„Die Gäubahn ist nicht tot – ihr Mörder wäre der Pfaffensteigtunnel!“ (Pressemitteilung von Pro Gäubahn)
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Pro Gäubahn fordert realistische Lösungen statt Tunnelträume
Das Landesbündnis schlägt ein dreistufiges Maßnahmenpaket vor, um die Verbindung zu stabilisieren und zukunftsfähig zu machen:
publish2025-11-03 15:35:52
Pro Gäubahn Landesbündnis: „Die Gäubahn ist nicht tot – ihr Mörder wäre der Pfaffensteigtunnel!“
Das Landesbündnis Pro Gäubahn warnt eindringlich vor den gravierenden Folgen des geplanten Pfaffensteigtunnels für die internationale Bahnverbindung Stuttgart–Zürich–Mailand. Statt die Gäubahn zu stärken, droht der milliardenteure Tunnel das Aus für eine der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Achsen im Schienenverkehr einzuläuten. Eine internationale Magistrale in der Krise Die Gäubahn, einst durchgehend zweigleisig und leistungsfähig, ist heute auf weiten Strecken eingleisig, störanfällig und überlastet. Seit dem Verkauf der bewährten KISS-Züge im Jahr 2024 kommt es auf der Strecke zwischen Stuttgart und Zürich regelmäßig zu massiven Verspätungen. Die Folge: Der Schweizer Taktfahrplan gerät aus dem Rhythmus – und ab Dezember 2025 soll nur noch jeder zweite Zug über die Grenze fahren dürfen. Für Fahrgäste bedeutet das häufiges Umsteigen in Singen und verpasste Anschlüsse.
Pro Gäubahn fordert realistische Lösungen statt Tunnelträume
Das Landesbündnis schlägt ein dreistufiges Maßnahmenpaket vor, um die Verbindung zu stabilisieren und zukunftsfähig zu machen:
- Kurzfristig: Anpassung des Fahrplans als Notmaßnahme, damit die derzeit eingesetzten Doppelstock-ICs wieder pünktlich ankommen.
- Mittelfristig: Beschaffung moderner, leistungsfähiger und komfortabler Züge, die den bisherigen Fahrplan zuverlässig einhalten oder sogar wieder an die deutlich attraktiveren Reisezeiten der späten 1990er Jahre anschließen zu können.
- Langfristig: Zweigleisiger Ausbau der Gäubahn und Erhalt eines Kombibahnhofs in Stuttgart – also die Beibehaltung des oberirdischen Kopfbahnhofs zusätzlich zum Tiefbahnhof. Nur so kann ein stabiler Betrieb gewährleistet werden, zumal die Gäubahn derzeit keine Zufahrt zum Tiefbahnhof besitzt. Eine Stilllegung des Kopfbahnhofs wäre nach aktuellem Rechtsstand sogar unzulässig.
- Unterbrechungen in Vaihingen, wo nur noch die S-Bahn zum Hauptbahnhof fährt,
- Busersatzverkehr in Böblingen,
- und der mögliche Abbruch der Verbindung in Singen, wenn verspätete Züge aus Deutschland in der Schweiz nicht mehr akzeptiert werden.