Städte sind künftig besonders von Extremhitzetagen und -nächten bedroht — Stuttgart mit seiner Kessellage besonders. Dennoch soll mitten in die Frischluftschneise auf dem derzeitigen Gleisvorfeld ein neuer Stadtteil (Rosenstein) gebaut werden, der die Abkühlung der Stadt massiv behindern würde.
Die Luftströmung entlang des Nesenbachtals ist der einzige Weg, verschmutzte und im Sommer erhitzte Luft aus der City ins Neckartal abzuleiten und Frischluft dem Stadtkessel zuzuführen. Fachgutachten der Stadt: Bei einer Bebauung bis 21 Meter und Hochpunkten bis 30 Meter würden die Windgeschwindigkeiten um nahezu 40 % verringert. Nur 10 % Verringerung wurden intern für verantwortbar gehalten.
Der Stahl der Gleise hat eine viel höhere Wärmeleitfähigkeit als Stein und Beton. Wärmebildkameras zeigen: Nachts sind die Gleise die kühlste Fläche Stuttgarts. Deshalb kühlt sich die Luft über den Gleisen ab und zieht verbrauchte Luft aus der City hinter sich her. Die Gleise müssen erhalten bleiben.