“
Das Aktionsbündnis lädt zur Demo von Fridays for Future am Freitag, 3. März, 14 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart ein.
Nachtrag zur Bürobesetzung bei Grünem Stuttgarter Baubürgermeister
Ehre, wem Ehre gebührt! Die Performance SLEEPY REBELS ON TOUR ist in Idee und Ausführung das Verdienst von Extinction Rebellion Stuttgart. Ironisch thematisiert die Aktion (Video) die klimapolitische Schlafmützigkeit des Grünen Baubürgermeisters in vielen seiner Zuständigkeitsbereiche, v.a. beim nach wie vor trostlosen städtischen Radverkehr. Kritisiert wurde auch Pätzolds starrsinniges Festhalten an der Bebauung des Rosensteinareals, die die Erhitzung der Stadt eskalieren würde und zur jahrelangen Unterbrechung der Gäubahnverbindung nach Stuttgart führen würde. Das Aktionsbündnis hat die Aktion mit viel Sympathie begleitet, war aber nicht ihr Urheber, wie fälschlich in vielen Medien berichtet.
Kontakt XR Stuttgart:
Yvonne Sauter 0176 401 331 02, Twitter: @xrStuttgart
Kontakt Aktionsbündnis:
Martin Poguntke, 0151 403 602 56
Werner Sauerborn, 0171 320 98 01 | publish | 2023-03-01 17:12:45 | admin | ||
| Baubürgermeister Pätzold: der große Klima-Blockierer | pm-baubuergermeister-paetzold-der-grosse-klima-blockierer | Rosensteinbebauung und Gäubahn-Unterbrechung
Baubürgermeister Pätzold: der große Klima-Blockierer
Anlässlich des Besuchs von Klimaaktivist*innen bei dem Grünen Baubürgermeister Peter Pätzold verweist das Aktionsbündnis auf dessen besondere Rolle beim Konterkarieren der Klimaziele in Stuttgart. Mit Schlafsäcken, Schlafmützen und -masken ausgestattet hatten Klimaschützer*innen heute Morgen Pätzolds Büro besetzt und sich dort zum Schlafen niedergelegt.
Stuttgart ist aufgrund seiner Kessellage schon jetzt stark betroffen von Extremhitzetagen und -nächten. Alle Experten prognostizieren, dass diese Risiken allgemein und in Stuttgart besonders zunehmen werden. Die von Pätzold verbissen betriebene Bebauung des derzeitigen Gleisvorfelds mit einem neuen Stadtteil schränkt die nächtliche Abkühlung ein und bremst den Abfluss der Heißluft Richtung Neckar. Da kann die Bebauung noch so grün und autofrei sein, sie wird die Stadt im Sommer weiter aufheizen.
Von seinem Umweltamt /Stadtklimatologie hat Pätzold lediglich die Klimaauswirkungen verschiedener Bebauungsvarianten ermitteln lassen. Um die Frage der Klimaverträglichkeit einer Bebauung an sich drückt er sich. „Gerade als Grüner Baubürgermeister muss Pätzold die Stadt vor zusätzlichen Klimarisiken schützen statt diese geradezu zu provozieren“, so Bündnissprecher Dieter Reicherter. Statt supergrüne Bebauungsvarianten vorzuspiegeln, müsse die Stadtklimatologie beauftragt werden, die Klimaverträglichkeit einer Bebauung gegenüber der Nicht-Bebauung (Nullvariante) zu untersuchen. Dabei sollten auch mikroklimatische Optimierungsmöglichkeiten des Ist-Zustands eruiert werden. Alternativ könnte eine unabhängige externe Begutachtung beauftragt werden.
Außerdem ist Pätzold mit seiner Fixierung auf die Bebauung des Gleisvorfelds hauptverantwortlich für die jetzt geplante langjährige Abkoppelung der Gäubahn vom Hauptbahnhof, einem Teil des S21-Bahndesasters. Schon jetzt rollt hier die Verkehrswende rückwärts. Verkehr wird wieder auf die Straße verlagert. Dagegen hatten zuletzt zahlreiche Landräte und Bürgermeister der Gäubahnanrainer protestiert, die sich in den Zusagen, S21 sei für sie die große Zukunft, betrogen sehen.
„Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in Stuttgart wird für die Durchsetzung von S21 und der klimabelastenden Bebauungspläne instrumentalisiert“, kritisiert Reicherter. Martin Körner, der als SPD-Fraktionsvorsitzender diese Instrumentalisierung jahrelang betrieben hatte, räumt inzwischen als Chefstratege von OB Nopper ein, dass eine „neue Zeitstufenliste“ für Wohnungsbau erforderlich sei, weil „die Bebauung des Rosensteinquartiers auf sich warten lasse“. (StZ 27.2.2023).
Ohne Stuttgart21 hätten auf dem mit S21-Baulogistik belegten C-Areal ohne große mikroklimatische Nachteile längst 1000 Wohneinheiten („Die neue Prag“) entstanden sein können, s. Umstiegskonzept.
Kontakt: Dieter Reicherter 07192 930522 oder 0151 263 711 31, Werner Sauerborn: 0171 320 980 1 | publish | 2023-02-27 15:05:24 | admin | ||
| „Kohle bleibt unten, Bahnhof bleibt oben und Autobahnpläne bleiben Makulatur!“ | kohle-bleibt-unten-bahnhof-bleibt-oben-und-autobahnplaene-bleiben-makulatur | (hier als pdf-Datei)
Werner Sauerborn auf Friday-Demo 3. Feb. 2023, Marktplatz Stuttgart
Liebe Freundinnen und Freunde!
Die meisten Reden beginnen ja etwa so: „Vielen Dank für die Einladung, dass ich bei Euch reden darf“. Ich freu mich zwar auch über die Einladung, aber ich meide dieses „Ihr Klimaaktivist*innen“ und „wir S21-Gegner*innen“, weil wir auch von Anbeginn Klimaaktivist*innen sind – von den Parkbesetzungen gegen das Fällen dieser uralten Platanen im Schlossgarten bis heute, wo es bei S21 um noch mehr Wachstumsfetischismus, noch mehr Bodenversiegelung, Tunnelbau, Flugreiseförderung, weniger Artenschutz und weniger Hochwasserprävention geht.
Das Label „Bahnhofsgegner“ verdeckt leider, dass es bei S21 um fast die komplette Palette der aktuell brennenden Klimafragen geht, z.B. um die Frage, dass ein verkleinerter Bahnhof zu mehr Autoverkehr und – logisch – zur Forderung nach mehr Straßenbau führt.
Womit wir beim „Gesetz zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren“ wären.
Krisenzeiten sind die Stunde der Macher, des Hauptsache-schnell, der sog. Deutschlandgeschwindigkeit. Schnell leider vor allem beim Abräumen demokratischer Beteiligungsrechte, die oft genug vor dem größten Unsinn geschützt haben, und schnell beim Abräumen von Klimazielen. So bei Genehmigung und Ausbau der LNG-Terminals, über die Gas, auch aus Fracking, aus aller Welt ins Land befördert wird - eine angeblich nur befristete Rückkehr in den Fossilismus. Und weil man gerade so schön in Schwung ist, will Wissing auch die neue Deutschlandgeschwindigkeit beim Autobahnbau durchdrücken. Ein No-Go, gegen das wir uns mit all unserer Kraft stemmen müssen!
Und dann ist da auch die Rede vom beschleunigten Ausbau des Eisenbahnnetzes. Klingt ja erstmal so allgemein gut. In einem Infotext zu den heutigen Friday-Demos stand dann auch: „Die Beschleunigung von Schienenausbau ist wichtig - der Ausbau von Autobahnen hingegen ist in Zeiten der Klimakrise unnötig und gefährlich". Letzteres ist klar. Aber Schienenausbau ist nicht an sich richtig. Es gibt sinnvollen, aber auch extrem klimadestruktiven!
In dem klasse Webinar von Fridays am Montag mit Luisa Neubauer, Prof. Knie u.a. sagt Katja Diehl: „Das Allerschlimmste, was man machen kann, ist Tunnelbau. Das ist der größte Emittent schlechthin von CO2!“ – und bezieht sich dabei auf den Lobau-Tunnel, einen geplanten 2 x 8,2 km langen Autotunnel unter Wien, gegen den die Grüne Umweltministerin Gewesseler erfolgreich (gerichtlich gegen ihren Koalitionspartner!) zu Felde zieht. Hiesige Grüne aufgemerkt!
