Wie weiter nach Corona?
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Werners Rundmail vom 11. Mai 2020
(hier als pdf-Datei)
Liebe Freundinnen und Freunde,
Corona von morgens bis abends. Die Pandemie wirbelt die Gesellschaft durcheinander, Vieles steht auf dem Kopf. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken. Während die einen noch darüber streiten, ob diese oder jene Maßnahme angemessen ist und ob und um wie viel schlimmer Corona als eine Grippewelle ist, stehen andre längst in den Startlöchern für die große Auseinandersetzung über die Frage, wie es weiter gehen soll, welchen Schultern die riesigen privaten und öffentlichen Schulden und Lasten aufgebürdet werden.
Dass die Klimafrage nicht hintan gestellt werden dürfe, weil sie die viel größere Bedrohung ist, scheint noch die vorherrschende Meinung in Politik und Öffentlichkeit zu sein. Je bedrohlicher die unmittelbaren sozialen und wirtschaftlichen Folgen werden, desto mehr Einfluss gewinnt die restaurative Antwort: Erstmal alles wieder so hochfahren wie es vorher war. Dann kann man immer noch über Klima- und Gerechtigkeitsfragen reden. Für diese restaurative Variante steht die Forderung der Autoindustrie und der Autoindustrieländer, Absatzförderungen auch für Verbrenner-Autos fordern. Zum Teil dieser unheiligen Allianz hat sich auch der grüne Ministerpräsident Kretschmann gemacht (s.u.).
Wo die Gesellschaft sich an die große Inventur macht, muss auch die Sinnhaftigkeit großer Infrastrukturprojekte auf die Tagesordnung, allen voran das sinnloseste von allen: Stuttgart 21.
Was kann, was muss, was wird sich angesichts veränderter Rahmenbedingungen bei Stuttgart 21 ändern?
Wenn die ganze Partei anders denkt als Kretschmann, dann ist dieses vereinzelte Tweetlein aber keine Referenz für innerparteiliche Transparenz und Demokratie.
Wo sich der BUND bei S21 mit geschaffenen Fakten abfindet, wie absurd und antiökologisch sie auch immer sein mögen, zeigt Resch klare Kante:
„Die Bahn fordert zehn Milliarden und die Bahn braucht auch in den nächsten Jahren nicht nur Geld, sondern sehr viel mehr Planung und Umsetzung der Verkehrswende. Die Schienenstrecken sind am Limit, auf den Straßen gibt es immer noch viel zu viel Platz, und deswegen findet das Wachstum viel zu sehr auf der Straße statt. Stuttgart 21 würde diese Reduzierung des Bahnverkehrs durch diese sehr verringerten Kapazitäten des Tiefbahnhofs auch weiter zementieren und unmöglich machen, dass wir Güterverkehre, dass wir auch ausgebaute Bahnverkehre bekommen. Deswegen auch mein Appell in Sachen Stuttgart 21: verwenden sie das Geld, liebe Bahn-Verantwortliche, liebe Politiker, für die Modernisierung des Kopfbahnhofes. Wir brauchen in Stuttgart erweiterte Bahnkapazitäten und deswegen mein Appell an alle: oben bleiben und alles moderner machen! (alles 511. MoDemo)
Lesenswert auch „Die Autoindustrie regiert durch“, Dietrich Heißenbüttel interviewt Jürgen Resch in Kontext: www.kontextwochenzeitung.de/politik/475/die-autoindustrie-regiert-durch-6712.html
Radler*innen gegen S21 für Mitstreiter*innen ohne Internet
Nicht zusammen sein, aber zusammenhalten!
Corona legt manche Spaltungslinien offen. Viele verstärkt die Pandemie auch. Die Bürgerbewegung hat ziemlich schnell und erfolgreich auf digitale Kommunikation umgestellt. Klasse: „Obenbleiben-TV“, die montäglichen Demos im Netz. Auch das Aktionsbündnis, dessen AGs, die Ing22 und viele Gruppen arbeiten weiter in Telefon- oder Videokonferenzen.
