(Pressemitteilung von Umkehrbar e.V. und begleitender Brief von Tom Adler)
(hier die Pressemitteilung als pdf-Datei)
Liebe Freund*innen des Kopfbahnhofs und der direkten Anbindung der Gäubahn ,
zurück aus Berlin von der Verleihung des Engagementpreises der DUH, freue ich mich unbändig: nach einem Publikumsvoting hat die Jury unsere Mitstreiterin Angelika Linckh mit diesem Preis ausgezeichnet!
Das ist mehr als eine Würdigung ihres hohen persönlichen Engagements. Es ist - wie Angelika sagt - eine Würdigung der langjährigen gemeinsamen Arbeit von uns allen für einen guten, zuverlässigen Bahnverkehr in der Fläche und eine Kllimabahn. Es ist der höchstdotierte Preis für Klima- und Umweltschutz, der in Deutschland verliehen wird. Darauf können wir stolz sein – und uns darüber freuen, dass das Preisgeld von Angelika aufgeteilt werden wird zwischen Robin Wood und unserer Bewegung für den Kopfbahnhof! Auch Dieter Reicherter, Sprecher des Aktionbündnis, war unter den ersten fünf , die in der der Kategorie „Umweltjurist des Jahres“ nominiert wurden. Diese große Wertschätzung unserer Bewegung berührt uns alle sehr – Danke DUH, Danke Jürgen Resch!
Anbei findet ihr die Pressemitteilung von Umkehrbar e.V., dem Trägerverein der Montagsdemo und der Mahnwache, sowie die sehr hörenswerte Laudatio von Luisa Neubauer: https://www.youtube.com/watch?v=2eIxSocpEXU
Und natürlich: den Flyer zur 800sten Montagsdemo am Montag, 30.3. zur Mobilisierung auf den Schlossplatz.
Und schon geht es am morgigen Montag, 16.3., Schlossplatz, 18:00 weiter mit der 798sten mit Musik von der ELF und
Jürgen Resch, Geschäftsführer der DUH. Er wird uns selber über die Preisverleihung der DUH informieren. Darüber hinaus hat er Nachrichten für uns zum Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg am kommenden Mittwoch in Sachen Gäubahn-Kappung.
Norbert Bongartz vom Aktionsbündnis wird in seinem Beitrag das Ende der Zumutungen für Bahnreisende fordern - sprich: „Weg mit den Fernwanderwegen! Direkten Zugang zu den Kopfbahnhofgleisen!“
Wir freuen uns auf euch!
Obenbleiber-Grüße aus Stuttgart,
Tom
publish2026-03-16 13:31:49Aktuelles Pressemitteilungen(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
Bild links: Angelika Linckh (vorn Mitte), Dieter Reicherter (hinten Mitte mit Brille)
Bild rechts: Angelika Linckh mit Laudatorin Luisa Neubauer und DUH-Co-Geschäftsführerin Barbara Metz, Bilder: DUH
Durch ihr Vorbild habe sie „auch anderen Mut gemacht und ganz konkret aufgezeigt, wie David gegen Goliath“ kämpfen kann – ein Hinweis, auf die Auseinandersetzung um den Weiterbau von Stuttgart21 mit weiteren Milliarden Mehrkosten und absurden weiteren über 40 Kilometern CO2-intensiven Tunnelbaus, getragen von einer großen Koalition von CDU, SPD und Grünen.
Ein weiteres Mal erfährt unser Protest Anerkennung durch die Aufnahme von Dieter Reicherter (ebenfalls Aktionsbündnissprecher) in die „Shortlist der Nominierten“ in der Kategorie „Umweltjurist*innen des Jahres“. Als ehemaliger Staatsanwalt und Vorsitzender Richter am Stuttgarter Landgericht „setzt er heute sein umfassendes juristisches Wissen gezielt dafür ein, Machtmissbrauch aufzudecken, Bürgerinnen und Bürger zu stärken und die Öffentlichkeit über Umweltschäden umfassend zu informieren,“ beschreibt ihn die Deutsche Umwelthilfe.
Das Aktionsbündnis gratuliert allen weiteren Nominierten und Preisträgerinnen und dankt der DUH und ihrem Geschäftsführer Jürgen Resch für die Ausrichtung des DUH-Umweltpreises und für die Dotierung des Preisgelds von 50 000€, die Angelika Linckh der Bürgerbewegung für den Erhalt des Kopfbahnhofs und gegen die Weiterführung des Projekts und zu einem kleineren Teil der Umweltinitiative Robin Wood zur Verfügung stellen will.