Was für einen Autotunnel gilt, gilt physikalisch natürlich genauso für Eisenbahntunnel - es sei denn, es gibt keine Alternativen und sie machen verkehrlich Sinn. Unter dem Druck der Betonindustrie und vieler anderer verfolgt die DB weiter die Strategie der Rennstrecken mit möglichst vielen Tunneln. In der Klimabilanz muss aber die sog. Graue Energie mit dem exzessiven Einsatz von Stahlbeton einbezogen werden, und der dreimal so hohe Energieverbrauch bei Tempo 300 statt 160, und der viel höhere Materialverschleiß. All das potenziert sich bei Tunneln, und dann noch extrem steilen wie bei S21 und der Neubaustrecke.
Würde man unter Berücksichtigung all dessen die Klimabelastung des gefahrenen Kilometers im geplanten S21-Netz, inklusive Neubaustrecke, ermitteln, dürfte rechnerisch Fliegen und Autofahren klimafreundlicher sein als Bahnfahren. Die Schiene verspielt so ihren klimabilanziellen Vorsprung gegenüber anderen Verkehrsträgern.
S21 steht da für viele solcher Projekte bundesweit. Und bei S21 geht es nicht um 2 x 8,2 km wie beim Lobau-Tunnel, sondern um die schon gebauten knapp 60 km. Weil die an allen Ecken und Enden nicht funktionieren, sollen jetzt weitere 47 km Tunnel dazu gebaut werden - die das Projekt aber auch nicht retten werden. Wir nennen das "S21 Zwo". Das alles ist verhinderbar und es gibt klimagerechte Alternativen. Aber dazu vielleicht ein andermal.
Ein Wort zum Schluss noch zu den Grünen. Die Erfahrungen, die ihr und wir in Lützerath mit dem faulen Kohlekompromiss unter grüner Regie gemacht haben, war für S21-Gegner*innen ein Déjà-vu!
Wenn die grüne Klimaministerin in NRW sagt, Lützerath müsse wegen der Energiesicherheit (wessen eigentlich?) abgebaggert werden, dann ist das der gleiche Machtopportunismus, den wir bei S21 von Kretschmann, Herrmann, Fritz Kuhn und Pätzold seit Jahren kennen und was Luisa Neubauer im Spiegelinterview kürzlich „das Verkleiden des Schlechten als glorreich“ nannte.
In diesem Sinne:
„Kohle bleibt unten, Bahnhof bleibt oben und Autobahnpläne bleiben Makulatur!“
Werner.sauerborn@t-online.de, twitter: @WernerBorn_ | publish | 2023-02-03 17:35:10 | admin | ||
| Werners Rundmail vom 19.01.2023 | werners-rundmail-vom-19-01-2023 | publish | 2023-01-20 10:45:30 | admin | |||
| Stuttgart21-Gegner*innen solidarisch mit Lützerath | pm-stuttgart21-gegnerinnen-solidarisch-mit-luetzerath | (hier als pdf-Datei)
Mit Unverständnis und Entsetzen reagieren auch die Gegner*innen von Stuttgart21 auf den Versuch von RWE und Politik, mit Lützerath ein starkes Symbol des Widerstands gegen die Klimakrise zu brechen. RWE und Politik setzen damit den ”highway to climate hell” fort, den UN-Generalsekretär Guterres angesichts der weltweit ungebrochen steigenden CO2-Werte geißelte.
Als Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung ruft das Aktionsbündnis auf, den friedlichen Widerstand gegen die Räumung von Lützerath und die damit beabsichtigte Fortsetzung des Braunkohleabbaus und der Kohleverstromung zu unterstützen. Motto: „Kohle bleibt unten, Bahnhof bleibt oben!“
Die Klimabewegung macht im Konflikt um Lützerath dieselbe Erfahrung mit Grüner Regierungspolitik wie die Bewegung gegen Stuttgart21 seit 10 Jahren: nämlich maßlose Enttäuschung. Von den Protesten gegen S21 mit großen Erwartungen in die Regierungen des Landes und der Stadt Stuttgart getragen, wandelten sich Grüne Regenten binnen kurzem zu Projektförderern. Und das selbst jetzt, wo mit weiteren 47 km Tunneln versucht wird, das planerisch längst gescheiterte Projekt um den Preis weiterer hoher Klimaschäden zu retten.