Aber ein Teil der Bürgerbewegung hatte oder wollte schon immer keinen Netzzugang. Auch wird nicht jeder PC oder jedes Handy aktiv genutzt. Informationen über S21, geschweige denn über die Bewegung gegen das Projekt in den Stuttgarter Zeitungen: Fehlanzeige. So droht ein Teil der Bewegung informationsmäßig abgehängt zu werden.
Dem will die Initiative „Radkuriere gegen S21“ entgegen wirken. Etwa einmal pro Woche wollen sie Interessierte mit den wichtigsten Infos per Briefkastenzustellung versorgen.
Aber wie Interessierte erreichen? Es gibt keine Mitgliederlisten der Bürgerbewegung und per Mail geht eben auch nicht. Aber es gibt Telefon und es gibt soziale Kontakte, die in Coronazeiten sowieso unter Wahrung der Regeln gepflegt werden sollten.
Interessierte können sich direkt oder indirekt an Reinhard König wenden, der die Listen führt und die Zustellbezirke einteilt: reinhard.koenig@onlinehome.de oder 0152 – 364 504 14.
Man kann auch den Zustellwunsch unter Angabe von Namen und Zustelladresse des Interessierten in den Briefkasten an der Mahnwache schicken oder einwerfen:
Mahnwache gehen Stuttgart 21, Arnulf-Klett-Platz, 70173 Stuttgart
Das gilt auch für Interessierte außerhalb Stuttgart, die per Postzustellung versorgt würden.
Oben-Bleiben-Masken
Aus der Not die Tugend
Masken und Maskenpflicht werden uns noch eine Zeitlang begleiten. Je mehr „Lockerungen“, desto mehr individuelle Schutzmaßnahmen. Weg vom Klinik –Weiß, werden die Masken bunter, kreativer, fast Teil des outfits. Die Sorge, mit politischen Statements, die Corona-Krise zu instrumentalisieren ist verflogen.
Das auf einer MoDemo vorgestellte Modell findet so reißenden Absatz, dass Tanja Schnäbele, die die Teile in maschinengestützter Handarbeit fertigt, kaum nach kommt. Das Demoteam hat die Orga übernommen, die Radler:innen gegen S21 liefern aus.
Bekannter Stuttgarter Kommunalpolitiker mit Oben-bleiben-Maske
Die Nachfrage ist so groß, dass es Wartezeiten gibt. Bestellungen mit Angabe der Lieferadresse bitte an demoteam@unser-park.de richten und parallel auf das Konto des Demoteams (das ist sozusagen der digitale Ersatz für die Sammeldosen auf den MoDemos) spenden:
Konto: Umkehrbar e.V. , IBAN: DE02 4306 0967 7020 6274 00,
BIC: GENODEM1GLS, Kennwort: Obenbleiber-Maske
Zitat der Woche
„Ich fahre hinaus zum Cannstatter Wasen, auf dem in diesem Jahr kein Volksfest stattfinden wird. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rathaus hat mitgeteilt, die Absage der Dirndl- und Lederhosen-Operette treffe "das Lebensgefühl unserer Stadt". Schlimmer kann es nicht kommen.“
Joe Bauer in: www.kontextwochenzeitung.de/kolumne/475/kreuz-und-quer-6719.html
Noch ein Zitat der Woche
„Fliegen ist nicht klimaneutral: je mehr der Airport investiert, desto höher der Schaden“, so Christoph Ozasek /LINKE. Er und Hannes Rockenbauch (SÖS) forderten den Gewinn des Flughafens für die SSB zu verwenden. „Für uns als Fraktion gibt es das Fliegen in 15 Jahren so nicht mehr“... Man könne den Airport abwickeln.
Aus StZ vom 9. Mai 2020
& viele Grüße von Werner
(1) Eisenbahn-Bundesamt, Zentralstelle Bonn, z.Hd. Herrn Hörster + Außenstelle Stuttgart - Vorsitzender Verkehrsausschuss des Bundestages Cem Özdemir + Mathias Gastl - Mitglied Verkehrsausschuss des Bundestages Frau Sabine Leidig - Bundesverkehrsministerium / Herrn Andreas Scheuer - Ministerium für Verkehr / z.Hd. Herrn Minister Winfried Hermann - Minister Inneres , Digitalisierung und Migration z.Hd. Herrn Thomas Strobl - Regierungspräsidium Stuttgart / z. Hd. Frau Bühler, Herren Trippen, Januschek, Lang - Branddirektion Stuttgart / z.Hd. Herrn Dr. Belge und Herrn Heber - DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH z. Hd. Herrn Dr. Leger
publish2020-05-11 14:10:36- Milliarden für S21 immer unverantwortlicher
- S21 gegen die Wohnungsnot?