Info zu Preisverleihung und Auswahlverfahren: https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-verleiht-erstmals-buergerschafts-und-engagementpreis-druck-machen-fuer-die-um/
Kontakt: Martin Poguntke: 0151 403 602 56, Werner Sauerborn: 0171 320 98 01
publish2026-03-13 17:02:11Aktuelles PressemitteilungenAnerkennung eines langen und andauernden Kampfes David gegen Goliath
„Wir sind mächtig stolz, dass wenige Tage vor unserer 800. Montagsdemo mit Angelika Linckh eine der Unseren gestern Abend in Berlin Deutschlands höchstdotierter Umweltpreis für bürgerschaftliches Engagement verliehen wurde“, so Martin Poguntke, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart21“. Angelika Linckh, ist Preisträgerin in der Kategorie „Umweltheldin des Jahres“. Die Deutsche Umwelthilfe ehrt sie als engagierte Ärztin und Kämpferin „für Umwelt, Klima und Menschenrechte. Ob als Mitgründerin des Feministischen Frauengesundheitszentrums, auf der Straße für die Verkehrswende oder als prägende Stimme im Widerstand gegen Stuttgart 21 und für den Erhalt des Stuttgarter Kopfbahnhofs: Mit Hartnäckigkeit, Humor und Menschlichkeit lässt sich auch gegen übermächtige Interessen Druck für eine bessere Zukunft machen“
Bild links: Angelika Linckh (vorn Mitte), Dieter Reicherter (hinten Mitte mit Brille)
Bild rechts: Angelika Linckh mit Laudatorin Luisa Neubauer und DUH-Co-Geschäftsführerin Barbara Metz, Bilder: DUH
Durch ihr Vorbild habe sie „auch anderen Mut gemacht und ganz konkret aufgezeigt, wie David gegen Goliath“ kämpfen kann – ein Hinweis, auf die Auseinandersetzung um den Weiterbau von Stuttgart21 mit weiteren Milliarden Mehrkosten und absurden weiteren über 40 Kilometern CO2-intensiven Tunnelbaus, getragen von einer großen Koalition von CDU, SPD und Grünen.
Ein weiteres Mal erfährt unser Protest Anerkennung durch die Aufnahme von Dieter Reicherter (ebenfalls Aktionsbündnissprecher) in die „Shortlist der Nominierten“ in der Kategorie „Umweltjurist*innen des Jahres“. Als ehemaliger Staatsanwalt und Vorsitzender Richter am Stuttgarter Landgericht „setzt er heute sein umfassendes juristisches Wissen gezielt dafür ein, Machtmissbrauch aufzudecken, Bürgerinnen und Bürger zu stärken und die Öffentlichkeit über Umweltschäden umfassend zu informieren,“ beschreibt ihn die Deutsche Umwelthilfe.
Das Aktionsbündnis gratuliert allen weiteren Nominierten und Preisträgerinnen und dankt der DUH und ihrem Geschäftsführer Jürgen Resch für die Ausrichtung des DUH-Umweltpreises und für die Dotierung des Preisgelds von 50 000€, die Angelika Linckh der Bürgerbewegung für den Erhalt des Kopfbahnhofs und gegen die Weiterführung des Projekts und zu einem kleineren Teil der Umweltinitiative Robin Wood zur Verfügung stellen will.
Info zu Preisverleihung und Auswahlverfahren: https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-verleiht-erstmals-buergerschafts-und-engagementpreis-druck-machen-fuer-die-um/
Kontakt: Martin Poguntke: 0151 403 602 56, Werner Sauerborn: 0171 320 98 01(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
publish2026-03-06 11:22:21Aktuelles PressemitteilungenAfD fordert Untersuchungsausschuss zu Stuttgart21
S21-Politik ist Steilpass für die Anti-Demokraten
„Wer ein seit langem als unwirtschaftlich und verkehrlich kontraproduktiv erkanntes Projekt mit Lug und Trug bis zur Neige weitertreibt, fördert Demokratieverdrossenheit und darf sich nicht wundern, wenn ihm von Rechtspopulisten der Spiegel vorgehalten wird“, so Bündnissprecher Martin Poguntke zum Antrag der AfD-Bundestagsfraktion, einen Untersuchungsausschuss zu Stuttgart21 einzurichten. Ausgerechnet die AfD, die sich besonders für den Autobahnausbau, des Autofahrers Freiheit und für die Verteuerung des Deutschlandtickets (via „Kostendeckung“) ausspricht, entdeckt kurz vor den baden-württembergischen Landtagswahlen ihr Herz für die Schiene. Ziel scheint zu sein, das angestrengte Bemühen der S21- Parteien zu durchkreuzen, das Chaosprojekt trotz der