Wir fordern die Bundesregierung und die NRW-Landesregierung, insbesondere die Grünen Klima- bzw. Umweltminister*innen dort, auf, aus der Eskalationsspirale in Lützerath auszusteigen. Lützerath darf nicht zu einem Symbol des Weiterso sondern muss zu einem Symbol des radikalen Bruchs mit dem Fossilismus werden.
Stuttgart21-Gegner*innen mobilisieren auf den Montagsdemos und in den sozialen Medien für die Teilnahme an der Großdemonstration am Samstag, den 14.1. um 12h in Lützerath. Die Anreise erfolgt mit Bussen, per Bahn (Gruppentickets), individuell und per Mitfahrgelegenheiten. Viele Stuttgart21-Gegner*innen beteiligen sich schon jetzt an den Protesten und werden am 14.1. in Lützerath friedlich präsent und sichtbar sein.
Die konkrete Reiseorganisation ab Stuttgart liegt. v.a. in den Händen von
Fridays for future:
Busreisen https://tickets.stuttgartforfuture.de/fff/luetzi-1401/
Abfahrt 14.1., 6h Karlsplatz,
Mitfahrbörse https://fffutu.re/luetzi-mitfahr-bw
und der BUND-Jugend:
Bus: https://bw.bundjugend.de/luetzi-bleibt/ Abfahrt 14.1. 5h Schlossplatz
Kontakt:
Martin Poguntke: 0151 403 602 56, Werner Sauerborn: 0171 320 980 1 | publish | 2023-01-11 19:55:45 | admin |





Mit Unverständnis und Entsetzen reagieren auch die Gegner*innen von Stuttgart21 auf den Versuch von RWE und Politik, mit Lützerath ein starkes Symbol des Widerstands gegen die Klimakrise zu brechen. RWE und Politik setzen damit den ”highway to climate hell” fort, den UN-Generalsekretär Guterres angesichts der weltweit ungebrochen steigenden CO2-Werte geißelte.
Als Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung ruft das Aktionsbündnis auf, den friedlichen Widerstand gegen die Räumung von Lützerath und die damit beabsichtigte Fortsetzung des Braunkohleabbaus und der Kohleverstromung zu unterstützen. Motto: „Kohle bleibt unten, Bahnhof bleibt oben!“
Die Klimabewegung macht im Konflikt um Lützerath dieselbe Erfahrung mit Grüner Regierungspolitik wie die Bewegung gegen Stuttgart21 seit 10 Jahren: nämlich maßlose Enttäuschung. Von den Protesten gegen S21 mit großen Erwartungen in die Regierungen des Landes und der Stadt Stuttgart getragen, wandelten sich Grüne Regenten binnen kurzem zu Projektförderern. Und das selbst jetzt, wo mit weiteren 47 km Tunneln versucht wird, das planerisch längst gescheiterte Projekt um den Preis weiterer hoher Klimaschäden zu retten.
Wir fordern die Bundesregierung und die NRW-Landesregierung, insbesondere die Grünen Klima- bzw. Umweltminister*innen dort, auf, aus der Eskalationsspirale in Lützerath auszusteigen. Lützerath darf nicht zu einem Symbol des Weiterso sondern muss zu einem Symbol des radikalen Bruchs mit dem Fossilismus werden.
Stuttgart21-Gegner*innen mobilisieren auf den Montagsdemos und in den sozialen Medien für die Teilnahme an der Großdemonstration am Samstag, den 14.1. um 12h in Lützerath. Die Anreise erfolgt mit Bussen, per Bahn (Gruppentickets), individuell und per Mitfahrgelegenheiten. Viele Stuttgart21-Gegner*innen beteiligen sich schon jetzt an den Protesten und werden am 14.1. in Lützerath friedlich präsent und sichtbar sein.
Die konkrete