- Bahnhofsverkleinerung weiter unsinnig
- S21-Flughafenbahnhof – absurder denn je
512. Montagsdemo am 11. Mai
wieder im Netz unter:
https://tinyurl.com/yx2etbs9
Start um und ab 18h mit …- -Phys. Wolfgang Kuebart, Ingenieure22: "Bahn baut Todestunnel", Ergebnisse einer Analyse nach Einsicht in die von der Bahn geheim gehaltene Brandschutzsimulation in einem S21-Tunnel (siehe unten)
- Prof. Dr. Wolfgang Däubler, Rechtswissenschaftler mit Schwerpunkt Deutsches und Europäisches Arbeitsrecht: "Arbeitsrecht und Infektionsschutz auf der S21-Baustelle" – nach Bekanntwerden des Coronaausbruchs bei türkischen Eisenbiegern in den S21-Tunneln
- Peter Grohmann, Kabarettist, Autor und Publizist, Widerstand mit Humor und Sarkasmus...
- Al & Jay, Gitarre und Gesang, Blues-Rock
- Sidar Carmann, Föderation Demokratischer Arbeitervereine e.V. (DIDF), Moderation
Wenn die ganze Partei anders denkt als Kretschmann, dann ist dieses vereinzelte Tweetlein aber keine Referenz für innerparteiliche Transparenz und Demokratie.
Wo sich der BUND bei S21 mit geschaffenen Fakten abfindet, wie absurd und antiökologisch sie auch immer sein mögen, zeigt Resch klare Kante:
„Die Bahn fordert zehn Milliarden und die Bahn braucht auch in den nächsten Jahren nicht nur Geld, sondern sehr viel mehr Planung und Umsetzung der Verkehrswende. Die Schienenstrecken sind am Limit, auf den Straßen gibt es immer noch viel zu viel Platz, und deswegen findet das Wachstum viel zu sehr auf der Straße statt. Stuttgart 21 würde diese Reduzierung des Bahnverkehrs durch diese sehr verringerten Kapazitäten des Tiefbahnhofs auch weiter zementieren und unmöglich machen, dass wir Güterverkehre, dass wir auch ausgebaute Bahnverkehre bekommen. Deswegen auch mein Appell in Sachen Stuttgart 21: verwenden sie das Geld, liebe Bahn-Verantwortliche, liebe Politiker, für die Modernisierung des Kopfbahnhofes. Wir brauchen in Stuttgart erweiterte Bahnkapazitäten und deswegen mein Appell an alle: oben bleiben und alles moderner machen! (alles 511. MoDemo)
Lesenswert auch „Die Autoindustrie regiert durch“, Dietrich Heißenbüttel interviewt Jürgen Resch in Kontext: www.kontextwochenzeitung.de/politik/475/die-autoindustrie-regiert-durch-6712.html
Radler*innen gegen S21 für Mitstreiter*innen ohne Internet
Nicht zusammen sein, aber zusammenhalten!
Corona legt manche Spaltungslinien offen. Viele verstärkt die Pandemie auch. Die Bürgerbewegung hat ziemlich schnell und erfolgreich auf digitale Kommunikation umgestellt. Klasse: „Obenbleiben-TV“, die montäglichen Demos im Netz. Auch das Aktionsbündnis, dessen AGs, die Ing22 und viele Gruppen arbeiten weiter in Telefon- oder Videokonferenzen.
Aber ein Teil der Bürgerbewegung hatte oder wollte schon immer keinen Netzzugang. Auch wird nicht jeder PC oder jedes Handy aktiv genutzt. Informationen über S21, geschweige denn über die Bewegung gegen das Projekt in den Stuttgarter Zeitungen: Fehlanzeige. So droht ein Teil der Bewegung informationsmäßig abgehängt zu werden.