jüngsten Hiobsbotschaften aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Zielscheibe des AfD-Antrags auf einen Untersuchungsausschuss dürften CDU, SPD, FDP und am Ende auch die Grünen sein, die genüsslich in 36 Fragen mit ihrer Verantwortung für das S21-Debakel konfrontiert werden. Das Aktionsbündnis fordert die demokratischen Parteien im Bundestag auf, jetzt aus eigenem Antrieb Gründe und Verantwortlichkeiten dieses völlig aus dem Ruder gelaufenen Projekts aufzuklären. „Es hat schon zu weniger relevanten Themen Untersuchungsausschüsse gegeben“, so Poguntke. Schon ein Viertel der Abgeordneten kann nach Art. 44 GG einen Untersuchungsausschuss durchsetzen, der dann die Beweisaufnahme sinngemäß wie in Strafprozessen durchführen kann, wobei Gerichte und Verwaltungsbehörden zur Rechts- und Amtshilfe verpflichtet sind. Einen Untersuchungsausschuss zu Stuttgart21 einzurichten ist also nicht nur ein urdemokratisches Recht, sondern angesichts des jahrelangen Politikversagens bei Stuttgart21 geradezu eine demokratische Pflicht des Parlaments, um dem Rechtpopulismus den selbst erzeugten Wind aus den Segeln zu nehmen. Ein entsprechender Untersuchungsauftrag müsste auch die Frage aufgreifen, ob die Bundesregierung ihren höchstrichterlich auferlegten Pflichten zum Klimaschutz bei der Genehmigung weiteren Tunnelbaus nachgekommen ist. Ein Aspekt, der die AfD nicht interessiert. Die gleichen Erwartungen, einen Untersuchungsausschuss zu etablieren, richten sich auch an den baden-württembergischen Landtag, in dem es bisher, anders als im Bundestag und im Stuttgarter Gemeinderat, an einer kritischen Stimme zu Stuttgart21 fehlt. Kontakt: Martin Poguntke: 0151 403 602 56, Werner Sauerborn: 0171 320 98 01Pro Gäubahn-Landesbündnis begrüßt Verschiebung der S21-Teilinbetriebnahme auf 2030 und fordert dauerhaften Kombibahnhofbetrieb
Das Pro Gäubahn-Landesbündnis begrüßt die am Freitag bekannt gewordene erneute Verschiebung der Teilinbetriebnahme von Stuttgart 21 auf Dezember 2030 ausdrücklich. „Damit ist nun auch die Gäubahn-Kappung für viele Jahre vom Tisch. Für die Fahrgäste und Anlieger der Gäubahn ist das eine wirklich gute und erfreuliche Nachricht, die aufatmen lässt“, so Katja Rommelspacher, Pro Gäubahn Tuttlingen. „Damit erweist sich die Unfähigkeit und Überforderung der Deutschen Bahn AG beim Bau von Stuttgart 21 erneut als Segen“, ist Hendrik Auhagen von Pro Gäubahn Konstanz überzeugt. Allerdings verschiebe sich die von der DB angedrohte mehrjährige Kappung der Gäubahn in Stuttgart-Vaihingen damit lediglich nach hinten. „Eine dauerhafte Lösung ist das noch nicht. Wir sollten nicht weiter auf die Inkompetenz der DB bei S21 vertrauen. Vielmehr ist jetzt eine echte Dauerlösung für die Gäubahn dringend nötig.“ Als Schlüssel hierfür sieht das Pro Gäubahn-Landesbündnis den im Rahmen der S21-Teilinbetriebnahme vorgesehenen Kombibahnhofbetrieb in Stuttgart. Dieser bietet die Chance, ausreichend Kapazitäten im Bahnknoten Stuttgart zu sichern, die Gäubahn-Kappung dauerhaft zu verhindern und zugleich das bewährte Notfallkonzept für die S-Bahn zu erhalten. Pro Gäubahn fordert daher Politik und DB dringend auf:- Den von der DB derzeit als Provisorium geplanten Kombibahnhof aus bestehendem oberirdischen Kopfbahnhof und neuem Tiefbahnhof in Stuttgart als Dauerlösung zu etablieren und alle Pläne zur Demontage der oberirdischen Gleisanlagen zu stoppen.
- Den Sanierungsstau beim Kopfbahnhof sowie bei der innerstädtischen Gäubahn (Panoramabahn) abzubauen und eine umfassende Modernisierungsoffensive für die Bahninfrastruktur rund um Stuttgart zu starten.
- Die Gäubahn dauerhaft über die Bestandsstrecke bis Stuttgart Hbf (oben) zu führen und den Bau des Pfaffensteigtunnels als unwirtschaftliche und unnötige Maßnahme zu stornieren.
- Die Gäubahn zwischen Horb und Tuttlingen endlich wieder vollständig zweigleisig auszubauen, um Pünktlichkeit, Kapazität und Leistungsfähigkeit im Personen- und Güterverkehr nachhaltig zu verbessern.
