2023-04-18 AB-Protokoll
2023-04-18-ab-protokoll
(hier als pdf-Datei)
Protokoll der Sitzung am 18. April 2023, 17h bis 19h Uhr im Forum 3
anwesend:
ArchitektInnen für K21: Norbert
Bündnis Rems-Murr für Kopfbahnhof Stuttgart: Ernst Bürgerbahn - Denkfabrik - entschuldigt
Eisenbahnerstammtisch: Jenö (entschuldigt)
GewerkschafterInnen gegen S21: Werner
Linke: –
Mahnwache: Peter
Stadtteilgruppen: Doris und Heidi
Schutzgemeinschaft Filder: Steffen und Frank (beide entschuldigt)
SÖS: Reinhard (entschuldigt)
SPD-Mitglieder gegen S21: Hermann
Netzwerke 21: –
TheologInnen gegen S21: Martin
Unternehmer*innen gegen S21: -
VCD: Markus
Juristen: Dieter
Ziviler Ungehorsam: Gisela
Website: - Social Media: - Protokoll: Werner
Gast: Ulli für Ingenieure22 Moderation: Markus
1. Eröffnung
Protokoll vom 7.2.: Reinhard hat eine überarbeitete Version verschickt. Schreibweise „rail blog“ war einziger Hinweis. Ergänzungen TO rot. Nachträgliches kursiv
0.1 Bericht aus dem S21-Ausschuss Werner, ergänzt von Dieter und Peter, berichten empört vom Verlauf der S21-Ausschusssitzung, von der sie gerade kamen. Thema Rosensteinbebauung. Herr Kapp, Leiter der Stadtklimatologie, berichtete in Beantwortung einer vom Aktionsbündnis angeregten Anfrage der FrAKTION seriös zur Nullvariante (keine Bebauung), die sogar noch optimierbar ist. Jede Bebauung stelle eine Beeinträchtigung des Klimas dar, im Areal selbst und in der Stadt. Deutlich kritisch beschrieb er die Nachteile noch intensiverer Bebauung, wie sie von den alten S21-Parteien (incl. SPD) in einem Antrag gefordert wurde. In einer emotionalen Rede griff Hannes die Klimaignoranz der S21-Parteien angesichts der fast täglichen Nachrichten und Forschungserkenntnisse zur Verschärfung der Erderhitzung an, die in Städten ohnehin über dem Durchschnitt liege und in Stuttgart in absehbarer Zeit um vier Grad ansteigen werde, wodurch die Stadt ihr Ziel, 2035 klimaneutral zu werden konterkariere. Alle Ressourcen gingen in die verfehlte Bebauung des Rosensteins, während Personal für klimagerechte Entwicklungen im Rest der Stadt fehle, wo sich langsam die generelle Frage der Bewohnbarkeit stellen werde. Er forderte den Ausstieg aus der Rosensteinbebauung.
Auch empört reagierte die Vertreterin der Grünen, die sich allerdings nicht gegen die Bebauung, sondern nur gegen den Antrag der S21-Parteien wandte, im übrigen Hannes positiv zitierte. So auch der Vertreter von Puls, der allerdings sinngemäß meinte, S21 und die Bebauung seien Fehler, den man jetzt machen müsse.
Es solle mit Hannes überlegt werden, wie das Thema massiv kommuniziert werden könne, z.B. durch ein Video in Anlehnung an seinen Redebeitrag oder eine Rathausveranstaltung und Kooperationen mit den ziemlich stummen Fridays.
2. Diskussion: 2.1. Streckensperrungs-Demo
Input Werner: - Bündnis Streckensperrungen: läuft weiter unter Hochdruck und solidarisch unter Martins Moderation. Großer Arbeitsanteil des AB, aber auch gute Arbeitsteilung mit den anderen Verbündeten, die sich, wenn auch mit bescheidenem Erfolg, auch um Mobilisierung bemüht haben.
- Bündnis-Dilemma: Es ging immer um eine Gratwanderung, bei der die S21-Gegner*innen mobilisiert werden sollten, weil es ja um den S21-Kontext geht, andererseits neue Bündnispartner*innen gewonnen und gehalten werden sollten, die nicht unbedingt oder gar nicht gegen S21 votieren. Dies mag an beiden Enden zu „Zurückhaltungen“ geführt haben. Es dürfe aber nicht die Perspektive aufgegeben werden, aus dem Ghetto des „harten Kerns“ herauszukommen und anschlussfähig zu bleiben ohne Positionen aufzugeben.
- Kundgebung: Es wurde bewusst das Konzept verfolgt, die unterschiedlichen Betroffenheiten und politischen Perspektiven zu Wort kommen zu lassen. Es gab daher keinen „Star“ auf der Bühne, was vielleicht die Mobilisierung begrenzt habe. Die Teilnahme (Angaben zwischen 400 und 800) war unter den Erwartungen aber angesichts der kurzen Mobilisierungszeit gut. Wetter hat geholfen.
- Demozug: krankte an fehlender Musik. Allein Edgar Bayer trommelte mutig hinter dem Banner. Warum es trotz Bemühungen an Unterstützung fehlte: unklar. Enttäuschend, dass Friday zwar eine Redner*in stellten, aber ansonsten nicht sichtbar waren. - Kooperation AföO und Polizei: kooperativ und freundlich. Anmeldung ohne Änderungen angenommen. - Flyer: Bei den 15 000 Karten-Flyern war nicht alles schnell genug am richtigen Ort. Menge eher zu knapp. Bei den 5000 A4-Flyern war die Menge eher zu groß. Aber insgesamt gut geschätzt.
- Medienresonanz: am Ende nicht schlecht. Besonders aktiv WKZ in Waiblingen, StZ/N in Stuttgart: erst nach der Demo guter Bericht. Berichtet haben auch dpa, Stern, SWR (Interview Martin) und diverse Lokalzeitungen.
- Finanzen: Ausgaben ca. 2700€ Spendeneinnahmen 1000€ (das waren nur die PS-Büchsen. Alles zusammen 1537€). Weitere Belastungen des Aktionsbündnisses nicht zu erwarten.
- Wie weiter? Es gab Selbstkritik innerhalb des Streckensperrungsbündnisses, aber vor allem Entschlossenheit, die Arbeit und Mobilisierung fortzusetzen. Nächste Zoom Schalte am 19.4. (Analoges Bilanztreffen in Waiblingen am 9.Mai)
Weiteres: Flyer-Verteilen beim Tag der Offenen Baustelle - sehr mühsam. Viele Doofe. Gut dagegen in S-Bahnen, wo die Leute entspannt sind und Gruppenansprachen möglich sind. Herdentrieb: wenn der/die erste (k)ein Flugblatt nimmt, dann die Nachfolgenden ebenso. Die RadDemo mit politischen Zwischenstopps hat sehr gut geklappt (und Mobilisierungsziel von 100 fast erreicht). Lautsprecheranlage wurde teils als zu laut empfunden. Problem am Hbf: „schlauchförmige“ Beschallung.
3.1. Gäubahn-Podiumsdiskussion mit B. Waibel – Stand der Vorbereitungen
Es gibt Irritationen, weil eine Gruppe in Rottweil, entstanden aus einer Vorführung des Gietinger-Films, bereits eine Veranstaltung in Rottweil konkret geplant und festgelegt hat, wobei unsere Planungen einer größeren Veranstaltung mit Benedict Waibel, einem namhaften Kommunalpolitiker und Brigitte Lösch (Moderation) nicht berücksichtigt wurden, vermutlich weil schlecht kommuniziert. Die Prognose ist, dass die von den Rottweiler mit Wolfgang Grohe und Roland Morlock geplante Veranstaltung vermutlich ohne den Rottweiler OB ein lokales Ereignis sein wird und also eher ein Vorlauf für die von uns angedachte Veranstaltung. Abwarten.
3.2. Sondersitzung DB-Aufsichtsrat Ende April
Es geht um das geplante Vergütungssystem für DB-Vorstände. Kräftemäßig trauen wir uns keine erneute Gruppenreise nach Berlin zu. Eine PM wäre gut. Wenn Berlin-Reisende finanzielle Überraschungen erleben, sollte AB unterstützen. Überfällig: Kontakt zu Steffen Gelbhaar weiterverfolgen.
3.3. Alternativer Geschäftsbericht und überarbeitete taz-Beilage – Kostenanteil AB
Tom hat unabhängig von uns 2000 Beilagen bestellt. Ernst nochmal 1500. Sie können kostenlos verbreitet werden. Ernst hat 100 Alternative Geschäftsberichte bestellt. Winnie gibt Spendenorientierung 10€ an. Das Teil ist sehr „wertig“ und professionell gemacht und kann langfristig angeboten werden. Kontrovers wird beraten, ob der Preis prohibitiv ist und nicht besser 5€ verlangt werden sollten, was auch nicht über dem mutmaßlichen Einstandspreis läge. Entscheidung vertagt bis Näheres zu den Kosten bekannt ist.
3.4. Tag der offenen Baustelle
Peter berichtet. Wie immer versucht die Bahn mit technisch Imposantem zu punkten, ihre Vertreter*innen sind jedoch nicht in der Lage, auf die grundsätzlichen Probleme zu Brandschutz, Filstalbrücke etc. seriöse Antworten zu geben. Peter wurde gehindert/angemacht als er offensichtliche (Rost)-Schäden an den Kelchstützen fotografierte. Allgemeiner Eindruck: die Halle wirkt viel dunkler und beengter als in den animierten Darstellungen.
4.1. Homepage: neues Impressum
Werner ist bereit, mit seiner Adresse als Impressum des AB zu firmieren, nachdem dies Norbert abgeben wollte.
5. Diskussion um Bahnreform II (Positionen „Bahn für alle“/EVG – Bürgerbahn-Denkfabrik)
vertagt
publish2023-05-02 18:46:45