Dem will die Initiative „Radkuriere gegen S21“ entgegen wirken. Etwa einmal pro Woche wollen sie Interessierte mit den wichtigsten Infos per Briefkastenzustellung versorgen.
Aber wie Interessierte erreichen? Es gibt keine Mitgliederlisten der Bürgerbewegung und per Mail geht eben auch nicht. Aber es gibt Telefon und es gibt soziale Kontakte, die in Coronazeiten sowieso unter Wahrung der Regeln gepflegt werden sollten.
Interessierte können sich direkt oder indirekt an Reinhard König wenden, der die Listen führt und die Zustellbezirke einteilt: reinhard.koenig@onlinehome.de oder 0152 – 364 504 14.
Man kann auch den Zustellwunsch unter Angabe von Namen und Zustelladresse des Interessierten in den Briefkasten an der Mahnwache schicken oder einwerfen:
Mahnwache gehen Stuttgart 21, Arnulf-Klett-Platz, 70173 Stuttgart
Das gilt auch für Interessierte außerhalb Stuttgart, die per Postzustellung versorgt würden.
Oben-Bleiben-Masken
Aus der Not die Tugend
Masken und Maskenpflicht werden uns noch eine Zeitlang begleiten. Je mehr „Lockerungen“, desto mehr individuelle Schutzmaßnahmen. Weg vom Klinik –Weiß, werden die Masken bunter, kreativer, fast Teil des outfits. Die Sorge, mit politischen Statements, die Corona-Krise zu instrumentalisieren ist verflogen.
Das auf einer MoDemo vorgestellte Modell findet so reißenden Absatz, dass Tanja Schnäbele, die die Teile in maschinengestützter Handarbeit fertigt, kaum nach kommt. Das Demoteam hat die Orga übernommen, die Radler:innen gegen S21 liefern aus.
Bekannter Stuttgarter Kommunalpolitiker mit Oben-bleiben-Maske
Die Nachfrage ist so groß, dass es Wartezeiten gibt. Bestellungen mit Angabe der Lieferadresse bitte an demoteam@unser-park.de richten und parallel auf das Konto des Demoteams (das ist sozusagen der digitale Ersatz für die Sammeldosen auf den MoDemos) spenden:
Konto: Umkehrbar e.V. , IBAN: DE02 4306 0967 7020 6274 00,
BIC: GENODEM1GLS, Kennwort: Obenbleiber-Maske
Zitat der Woche
„Ich fahre hinaus zum Cannstatter Wasen, auf dem in diesem Jahr kein Volksfest stattfinden wird. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rathaus hat mitgeteilt, die Absage der Dirndl- und Lederhosen-Operette treffe "das Lebensgefühl unserer Stadt". Schlimmer kann es nicht kommen.“
Joe Bauer in: www.kontextwochenzeitung.de/kolumne/475/kreuz-und-quer-6719.html
Noch ein Zitat der Woche
„Fliegen ist nicht klimaneutral: je mehr der Airport investiert, desto höher der Schaden“, so Christoph Ozasek /LINKE. Er und Hannes Rockenbauch (SÖS) forderten den Gewinn des Flughafens für die SSB zu verwenden. „Für uns als Fraktion gibt es das Fliegen in 15 Jahren so nicht mehr“... Man könne den Airport abwickeln.
Aus StZ vom 9. Mai 2020
& viele Grüße von Werner
(1) Eisenbahn-Bundesamt, Zentralstelle Bonn, z.Hd. Herrn Hörster + Außenstelle Stuttgart - Vorsitzender Verkehrsausschuss des Bundestages Cem Özdemir + Mathias Gastl - Mitglied Verkehrsausschuss des Bundestages Frau Sabine Leidig - Bundesverkehrsministerium / Herrn Andreas Scheuer - Ministerium für Verkehr / z.Hd. Herrn Minister Winfried Hermann - Minister Inneres , Digitalisierung und Migration z.Hd. Herrn Thomas Strobl - Regierungspräsidium Stuttgart / z. Hd. Frau Bühler, Herren Trippen, Januschek, Lang - Branddirektion Stuttgart / z.Hd. Herrn Dr. Belge und Herrn Heber - DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH z. Hd. Herrn Dr. Leger