(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
publish2026-02-27 17:50:34Aktuelles PressemitteilungenStutgart 21 in freiem Fall
Jetzt innehalten und konstruktive Auswege diskutieren
„Auch wenn wir jetzt viele Wetten gewonnen haben, Häme über die neuesten Hiobsmeldungen zu Stuttgart21 sind in dieser fatalen Lage nicht unser Ding“, so Bündnissprecher Martin Poguntke. Allerdings könne das sture „Weiter so“ von Verkehrsminister Hermann, der das von ihm mitbetriebene Projekt in einem völlig chaotischen Zustand hinterlässt, keine Lösung sein. Hermann hatte nach Bekanntwerden der Hiobsmeldungen die altbekannte Losung ausgegeben „Das Land wird die Bahn konstruktiv begleiten und alles dafür tun, dass der Bahnhof fertiggestellt wird.“ „Stuttgart21 war von vornherein eine Fehlkonstruktion, deren Widersprüche jetzt einer nach dem anderen aufpoppen“, so Poguntke weiter. Hektisch sollen nun der völlig unzureichende Brandschutz irgendwie gerettet sowie fehlerhaft und falsch verbaute technische Anlagen ausgebaut werden. Als grandiose Fehlentscheidung erweist sich jetzt, ausgerechnet S21 zum Modell für die Einführung von ETCS zu machen. Auch hier wird der Schienenverkehr bundesweit zum Opfer von Stuttgart21. Mit der Unterstellung, die Gegner*innen forderten „einen Weg zurück“ blockiert Hermann die Suche nach Auswegen aus der fatalen Lage. Nachdem jetzt klar ist, dass der Kopfbahnhof auf unabsehbare Zeit, mindestens bis 2030, noch gebraucht wird, müssen unverzüglich alle Maßnahmen ergriffen werden, die Bahnreisende und Bürger*innen vor weiteren Zumutungen wie Schienenersatzverkehren, Fernwanderwegen, endlose Baustellen, schützen können. Kopfbahnhof und Gäubahnanschluss müssen für einen dauerhaften stabilen Betrieb stabilisiert und minimalinvasiv saniert werden. Auf keinen Fall dürfen die Fernwanderwege zu den Gleisen noch jahrelang aufoktroyiert bleiben. Stattdessen sollen direkte barrierefreie Zugänge über die S21-Querstege direkt zu den Kopfgleisen eingerichtet werden. Das Aktionsbündnis wird technische Lösungen dazu vorschlagen. Es fordert die sofortige Einstellung der Arbeiten an der Strecke Bad Cannstatt – Fellbach. Die Streckensperrungen müssen aufgehoben und der Schienenersatzverkehr beendet werden. In der jetzt völlig unübersichtlichen Lage dürfen keine weiteren Planungs- und Bauaufträge erteilt werden, vor allem nicht für den Pfaffensteigtunnel und die Bebauung des Gleisvorfelds – und das zumindest, bis Frau Palla wie angekündigt im Sommer ihre Bestandsaufnahme abgeschlossen hat und absehbar ist, ob und wie es weiter geht. Alles andere wäre weitere Geldverschwendung, zumal mit den letzten Kostensteigerungen immer noch hinterm Berg gehalten wird. In einem heute an die Spitzenkandidat*innen der Parteien gerichteten Mail fordert das Aktionsbündnis, im Wahlkampf nicht länger zu Stuttgart21, dem Elefanten im Wohnzimmer, zu schweigen, sondern Antworten zur Frage „Was jetzt“ zu geben. Hinweise: Die 786. Montagsdemo (2. März, 18h, Schlossplatz) wird den Protest gegen das fatalistische Weiter so der S21-Parteien zum Ausdruck bringen, vorgetragen insbesondere von dem Bahnexperten und Filmemacher Klaus Gietinger. Bündnissprecher Dieter Reicherter spricht am Dienstag 3. März in Kernen-Stetten zu der neuen Aktualität: 19 Uhr, Glockenkelter, Hindenburgstr. 43, „Bahn-Chaos + Chaos-Bahn – macht Stuttgart21 die S-Bahn kaputt? Kontakt: Dieter Reicherter 0151 263 711 31, Martin Poguntke: 0151 403602 56, Werner Sauerborn: 0171 320 9801(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
(Hier ein Bericht dazu in der Neuen Rottweiler Zeitung:
https://www.nrwz.de/nachrichten/protest-gegen-pfaffensteigtunnel-beim-cdu-parteitag-initiativen-sprechen-von-manipulation-550759.html
In der Stuttgarter Zeitung (Stand 18.2., abends) natürlich nichts.)
publish2026-02-17 18:04:20Aktuelles PressemitteilungenCDU Bundesparteitag Kein Pfaffensteigtunnel, der bundesweit wichtige Bahnprojekte kannibalisiert!
Am Rande des CDU-Parteitags rufen die Schutzgemeinschaft Filder (SGF), die Initiative „Pro Gäubahn“ und das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 zusammen mit weiteren Bahnfreund*innen und Umweltschützer*innen zum Protest gegen den Pfaffensteigtunnel auf. Eine Protestaktion zur Eröffnung des CDU-Parteitags findet statt um 10.00h am Freitag, dem 20.Februar, vor der Messehalle am Flughafen Stuttgart. Als klimaschonende und preiswerte Alternative zum Tunnel fordern sie den Erhalt der bestehenden Führung der Gäubahn über die Panoramastrecke in den Kopfbahnhof. Der Protest richtet sich vor allem gegen ein der Genehmigung zugrunde gelegtes manipuliertes Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV). Der für Güterverkehr gesperrte Tunnel wurde rechnerisch verknüpft mit dem 40 km entfernten für den Güterverkehr sehr nützlichen Gäubahnausbau Süd. So wurde durch Kombination des extrem niedrigen NKV des Tunnels von 0,27 mit dem sehr hohen NKV von 2,7 des Gäubahnausbaus das für die Finanzierung erforderliche Mindest-NKV des Pfaffensteigtunnels von 1,0 erlogen. Der Protest am Freitag richtet sich gegen die baden-württembergische CDU, der von Anfang an treibenden Kraft hinter diesem Tunnel. Dieter Reicherter für das Aktionsbündnis: „Mir ist unbegreiflich, wie sich die Bundes-CDU hier von ihrem baden-württembergischen Verband die Butter vom Brot nehmen lässt. Denn die hier vergeudeten Milliarden fehlen für die wirklich wichtigen Bahnprojekte bundesweit“. Frank Distel für die SGF: „In S21- typischer Manier werden auch hier die realistisch erwartbaren Kosten von 3 bis 3,5 Mrd. € auf erträglicher scheinende 1,96 Mrd.€ heruntermanipuliert“ Michael Leibrecht von der Initiative Pro Gäubahn ergänzt: „Wegen dieses sündhaft teuren Tunnels fehlt auch das Geld für den dringend erforderlichen zweigleisigen Ausbau der Gäubahn Süd. Da wird sich Tunnelbohrmaschinen-Herrenknecht sicher mit weiteren Großspenden an die CDU bedanken.“ Steffen Siegel, Vorsitzender der SGF: „Allein für die Baustelleneinrichtung dieses anachronistischen Tunnelprojekts werden unwiederbringlich ca. 20 Hektar landwirtschaftlich wertvollster Filderböden für immer, und eben nicht nur vorübergehend, wie behauptet, in ihrer Fruchtbarkeit, vernichtet“ Hinweis: In einem Schreiben hat Bündnissprecher Dieter Reicherter Kai Scheller, den Präsidenten des Bundesrechnungshofs, auf Lug und Trug im Genehmigungs- und Finanzierungsverfahren des Pfaffensteigtunnels hingewiesen: /media/imported/2026/02/Scheller-BRH-7.2.2026.pdf Kontakte: Michael Leibrecht 0176 845 787 49, Steffen Siegel 0162 692 51 86, Dieter Reicherter 0151 263 711 31Kein Grund zum Feiern – Baustart Pfaffensteigtunnel ist ein fatales Signal für die Gäubahn
Das Pro Gäubahn-Landesbündnis reagiert mit scharfer Kritik und Empörung auf den Beginn der vorbereitenden Bauarbeiten für den Pfaffensteigtunnel – einem weiteren Versuch, die gravierenden Planungsfehler von Stuttgart 21 notdürftig zu kaschieren. Statt die internationale Bahnverbindung zwischen Stuttgart, Singen, Zürich und Mailand zu stärken, setzen Deutsche Bahn, Bund und Politik erneut ein verkehrspolitisch falsches, ökonomisch unverantwortliches und klimapolitisch schädliches Signal.
Der Pfaffensteigtunnel ist und bleibt eine teure, unwirtschaftliche und verkehrlich sinnlose Fehlplanung, so das Pro Gäubahn Landesbündnis. Er löst kein einziges der strukturellen Probleme der Gäubahn und verschlechtert ihre Leistungsfähigkeit langfristig. Mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von unter 0,3 ist das Projekt ökonomisch nicht zu rechtfertigen und hätte nach allen anerkannten Bewertungsmaßstäben niemals genehmigt werden dürfen.
Besonders absurd ist: Die Deutsche Bahn hat bis heute keinen einzigen der Tunnel von Stuttgart 21 auch nur annähernd planmäßig fertigstellen können. Massive Kostensteigerungen, jahrelange Verzögerungen und technische Probleme sind dort längst die Regel. Anstatt diese selbst verschuldete Misere aufzuarbeiten, setzt die DB nun auf ein Ablenkungsmanöver – und will mit dem Pfaffensteigtunnel ausgerechnet den längsten Eisenbahntunnel Deutschlands oben drauf setzen. Ein weiteres Hochrisikoprojekt soll davon ablenken, dass Stuttgart 21 insgesamt außer Kontrolle geraten ist.
„Wir sehen diesen Baustart nicht als Fortschritt, sondern als verkehrspolitische Bankrotterklärung“, erklärt Hendrik Auhagen, Sprecher von Pro Gäubahn Konstanz. „Die Gäubahn wird damit faktisch von ihrer bewährten, leistungsfähigen Trasse abgehängt und in eine umständliche, störanfällige Sackgasse über Flughafen und Tiefbahnhof gezwungen – zulasten der Fahrgäste, der Zuverlässigkeit und des internationalen Schienenverkehrs.“
Das Landesbündnis kritisiert insbesondere:
publish2026-02-12 09:03:52Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen
Das Pro Gäubahn-Landesbündnis reagiert mit scharfer Kritik und Empörung auf den Beginn der vorbereitenden Bauarbeiten für den Pfaffensteigtunnel – einem weiteren Versuch, die gravierenden Planungsfehler von Stuttgart 21 notdürftig zu kaschieren. Statt die internationale Bahnverbindung zwischen Stuttgart, Singen, Zürich und Mailand zu stärken, setzen Deutsche Bahn, Bund und Politik erneut ein verkehrspolitisch falsches, ökonomisch unverantwortliches und klimapolitisch schädliches Signal.
Der Pfaffensteigtunnel ist und bleibt eine teure, unwirtschaftliche und verkehrlich sinnlose Fehlplanung, so das Pro Gäubahn Landesbündnis. Er löst kein einziges der strukturellen Probleme der Gäubahn und verschlechtert ihre Leistungsfähigkeit langfristig. Mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von unter 0,3 ist das Projekt ökonomisch nicht zu rechtfertigen und hätte nach allen anerkannten Bewertungsmaßstäben niemals genehmigt werden dürfen.
Besonders absurd ist: Die Deutsche Bahn hat bis heute keinen einzigen der Tunnel von Stuttgart 21 auch nur annähernd planmäßig fertigstellen können. Massive Kostensteigerungen, jahrelange Verzögerungen und technische Probleme sind dort längst die Regel. Anstatt diese selbst verschuldete Misere aufzuarbeiten, setzt die DB nun auf ein Ablenkungsmanöver – und will mit dem Pfaffensteigtunnel ausgerechnet den längsten Eisenbahntunnel Deutschlands oben drauf setzen. Ein weiteres Hochrisikoprojekt soll davon ablenken, dass Stuttgart 21 insgesamt außer Kontrolle geraten ist.
„Wir sehen diesen Baustart nicht als Fortschritt, sondern als verkehrspolitische Bankrotterklärung“, erklärt Hendrik Auhagen, Sprecher von Pro Gäubahn Konstanz. „Die Gäubahn wird damit faktisch von ihrer bewährten, leistungsfähigen Trasse abgehängt und in eine umständliche, störanfällige Sackgasse über Flughafen und Tiefbahnhof gezwungen – zulasten der Fahrgäste, der Zuverlässigkeit und des internationalen Schienenverkehrs.“
Das Landesbündnis kritisiert insbesondere:
- Verdrängung des echten Ausbaus: Der dringend notwendige zweigleisige Ausbau zwischen Horb und Tuttlingen wird weiter auf unbestimmte Zeit verschoben – mit gravierenden Folgen für Pünktlichkeit, Kapazität und Klimaschutz. • Milliardenverschwendung statt Verkehrswende: Öffentliche Gelder fließen in einen Tunnel ohne verkehrlichen Mehrwert, während sinnvolle und wirksame Investitionen in den Ausbau der Gäubahn systematisch blockiert werden. • Gefährdung der internationalen Verbindung: Die neue Streckenführung schwächt eine zentrale Nord-Süd-Achse des europäischen Bahnnetzes und gefährdet die Anbindung an den stabilen und verlässlichen Schweizer Taktfahrplan. • Steigendes Bau- und Betriebsrisiko: Nach den Erfahrungen mit den S-21-Tunneln drohen auch beim Pfaffensteigtunnel jahrelange Verzögerungen, Kostenexplosionen und dauerhafte Betriebsprobleme – auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.
- den Bau des Pfaffensteigtunnels unverzüglich zu stoppen,
- die vorgesehenen Mittel stattdessen in den zügigen und vollständigen zweigleisigen Ausbau der Gäubahn zu investieren,
- den Stuttgarter Kopfbahnhof dauerhaft als zentrale Anbindung der Gäubahn zu sichern und die geplante Kappung der Strecke endgültig zu unterlassen.
(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
Liebe Medienschaffende,
auf Hinweis von Frank Distel erhalten Sie hier noch eine kurze inhaltliche Ergänzung bzw. Klarstellung zu untenstehender Pressemitteilung:
Die Schutzgemeinschaft Filder beanstandet auf das Schärfste, dass es die Bahn durch einen haushaltsrechtlich unzulässigen Etikettenschwindel trotz des realiter sehr niedrigen Nutzen-Kosten-Faktors (NKF) von 0,27 - für den Tunnel allein - erreicht hat, dass der Bund den Pfaffensteigtunnel aus dem maroden Kernhaushalt aus Steuermitteln bezahlen muss.
(Die ausführliche Erklärung finden Sie in der Pressemitteilung unten)
Übrigens: Nach Ankündigung der Bahn wird mit dem Bau des Tunnels bereits jetzt im Februar 2026 auf Stuttgart-Plieninger Seite begonnen.
Vielen Dank für Beachtung.
Die Filder leben lassen!
Gabi Visintin
Liebe Medienschaffende,
die Schutzgemeinschaft Filder wird noch eine letzte Möglichkeit ausschöpfen, den total umstrittenen Pfaffensteigtunnel zwischen dem Flughafen Stuttgart und Böblingen zu verhindern.
Wir werden gegen den Planfeststellungsschluss für den Pfaffensteigtunnel klagen. Mit gewichtigen Gründen.
Untenstehend und angehängt finden Sie die Pressemitteilung der Schutzgemeinschaft Filder e.V. dazu.
Ansprechpartner der Schutzgemeinschaft Filder sind Frank Distel, stellvertretender Vorsitzender, sowie Steffen Siegel, Vorsitzender der SG Filder.
Die Filder leben lassen!
i.A. Gabi Visintin
Steffen Siegel
07158-5850
Frank Distel
0171-9597273
Filder, den 5.2.2026
Pressemitteilung der Schutzgemeinschaft Filder e.V.
Schutzgemeinschaft Filder reicht Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss Pfaffensteigtunnel ein
Die Schutzgemeinschaft Filder e.V. (SGF), anerkannter Umweltfachverband, hat in der Vorstandssitzung vom 29.01.2026 mit überwältigender Mehrheit von 9:1 Stimmen der Vorstandsmitglieder beschlossen, Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss Pfaffensteigtunnel beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig einzureichen. Sie kritisiert heftig, dass der Nutzen-Kosten-Faktor des Pfaffensteigtunnels bei nur 0,27 liegt. Auch das Argument der Bahn, mit dem Pfaffensteigtunnel den Deutschlandtakt zu ermöglichen, weist die SGF zurück.
Dazu Frank Distel, stellvertretender Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Filder (SGF): „Als Eisenbahnfachmann fehlt mir jegliches Verständnis für den leider genehmigten Bau dieses Tunnel-Irrsinns. Der bis zu 3,5 Milliarden teure Pfaffensteigtunnel nützt dem Deutschlandtakt, das Hauptargument der Bahn für den Bau, NICHTS. Im Gegenteil, er schadet insoweit sogar, weil durch den Fahrzeitgewinn die Gäubahnzüge gerade NICHT zu Taktzeiten am Tiefbahnhof ankommen. Aufgrund der Halbierung der Gleise im Tiefbahnhof - gegenüber 16 Gleisen im bisherigen Hauptbahnhof - kommen nämlich alle Züge im Tiefbahnhof gleichmäßig verteilt rund um die Uhr an! Dies und das „Nahverkehrsdreieck“ des Verkehrsministers von Baden-Württemberg, das viele Züge am Tiefbahnhof vorbeileitet, sowie die über 100 täglichen Doppelbelegungen der engen Bahnsteige machen im unterdimensionierten Tiefbahnhof jeglichen Taktfahrplan zunichte. Daran ändert auch die Digitalisierung des Bahnknotens nichts!“
Da die hochverschuldete Deutsche Bahn die 3,5 Milliarden Euro für den Pfaffensteigtunnel nicht aufbringen kann, soll der Bund aus seinem maroden Kernhaushalt die Kosten übernehmen. Hierfür wäre jedoch ein Nutzen-Kosten-Verhältnis des Tunnels von mindestens 1,0 erforderlich.
Frank Distel dazu: „Der Nutzen-Kosten-Faktor des Tunnels alleine beträgt laut Expertenprüfung nur 0,27 und liegt damit weit unter dem Zugangskriterium zum Bundesverkehrswegeplan. Dies erkennend, erklärte die Bahn manipulativ den Tunnel kurzerhand zum Nordabschnitt des zweigleisigen Ausbaus der Gäubahn südlich von Horb. Damit wird dem Tunnel indirekt der überragende Nutzen-Kosten-Faktor von 2,7 (!) des zweigleisigen Ausbaus zwischen Horb und Singen und zudem ein nie eintretender Nutzen aus dem Güterbahnbetrieb des Südabschnitts anteilig angedichtet. Das ist – wie schon bei der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm geschehen – ein ungeheuerliches Vorgehen! Dieser unzulässige Verstoß gegen die Bundeshaushalts-Ordnung führt nun zur Bevorzugung eines unwirtschaftlichen Tunnels mit der Folge, dass der weitaus vordringlichere, zweigleisige Ausbau der Gäubahn nach Süden aus schierer Haushaltsnot des Bundes noch jahrelang auf der Strecke bleiben wird!“
Die Schutzgemeinschaft ist aufgrund ihres satzungsgemäßen Auftrags zum Schutz der durch viele Baumaßnahmen immer knapper werdenden, wertvollen Filderböden, von der bahnbetrieblich unnötigen Maßnahme betroffen.
Dazu Steffen Siegel, Vorsitzender der SGF: „Der Tunnelanstich in Stuttgart-Plieningen mit Einführung der riesigen, tonnenschweren Tunnelvortriebsmaschinen und die Baustelleneinrichtungen zerstören die fruchtbare Bodenkrume auf Plieninger Markung. Der Landwirtschaft werden erneut dauerhaft rund 20 ha wertvollen Ackerlands entzogen. Die bagatellisierenden Aussagen der Bahn, es handle sich um „vorübergehende Beanspruchungen“ beweist – vom Landesbauernverband bestätigt – das Fehlen jeglicher Kenntnis über diese fruchtbaren Flächen.“
Sollte unsere Klage erfolglos bleiben, dann bliebe nur noch eine allerletzte Möglichkeit, einen unterdimensionierten, bei Sperrungen durch Schäden, z.B. an Tunnelabschnitten im Anhydrit, monatelang ohne Resilienz stillliegenden Bahnknoten Stuttgart, zu verhindern: nämlich den Kopfbahnhof und die Panoramastrecke der Gäubahn zu erhalten. Dabei würde auch die vollkommen indiskutable Unterbrechung der Gäubahn für womöglich bis zu 10 Jahren in Stuttgart-Vaihingen vermieden.
Frank Distel dazu: „Mit einer Stilllegung des Kopfbahnhofs und der Panoramastrecke muss deshalb zwingend abgewartet werden, bis dieser absurde Pfaffensteigtunnel in Betrieb geht. Dann – und erst dann! – wird im täglichen Betrieb mit ALLEN Zügen, also auch den Gäubahnen, schlüssig erkannt, dass der unterdimensionierte Tiefbahnhof selbst die heutige Zugabfertigung von 37 Zügen/h nicht bewältigt. Dies gilt erst recht bei Verdoppelung der Bahnnachfrage ab 2030. Man wird – leider erst nach Vergeudung von 3,5 Steuermilliarden – erkennen, dass der Bahnknoten Stuttgart nur mit dem Erhalt des gesamten Kopfbahnhofs für alle Züge und der Panoramastrecke für die Gäubahn die Anforderungen eines leistungsfähigen Bahnknotens erfüllen kann. Im Übrigen funktioniert auch nur dann der Deutschlandtakt".
Abschließend erklärt Frank Distel zum Thema Verschärfung des völlig unzureichenden Brandschutzes durch weitere 23 km Tunnelröhren: „Einschließlich Pfaffensteigtunnel liegt mit nun 82 Kilometern eingleisigen und engen Tunnelröhren ein im Fern- und Regionalzugverkehr weltweit einmaliges – brandgefährliches – Alleinstellungsmerkmal vor. Damit wird das Gesamtkonstrukt Stuttgart 21 endgültig zur verantwortungslosen Fehlplanung im Sinne der Gefahrenabwehr des Art.2 Abs. 2 GG!“
publish2026-02-05 15:08:09Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
Finanzierungszusage für den Pfaffensteigtunnel
Wo bleiben Danksagungen und Entschuldigungen?
Nach der Genehmigung dieses längsten Eisenbahntunnels Deutschlands und der blitzschnellen Finanzierungszusage durch Bundesverkehrsminister Schnieder haben es die Nutznießer des Projekts versäumt, sich bei den Benachteiligten zu entschuldigen und sich bei den Verantwortlichen zu bedanken. Das möchte das Aktionsbündnis stellvertretend nachholen:
Die Nutznießer dieser Finanzierungszusage könnten sich mal bedanken …
publish2026-02-01 18:29:11Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen- die S21-Partner beim Bund, der die Kosten dieses Teils ihres Projekts jetzt tragen muss
- ebenso die Landeshauptstadt Stuttgart, der so ermöglicht wird, ihr nicht finanzierbares und die Überhitzung der Stadt steigerndes Rosensteinquartier mit unbezahlbarem Wohnraum zu bauen
- auch die Bahn könnte sich bedanken, weil sie Planung und Ausführung dem Bund in Rechnung stellen darf
- und natürlich der Tunnelbauer Herrenknecht u.a. für weitere satte Gewinne
- bei allen Steuerzahlenden für letztlich mindestens 5 Milliarden Haushaltsbelastungen, die wieder in Leistungskürzungen und Sozialabbau heimgezahlt werden dürften
- bei allen anderen Regionen in Deutschland, für deren Projekte kein Geld übrigbleibt, wie
- bei der Region Mannheim, wo der Ausbau des bedeutenden Schienenknotens zurückgestellt wurde
- bei allen Anrainern im südlichen Teil der Gäubahn, deren zweigleisiger Ausbau jetzt auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wird, und die nun jahrelang nicht mehr direkt nach Stuttgart kommen können (wie auch die Stuttgarter nicht mehr ohne Umstieg nach Süden können)
- bei allen Unternehmen, die zum Gütertransport auf eine zweigleisig ausgebaute Gäubahn angewiesen sind und nun durch diesen nicht güterverkehrstauglichen Tunnel ausgesperrt werden
- bei allen Landwirten, deren fruchtbarste Böden dem Tunnel unwiederbringlich geopfert werden
- bei allen Reisenden, die beim Aus-, Ein- oder Umstieg am Flughafen über Treppen oder Fahrstühle neun Stockwerke und lange Laufwege bewältigen müssen
- bei allen Umsteigenden im Tiefbahnhof, wo auch mit diesem Tunnel kein Deutschlandtakt möglich sein wird
- bei allen S 21-Reisenden, denen durch fehlende Zug-Kapazitäten viel Lebenszeit geraubt wird
- bei allen Nutzer:innen der S-Bahn, die bis zu einem Anschluss des Tunnels an die bisherige Bahnstrecke wie angekündigt 450 Tage lang mit Schienenersatzverkehr leben müssen
- nicht zuletzt bei allen Menschen, deren Intelligenz mit der altbekannten Schönrechnerei des Nutzen-Kosten-Verhältnisses des Pfaffensteigtunnels beleidigt wird.
(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
Bahnchefin Palla enttäuscht bei Sonder-Lenkungskreis zur S21-Krise
publish2025-12-17 15:52:16Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen