(hier das Protokoll als pdf-Datei)
publish2026-01-14 19:40:05AB-Protokoll K21-neuAktionsbündnis gegen S21 Protokoll der analogen Sitzung am 09. 12. 2025, 17.00 – 19.22 Uhr im Forum 3, Gymnasiumstr. 21, 70173 Stuttgart
anwesend (v = verhindert): ArchitektInnen für K21: Norbert (bis 18.30 Uhr) Bündnis Rems-Murr für Kopfbahnhof Stuttgart: Ernst Bürgerbahn – Denkfabrik: Andi Eisenbahnerstammtisch: Jörg GewerkschafterInnen gegen S21: Werner Juristen zu S21: Dieter Linke: – Mahnwache: Margarete Stadtteilgruppen: Doris Schutzgemeinschaft Filder: v SÖS: Reinhard SPD-Mitglieder gegen S21: v Netzwerke 21: – TheologInnen gegen S21: Martin UnternehmerInnen gegen S21: – VCD Stuttgart: Markus Ziviler Ungehorsam: Gisela Moderation: Markus Als Gast: Ingenieure22: v Protokoll: Ernst 1. Eröffnung – Begrüßung: Martin begrüßt und dankt Doris für die spendierten Gutsle – Protokoll heute: Ernst – Moderation: Markus – Protokoll vom 25.11.25 (Werner) einstimmig angenommen – TO heute: folgende Ergänzungen: TOPe 2.1 und 3.1 zusammenziehen TOP 3.4 Dazu auch die Anzeige fehlender Anbindung nach Bad Cannstatt beraten TOP 3.8 PK mit Dr. Chr. Engelhard und R. Morlock zu NKV beim Pfaffensteigtunnel TOP 4.3 Kosten-Hälfte für Banner an der Mahnwache TOP 5.1 Option für großen Rathaussaal am Mo., 12. 1. 2026 2. Hauptthemen: 2.1. Vorbereitungsgruppe Lenkungskreissitzung am Montag, 15. 12. zusammen mit 3.1. Wer sind die Verantwortlichen fürs S21-Chaos? Werner berichtet: Am Montag, 15. Dezember 2025, 12.45 Uhr im Flughafen Stuttgart, Terminal 3, Galerieebene, Raum „SkyLand“, findet eine PK statt, auf der die Ergebnisse der außerordentlichen Sitzung des Lenkungskreises zu S21 mitgeteilt werden. Informieren werden Ministerpräsident Winfried Kretschmann, DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla, Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und Rainer Wieland, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, die Medien über die Sitzung. Eine erste Rückfrage bei Tom, ob das Demoteam eine Aktion plane, hat dieser zurückgewiesen. Im Laufe der Beratung wird vorgeschlagen, auch die SGF um personelle Unterstützung anzufragen. Eine Zählung im AB ergibt: 9 werden dazu kommen, 3 können nicht. Jörg berichtet aus dem Gäubahnkomitee von Beratungen zu einem Transpi „Ausbau statt Kappung“ (sinngemäß). Auch für die MoDemo wird ein aktuelleres Frontbanner für geboten erachtet. Zweck der Aktion soll sein, Präsenz unsererseits zu zeigen und den Presseleuten Gesprächsangebote zu machen, während alle auf die PK warten. Dazu reichen ca. 10 TN mit passenden Transpis. Es soll darauf hingewiesen werden, dass sich die Stuttgarter Politiker:innen, die S21 über alle Sollbruchstellen hinweg vorangetrieben haben, nun einen schlanken Fuß zu machen versuchen durch Fingerzeige auf die PSU und Hitachi. Das kann auch mit den Karikaturen von Friederike Groß verdeutlicht werden. Allerdings wird klar, dass in diesem Rahmen die politischen Verantwortlichkeiten fürs S21-Chaos nicht darstellbar sind. Norbert wird beim Demoteam Angelika Linckh und bei der SGF Steffen S. um Unterstützung anfragen. Martin organisiert online-Beratungen mit den TN, um Abläufe und Erstellung von Transpis zu koordinieren. 2.2. Bürgerbegehren: Kampagnenteam-Bericht Werner und Martin berichten, dass bei den Auswertungen die anderen Mitglieder des Kampagneteams kaum vertreten waren. Immerhin soll die Signal-Gruppe erhalten werden für Aktionen nahe am Thema des BB. Evtl. können die ca. 70 Mitglieder auf Mitwirkung in der Mahnwache angesprochen werden. Angelika Linckh appellierte, keine Schlussstrich-Parole auszugeben. Alex Schauenburg vom KUS will ein Dossier zum Kopfbahnhof machen analog zu dem von Martin zum Rosensteinquartier. Die BB-Website ist geschlossen. Dieter berichtet über viele Hintergrundberatungen zu juristischen Aspekten. Eine Klage gegen die Stadt-verwaltung hält er für unvertretbar wegen des hohen Kostenrisikos. An Finanzbeiträgen hat das AB bisher 28.000,-€ aufgebracht. An Spenden dazu sind bisher ca. 8.000,-€ eingegangen. Martin erwartet, dass aus der Spendenkampagne noch einmal die Hälfte davon eingeht. Zudem könnte noch duh-Preisgeld für Angelika Linckh eingehen. Auf unseren Konten liegen derzeit noch ca. 15.000,-€. Von den anderen Organisationen, die das BB mit veranstaltet haben, ist realistisch nichts mehr zu erwarten. Andi hat einen Antrag an den Pro Bahn-LV gestellt. Martin verweist auf unsere Überlegungen zu einer Kampagne, mit der wir S21 wieder mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken wollten. Veranschlagt haben wir dafür ca. 20.000,-€. Das ist nun mit dem BB erfolgt. 3. Meinungsaustausch: 3.1. - ist mit TOP 2.1 beraten worden. 3.2. Brief Klaus Arnoldi an Palla Dieter berichtet über die mail (9. 12. um 0.17 Uhr) von Klaus Arnoldi an Palla, Kretschmann, Hermann, Wieland, Nopper und Lahl: „ … In einem offenen Brief an die Vorstandsvorsitzende Frau Palla fordern die Umwelt- und Verkehrsverbände die stufenweise Inbetriebnahme von Stuttgart 21 so bald als möglich, um den Kopfbahnhof zu entlasten und die ärgerlichen Baustellenumleitungen zu beenden. …“. Dieter rät zur Einsicht, dass andere Organisationen zu anderen Einschätzungen kommen als wir. Werner sieht diese mail kritisch, will aber keinen Konflikt mit den Absendern lostreten. Reinhard sieht darin den Versuch, wenigstens die Verbindung Mannheim – Ulm pünktlicher zu machen. Martin findet es hilfreich, dass zwischen unserer radikalen Position und der von der PSU noch andere Positionierungen vorkommen. Markus moniert, dass im VCD keine Diskussion dazu stattfand. Andi gab bei Pro Bahn wie Gero Treuner (VCD) positive Rückmeldung zu dem Brief. Wie Jörg argumentieren sie: Angesichts der angekündigten Schließung des Kopfbahnhofes kann eine frühe Kombilösung zur Akzeptanz des Kopfbahnhof-Erhalts beitragen. 3.3. Brandschutzklage Dieter berichtet, dass zu Brandschutz kein Rechtsweg mehr offen ist. Überlegungen von EvL zu einer Verfassungsbeschwerde sieht er kritisch. Bei Berichten zu dieser Rechtslage z. B. in Bad Boll, bei Buergerbahn-Denkfabrik oder in der Kinothek Obertürkheim hat er starke Betroffenheit zur Ohnmacht gegenüber derartigen Risiken wahrgenommen. Da gab es sogar Überlegungen zur Aufforderung an Kretschmann, seinen ignoranten Innenminister Strobl zu entlassen. Dieter erinnert an die nun anstehenden Prozesskosten. Margarete plädiert für baldige Aufhängung des Banners zum Brandrisiko an der MW. Werner möchte die Auseinandersetzung um das Brandrisiko nicht für immer beenden. Martin überlegt, dass Lokführer ja noch klagen können und die Inbetriebnahme-Genehmigung noch aussteht. 3.4. Verhandlung beim VGH, 21.1.26 und Anzeige fehlender Anbindung nach Cannstatt Jörg informiert über den Vergleich der PSU mit den Anwohnern, die gegen die Lärmbelastung der Außenreinigungsanlage geklagt hatten. Demzufolge müssen Züge zur Außenreinigung nach Tübingen oder Ulm gefahren werden! Die Landesregierung hat zu dieser unzumutbaren Planänderung juristisch Stellung bezogen, die am 21. 1. 2026 vor dem VGH Mannheim verhandelt wird. Ein weiteres Problem im Abstellbahnhof Untertürkheim ist die zwar planfestgestellte Anbindung nach Bad Cannstatt, die aber offensichtlich nicht realisiert wird. Hier könnte das AB eine Anzeige erstatten, die keinerlei Prozesskostenrisiken birgt. Dieter erläutert, dass es hier nicht um eine Straftat geht, die automatisch verfolgt würde. Er hat RA Urs Kramer um Rat gebeten, wie diese Anzeige so gestaltet werden sollte, dass sie erfolgreich wird. Wir warten ab, bis die Rückmeldung vorliegt. 3.5. Bürgerbahn-Konferenz Andi berichtet über die Themen der zweiten Präsenztagung 2025 von Buergerbahn-Denkfabrik am 29.-30. Nov. im globalen Klassenzimmer. Aus Stuttgart teilgenommen haben Andi, Ernst, Roswitha Goetz, Tom Adler und Roland Morlock als Mitglieder; Markus M. als Neumitglied, Dieter R. als Gast am Sa. Am Sonntag kam Luigi Pantisano, MdB, für ca. eine Stunde dazu. Themen waren: Personalwechsel im DB-AG-Vorstand; Versuche um Gesprächstermine bei Palla und Schnieder; Erörterung von Prioritätslisten für solche Gespräche; Unstimmigkeiten bei der Ermittlung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses (NKV) zu Großprojekten; Deutsch-landtakt; Mitgliederwerbung insbesondere aus dem Osten; Alternativer Geschäftsbericht; Website und Eintrag bei Wikipedia. Bei den Berichten aus den Großprojekten legte Dieter zu S21 einen Schwerpunkt auf die nun final gescheiterten Brandschutzklagen. Das löste in der Runde spürbare Betroffenheit aus. Roland Morlock und Dr. Christoph Engelhard hielten ihr Referat zu den Unstimmigkeiten des NKV beim Pfaffensteigtunnel während der Anwesenheit von Luigi P. Dieser bedankte sich für die exzellente wissenschaftliche Zuarbeit und betonte, dass er dazu politischen Rückhalt entlang der Gäubahn für notwendig hält. Er hat noch gute Kontakte nach Konstanz. 3.6. Streckensperrungen Dieter berichtet von Überlegungen im VRS, Abo-Preise zu reduzieren angesichts der verminderten Angebote im Regionalverkehr. Es laufen Gespräche mit dem Verband der Taxifahrer. 3.7. AB-Info-Stand Werner sieht die Handhabung des AB-Infostands bei den MoDemos auf gutem Weg. 3.8. PK mit Dr. Chr. Engelhard und R. Morlock zu NKV beim Pfaffensteigtunnel Dieter berichtet, dass Planungen zu einer PK laufen, die noch offen sind. Er beantragt beim AB die Prokura als Mitveranstalter und bis zu 300,-€ Zuschuss für Raum-Miete und Übertragungstechnik (z. B. im Haus d. Kath. Kirche). Beschluss: Das AB bewilligt den Antrag einstimmig. 4. Information: 4.1. Akteneinsicht wegen § 23 AEG Dieter berichtet über den behördlich schwergängigen Antrag auf Akteneinsicht um die bei der Revision des §23 AEG ins Feld geführte Liste von Städten, die wie Stuttgart Bauvorhaben auf Bahngelände planen. Ines Aufrecht als zuständige Sachbearbeiterin erteilte erst lange nach Fristende einen ablehnenden Bescheid. Die Stadtverwaltung habe auch nur öffentlich zugängliche Informationen und die könne er selbst zusammensuchen. Der Hinweis: P. Pätzold hat bei der Anhörung im BT-Verkehrsausschuss aber weitere Informationen geltend gemacht, wurde nicht eingeräumt. Für die Widerspruchsgebühr über 100,-€ wurde nach einigem Hickhack außergerichtlich halbe-halbe vereinbart und die Nichteinziehung von 50,-€ bei Dieter zugestanden. Die FRAKTION hat im GR nachgefragt, welche Kosten die Verfassungs-beschwerde von Nopper verursacht hat. 4.2. Urheberrecht Dieter berichtet, dass die Urheberrechtsklage um ein von Peter Müller verwendetes Bild, das dann auch auf unserer Homepage landete, nunmehr beigelegt ist mit Zahlung von 313,-€. 4.3 Kosten-Hälfte für Banner an der Mahnwache Werner teilt mit, dass die vom AB zugesagte Hälfte der Kosten für das Banner an der Mahnwache 125,-€ betragen. 5. Verschiedenes 5.1 Option für großen Rathaussaal am Mo., 12. 1. 2026 Reinhard teilt mit, dass der große Rathaussaal für Mo., 12. 1. 2026, von SÖS reserviert wurde, nun aber nicht benötigt werde. Vor Rückgabe der Reservierung hat das AB das Angebot, dort eine Veranstaltung zu planen. Es kam kein Vorschlag auf der AB-Sitzung. Information: nächste AB-Sitzung am 13.1.26 (Welthaus): Moderation: Doris, Protokoll: Hermann(hier der NewS21letter als pdf-Datei)
(hier Peter Müllers auf der letzten Seite erwähnter Brief an Cem Özdemir als pdf-Datei)
publish2025-12-18 10:30:20Aktuelles K21-neu newS21letter
(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
Bahnchefin Palla enttäuscht bei Sonder-Lenkungskreis zur S21-Krise
publish2025-12-17 15:52:16Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen„Zu kurz gesprungen“
„Unsere großen Erwartungen an Frau Palla sind nach ihrem Auftritt vor dem Sonderlenkungskreis am vergangenen Montag der Ernüchterung gewichen“, so Bündnissprecher Martin Poguntke. „Bon courage, Evelyn!“ hatten Teilnehmende einer Protestkundgebung Palla zur Begrüßung zugerufen. Aber nichts von dem kurz darauf dort Gesagten war noch couragiert und radikal im Sinne von „das Übel an der Wurzel packen“. Stattdessen machte sich Palla die sattsam bekannten, hundertmal widerlegten Textbausteine ihrer Projektpartner zu eigen: Stuttgart 21 sei ein weltweit einmaliges Großprojekt, wobei sie sich, so wie die S21-Werbeargumentation auf die Architektur der Bahnhofshalle bezog, aber nichts zur Funktionalität des Tiefbahnhofs sagte. Ein besserer Regionalverkehr sei nur mit S21 möglich und ETCS sei die Lösung für das Kapazitätsproblem, aber es sei nun mal sehr herausfordernd. Besonders enttäuschte Pallas Aussage zum Pfaffensteigtunnel: „Es ist nicht angedacht, dass wir an der Stelle noch mal eine Überarbeitung haben werden“, auch wenn diese Formulierung wenig Begeisterung, eher resignierte Zustimmung zu diesem Plan der Projektpartner erkennen ließ. Gerade erst hat ein wissenschaftlicher Beitrag belegt, wie unwirtschaftlich, verkehrspolitisch absurd und klimabelastend dieses Vorhaben ist, bei dem die S21-typischen unehrlichen Versprechungen ungebrochen fortgesetzt werden. Nach dem jüngsten S21-Offenbarungseid wäre ein Baustopp für das gesamte Projekt die logische Konsequenz gewesen. Immerhin begrüßt auch das Aktionsbündnis, dass jetzt „mindestens bis Ende Februar … im Rahmen einer umfassenden Revision“ geprüft werden soll. Der schon laufende Prozess ist also aufwändig angelegt (15 Mitarbeitende, Experteninterviews, „Tausende Seiten Akten“). Er erfolgt aber nur bahnintern und bezieht sich nur auf das Prozessuale, auf die Projektsteuerung, Vertragsgestaltung und Kommunikation. „Wenn auf diese Weise die fundamentalen Probleme des Projekts selbst, wie Kapazität, Brandschutz, Pfaffensteigtunnel, Kopf- bzw. Kombibahnhof, Kostenperspektive und Klima ausgespart blieben, würde um den heißen Brei herum geprüft.“ so Poguntke. Die Vorstellung, durch bessere Kommunikation und effektivere Managementstrukturen könnten die aufgebrochenen Probleme von Stuttgart 21 gelöst werden, gehe komplett an der Realität von S21 vorbei. Mit einem so verkürzten Ansatz werde Palla am Ende scheitern. Spätestens nach der internen Prüfphase müssen die Schlüsselprobleme des Projekts auf den Tisch. Und es muss einen Rahmen geben, in dem die Rolle der politisch für Stuttgart 21 Verantwortlichen in den Fokus genommen werden. Es kann nicht dabei bleiben, dass sie ihre Hände in Unschuld waschen und nach der Devise „Haltet den Dieb“ auf die Bahn zeigen. Nachdem Ministerpräsident Kretschmann den Gegnern von S21 kürzlich attestierte, dass nun eintrete, wovor sie „immer gewarnt haben – und zwar von A bis Z“, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass eben diese Gegner mit ihrer über viele Jahre erworbenen Fachkompetenz in den Prozess der Aufarbeitung einbezogen werden. Entsprechende Gesprächsangebote wurden – bisher unbeantwortet – mehrfach an Frau Palla und auch an Verkehrsminister Patrick Schnieder gerichtet. Kontakt: Martin Poguntke, 0151 403 602 56 Werner Sauerborn, 0171 320 98 01(hier das Liedblatt als pdf-Datei)
Intro:
Lenkungskreis-Tango / in Sitzungssälen,
Graue Gestalten, / gegen die Bahn.
Refrain:
Lenkungskreis-Tango / in Sitzungssälen,
Graue Gestalten, / Bahn-Ignoranten.
Sitzung für Sitzung / planen sie Neues,
Aber die Züge / sind ihnen wurscht.
publish2025-12-15 13:50:10Aktuelles Dokumente K21-neu
Intro:
Lenkungskreis-Tango / in Sitzungssälen,
Graue Gestalten, / gegen die Bahn.
- Und sie tanzen einen Tango, Land, Region, Bahn und Stadt Stuttgart, Und man sagt sich leise: „Weiter“, Wer nicht mitmacht, der kriegt Stress.
- Und sie tanzen einen Tango, Alle, die vom Chaos wissen. Und sie sag’n der neuen Chefin: Wir hab’n recht und Bahn ist schuld.
Refrain:
Lenkungskreis-Tango / in Sitzungssälen,
Graue Gestalten, / Bahn-Ignoranten.
Sitzung für Sitzung / planen sie Neues,
Aber die Züge / sind ihnen wurscht.
- Und sie tanzen einen Tango, Land, Region, Bahn und Stadt Stuttgart. EBA Stuttgart kann nichts finden, was daran verdächtig wär‘.
Am Samstag, 14. Dezember haben die baden-württembergischen Grünen ihr Programm zur Landtagswahl 2026 beschlossen. Ein Antrag des ehemaligen grünen Bundestagsabgeordneten und heutigen Mitorganisators des Landes-Pro Gäubahn Bündnisses Hendrik Auhagen, die Grünen gegen die Gäubahn-Kappung, gegen den Pfaffensteigtunnel und für einen dauerhaften Stuttgarter Kombibahnhof-Betrieb zu positionieren, fand dabei keine Mehrheit.
Das Pro Gäubahn Landesbündnis kritisiert das Votum der Landes-Grünen scharf, denn diese würden sich damit vom ernsthaften Versuch, die Gäubahn-Kappung zu verhindern, verabschieden. Damit stellen sich die Landes-Grünen nicht nur gegen viele grüne Kreisverbände entlang der Gäubahn, sondern auch gegen BUND, VCD und das Pro Gäubahn-Landesbündnis, die sich jeweils klar gegen Gäubahn-Kappung und Pfaffensteigtunnel ausgesprochen haben. Die Landes-Grünen, so Dr. Nikolas Baur, selbst Grünen-Mitglied in Singen und im Pro Gäubahn Landesbündnis aktiv, lassen damit die 1,4 Millionen Menschen im Einzugsgebiet der Gäubahn hängen. Diese seien weiterhin auf einen direkten Bahnanschluss nach Stuttgart angewiesen. Wie man mit so einer Position im südlichen Baden-Württemberg die Landtagswahl gewinnen möchte, sei fraglich so Dr. Baur weiter.
Auch Antragssteller Hendrik Auhagen zeigte sich enttäuscht vom Votum des grünen Parteitags. Damit, so Auhagen, stehen die Landes-Grünen ohne eigenes Konzept gegen die Gäubahn-Kappung da und favorisieren stattdessen mit dem Pfaffensteigtunnel ein Bauprojekt, das keinerlei zusätzlichen Kapazitäten im Bahnverkehr schafft. Der Pfaffensteigtunnel würde aber Milliarden Euro Sonderschulden verursachen, während für sinnvolle Projekte wie den zweigleisigen Ausbau weiterhin kein Geld da ist. Außerdem, so die Grüne Katja Rommelspacher aus Tuttlingen, die ebenfalls im Pro Gäubahn Landesbündnis aktiv ist, wende sich der Beschluss der Landes-Grünen gegen den Klimaschutz. 350 Tausend Tonnen CO2-Äquivalente würden alleine durch den Bau des Pfaffensteigtunnels freigesetzt, während ganze Landesteile auf der Schiene abgehängt würden und Bahnreisende aufs Auto und Flugzeug gedrängt würden. Dies sei, so Rommelspacher weiter, kaum mit den Klimaschutzzielen der Grünen vereinbar. Der Glaubwürdigkeit der Grünen füge dieser Beschluss schweren Schaden zu.
Das Pro Gäubahn Landesbündnis wird im kommenden Landtagswahlkampf alle Parteien und Kandidierenden zur ihrer Haltung zum Thema Gäubahn-Kappung und Pfaffensteigtunnel befragen und darauf drängen, dass die nächste Landesregierung die legitimen Interessen der südlichen Landesteile nicht länger ignoriert und sich aktiv für den Weiterbetrieb der Gäubahn bis Stuttgart Hbf (oben) eintritt. „Wir sehen gerade in Südbaden viel Unterstützung für unser Anliegen und das sowohl bei Politikern von CDU, SPD, Grünen und Linken. Jetzt kommt es darauf an, dass diese Stimmen der Vernunft auch auf Landesebene endlich Gehör finden,“ so das Pro Gäubahn Landesbündnis abschließend.
Info: mehr auf https://pro-gaeubahn.de/
Das Pro Gäubahn-Landesbündnis wurde am 9.3.24 in Rottweil gegründet. Das Bündnis vertritt die Interessen der Bahnstrecke Stuttgart – Böblingen – Horb – Rottweil – Tuttlingen – Singen (-Zürich / Konstanz).
Mitglieder des Pro Gäubahn-Bündnisses sind u.a.:
Pro Gäubahn-Initiative Rottweil – Wir wollen zum Hauptbahnhof
Interessengemeinschaft Gäubahn in Freudenstadt
Pro Gäubahn Singen – Singener Gäubahn-Initiative
Pro Gäubahn Tuttlingen
Pro Gäubahn Konstanz
Gäubahnkomitee Stuttgart - Wir wollen zum Bodensee
Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Bund für Umwelt- und Naturschutz Baden-Württemberg e.V. (BUND)
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Baden-Württemberg
VCD Kreisverband Konstanz
Mobilitätswendeallianz Baden-Württemberg
Schutzgemeinschaft Filder e.V.
Naturfreunde Württemberg e.V.
Fraktion Linke/SÖS im Gemeinderat Stuttgart
Die Linke, Kreisverband Konstanz
Matthias Gastel MdB – Bündnis 90/Die Grünen
Bündnis 90/ Die Grünen Kreisverbände Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Konstanz
SPD-Kreisverbände Freudenstadt, Rottweil und Tuttlingen
publish2025-12-15 13:32:27Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
S21-Pfaffensteigtunnel: Nicht genehmigungsfähig und fehlgeplant!
In der heutigen Pressekonferenz des Faktencheckportals WikiReal.org in Kooperation mit dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 wurden Kernpunkte eines aktuell erscheinenden Fachartikels vorgestellt: Roland Morlock, Dr. Christoph Engelhardt, "Pfaffensteigtunnel oder Gäubahnausbau – gefährliches Milliardenloch oder sinnvolle Fahrzeitverkürzung?" Der Artikel erscheint in dem Schweizer Fachjournal „Eisenbahn-Revue International“ in der Januarausgabe und wird ab ca. 21. Dezember ausgeliefert.
Der Pfaffensteigtunnel ist das größte neue Element des Ausbaus Stuttgart – Zürich. Er soll mit 11,3 km Deutschlands längster Eisenbahntunnel werden, den Deutschlandtakt ermöglichen und mehrere Bestandteile des Projekts Stuttgart 21 ersetzen. Ursprünglich mit 0,9 Mrd. Euro bewertet, soll er laut Bundesregierung jetzt 1,69 Mrd. Euro kosten und unabhängige Schätzungen gehen von 3,5 Mrd. Euro oder mehr aus. Die Beschlüsse für die Baugenehmigung und der Förderbeschluss sollen unmittelbar bevorstehen, dabei sind gewichtige Einwendungen gegen den Bau bis heute nicht beschieden.
Die beiden Autoren kritisieren die Wirtschaftlichkeit des Projekts, das offiziell mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) von 1,2 angegeben wurde. Werte unter 1 sind unwirtschaftlich. Roland Morlock, IT-Unternehmensberater und Landesvorstand Baden-Württemberg des Deutschen Bahnkundenverbands: „Die Bündelung des Pfaffensteigtunnels mit dem zweigleisigen Ausbau der Gäubahn ist unzulässig. Der Tunnel ist betrieblich eigenständig und erreicht nach Zuordnung des Nutzens und Aktualisierung der Kosten nur ein NKV von maximal 0,23. Das ist Geldvernichtung in Milliardenhöhe. Der zweigleisige Gäubahnausbau allein erreichte dagegen ein NKV von 2,7.“
Dr. Christoph Engelhardt, Physiker und Analyst sowie Gründer des Faktencheck-Portals WikiReal.org kritisiert die Planrechtfertigung des Tunnels: „Der Tunnel wird gerechtfertigt mit einer vermeintlich notwendigen Fahrzeitverkürzung zur Erreichung des Taktknotens im neuen Stuttgarter Tiefbahnhof. Dort liegt aber gar kein Taktknoten vor und ist auch nicht möglich, es ist egal, wann ein Zug in Stuttgart ankommt, er verpasst praktisch immer gleich viele Anschlüsse. Das nimmt auch anderen Ergänzungsprojekten wie etwa dem Nordzulauftunnel die Rechtfertigung.“ Engelhardt verweist darauf, dass der neue Gäubahnausbau mit den milliardenteuren Tunneln und etwas mehr Zweigleisigkeit auf der Gesamtstrecke Stuttgart-Singen keine Fahrzeitverkürzung bringt. Engelhardt weiter: „Außerdem ist der Pfaffensteigtunnel im Brandfall eine Todesfalle. In der verengten Röhre kommen die vielen Passagiere der Doppelstock-Regionalzüge nicht rechtzeitig in Sicherheit.“
Roland Morlock weist auf Regelverstöße sowie die Kapazitätseinschränkung hin, die sich durch die Einfädelung der Gäubahn in den Fildertunnel ergibt, wo sie sich die Kapazität mit den Hauptbahnen aus Ulm/München und aus Tübingen teilen muss. Morlock: „Tatsächlich ist der Pfaffensteigtunnel der untaugliche Versuch, die Stuttgart 21-Fehlplanung auf den Fildern zu ersetzen und entsprechende Kosten aus dem Projekt auszulagern.“ Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21: „Ohne dass die wohlbegründet dargelegten Verstöße gegen Gesetze und Vorschriften ausgeräumt wurden, ist eine Genehmigung dieses Großprojekts und eine Entscheidung zu seiner Finanzierung nicht zu verantworten.“
Engelhardt schließt: „Bahnchefin Evelyn Palla sagt, die bei Stuttgart 21 begangenen Fehler dürften sich bei weiteren Großprojekten nicht wiederholen. Doch hier wiederholt sich alles, was S21 in den Abgrund gerissen hat: Geschönte Kosten, Regel- und Gesetzesverstöße, Falschaussagen und Informationszurückhaltung. Der Tunnel ist das neueste Zeugnis für die Abschaffung unserer Ingenieursnation Deutschland. Wir fordern die Projektbetreiber zu einem professionellen Faktencheck heraus oder andernfalls das Projekt zu stoppen.“
publish2025-12-12 16:03:07Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen(hier dieser Artikel als pdf-Datei)
„Grias` enk Frau Palla in Stuttgart!“. Die Südtirolerin und neue Bahnchefin Evelyn Palla will durchgreifen, um einen Weg aus dem „Menetekel Stuttgart 21“ (FAZ) zu finden. „Jahrzehntelang haben die EntscheidungsträgerInnen aus Bund, Land und Stadt Stuttgart das Projekt Stuttgart 21 verteidigt. Mit der Ansage von Bahnchefin Evelyn Palla wird jetzt deutlich, was Stuttgart 21 war und ist: Ein Milliardenmurks, ein desaströs gemanagtes Großprojekt“, kommentiert dies unser Fraktionssprecher Hannes Rockenbauch (SÖS). Frau Palla, aufgewachsen in Südtirol unter der Regentschaft von Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) - Pallas Vater war selbst SVP-Abgeordneter - hat einen Brauch miterlebt. Luis Durnwalder hatte jeden Morgen von 6:00 bis 8:00 Bürgersprechstunde und hörte genau hin. So wusste er, wo den Bürgern der Schuh drückt, aber auch um alle Seilschaften. Denn die gab es nicht nur, um die Drei Zinnen zu erklimmen, sondern auch in der Politik. Was man in Südtirol „Freindlwirtschoft“ nennt, ist hierzulande die Vetterleswirtschaft. Frau Palla, so bewundernswert zäh die Südtiroler von Andreas Hofer bis Silvio Magnago um ihre Autonomie kämpften, so zäh ist auch unser Widerstand und Kampf für ein lebenswertes Stuttgart (1). Wir empfehlen Ihnen, in Durnwaldscher Tradition die Vertreter des Aktionsbündnisses gegen S21 anzuhören, um die Knoten, die bei uns von den politischen Seilschaften geknüpft wurden, zu lösen. Wir haben das Aktionsbündnis gebeten, niederzuschreiben, was es Ihnen als Lösungen jetzt raten würde. Dieter Reicherter, Sprecher des Aktionsbündnisses, hat das getan.
(Fiktiver) Brief an Bahnchefin Palla
Sehr geehrte Frau Palla,
zur Sitzung des Lenkungskreises zu Stuttgart 21, die passenderweise am Flughafen stattfindet, begrüßen wir Sie sehr herzlich. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Bemühen, „alles auf links zu drehen und keinen Stein auf dem anderen zu lassen“. Das ist auch dringend nötig.
Vorab möchten wir Ihnen einige Informationen zukommen lassen und Sie darin bestärken, sich von den versammelten Projektbefürwortern nicht zur Angeklagten machen zu lassen. Welch freundliche Runde Sie mit hinterrücks gezückten Dolchen erwartet, zeigen symbolisch die Karikaturen von Friederike Groß.
Ihre Aufgabe ist es, endlich die Bahninteressen in den Mittelpunkt zu stellen. Denn die fixe Idee der Stadt Stuttgart, den Kopfbahnhof abzureißen und das neue Stadtviertel Rosenstein zu bauen, darf nicht länger die Entscheidungen bestimmen. Ohnehin hat sie die vielen Milliarden Euro nicht, um die Erschließung für Luxuswohnungen zu finanzieren. Die Konsequenz der weiteren Erhitzung des Talkessels darf nicht mehr vertuscht werden. Weil der Kopfbahnhof für einen leistungsfähigen Schienenverkehr weiter benötigt wird, steht diese Bebauung in den Sternen. Dazu teilte Stadtrat Hannes Rockenbauch gerade mit: „Deshalb haben wir das Regierungspräsidium eingeschaltet, um prüfen zu lassen, ob die Stadt erhebliche finanzielle Ressourcen für ein Stadtentwicklungsprojekt investieren darf, was nach Lage der Dinge gar nicht absehbar ist, ob es überhaupt realisiert werden kann“.
S 21 – eine Folge absehbarer Katastrophen
Zu viele Katastrophen sind in diesem Jahr über das Projekt hereingebrochen. Gleich in mehreren Verfahren beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg könnten die Pläne der Bahn durchkreuzt werden. Gegen die geplante Kappung der Gäubahn für viele Jahre regt sich großer Widerstand entlang der Strecke. Deren angebliche technische Notwendigkeit ist vorgeschoben, wie interne Unterlagen Ihres Konzerns beweisen. Das hat die Deutsche Umwelthilfe e.V. mit ihrer Klage zum Erhalt der Gäubahn aufgegriffen.
Als Bahnchefin sollten Sie kein Interesse daran haben, viele Jahre lang den völlig unsinnigen Pfaffensteigtunnel zu bauen. Er wäre der längste Eisenbahntunnel Deutschlands und ist bislang weder genehmigt noch sind die zu erwartenden Kosten von 3 bis 5 Milliarden Euro finanziert. Statt die enormen Risiken dieses herbeigelogenen Projekts einzugehen, sollten Sie die Gäubahn als wichtige Verbindung in den Südwesten des Landes und weiter in die Schweiz und nach Italien unterbrechungs- und umsteigefrei oberirdisch über die Panoramastrecke in den Kopfbahnhof erhalten. Damit können Sie die beim Bau und im Tunnelbetrieb entstehenden massiven Treibhausgasemissionen vermeiden.
Auch mit den verkorksten Plänen für einen neuen Abstellbahnhof in Untertürkheim könnten Sie scheitern. Das Land hat dagegen geklagt, dass die Außenreinigungsanlage entfallen soll. Dann könnten die Züge hier nicht gereinigt werden und müssten viele Leerfahrten zu weit entfernten Reinigungsanlagen zurücklegen. Dass Ihr Unternehmen von der dortigen Baugenehmigung erheblich abweicht und auch den Ringschluss nach Bad Cannstatt nicht herstellt, dürfte Ihnen noch auf die Füße fallen.
Die Bruchpiloten der alten S21 – CDU / SPD – Seilschaften im Jahr 2010 beim offiziellen Baustart. Wird Bahnchefin Evelyn Palla eine neue Weichenstellung durchsetzen?
Tunnels ohne Brandschutz!
Auf das höchstkomplizierte Projekt Stuttgart 21 noch den Digitalen Knoten Stuttgart drauf zu setzen, für den es nach ständiger Aussage ihres Projektverantwortlichen Olaf Drescher „keine Blaupause“ gibt, ist typisch für das Verhalten eines Glücksspielers, aber nicht für sorgfältige Planung. Zutreffend schrieb Hannes Rockenbauch: „Mit Olaf Drescher hat das Desaster über viele Jahre ein Gesicht gehabt, der noch im November vollmundig angekündigt hat, der Bahnhof werde im Dezember 2026 feierlich in Betrieb genommen werden. Diese dreiste Falschbehauptung zeigt einmal mehr, dass die Projektleitung entweder ahnungslos oder kompetenzfrei ist.“
Überhaupt hat Olaf Drescher schon viel zu viel verbrochen. In Prozessen zum Brandschutz hat er wahrheitswidrig behauptet, er verfüge über Simulationen zur Evakuierung, welche sein Rettungskonzept bestätigten. Erst unter Androhung von Zwangshaft musste er einräumen, dass diese Simulationen längst gelöscht waren und die dem Kläger vor Gericht zugesagte Einsichtnahme unmöglich war. In einem anderen Prozess trug er vor, die Tunnel würden gebaut wie geplant und genehmigt und im Brandfall könnten die Menschen sich selbst sicher retten. Dabei wusste er längst, dass der vorgesehene Fluchtweg durch einen Querschlag in die zweite Tunnelröhre wegen geologischer Probleme (quellender Anhydrit?) nicht gebaut werden kann. Die Richter und Prozessparteien sind darauf hereingefallen. Und nun sind alle juristischen Möglichkeiten zur Schaffung eines sicheren Brandschutzes abgeschnitten. Dabei ist längst klar, dass die neue Idee, im Brandfall sollten sich die Menschen über die Rettungszufahrten des Tunnels in Sicherheit bringen, nicht funktionieren wird. Denn Feuerwehr und Rettungskräfte könnten dann nicht einfahren.
Sie, Frau Palla, tragen nicht die Verantwortung für die Fehlleistungen Ihrer Vorgänger im Amt. Deren Versagen und die Schuldigen aus der Politik zeigt die beigefügte Grafik überdeutlich.
Baustopp jetzt – und Alternativen durchdenken!
Mit Ihrer Entscheidung, die noch vor wenigen Wochen als sicher dargestellte Teileröffnung von Stuttgart 21 im Dezember 2026 zu kippen und keinen neuen Eröffnungstermin zu nennen, haben Sie das Richtige getan.
Folgerichtig müsste nun ein sofortiger Baustopp verkündet werden, bis – gerne mit unserer fachkundigen Unterstützung – die Probleme analysiert und Lösungen gefunden sind. Nach unserer sicheren Überzeugung wird der Kopfbahnhof erhalten bleiben müssen.
Die derzeitigen Streckensperrungen, reduzierten Fahrplantakte, Verspätungen und Ausfälle im gesamten S-Bahn-Netz als Folge der Arbeiten für Stuttgart 21 treffen Ihre Kund:innen unzumutbar und vertreiben sie ins Auto. Sobald die Arbeiten gestoppt sind, können diese unerträglichen Sperrungen entfallen und die S-Bahnen und Regionalzüge wieder fahren. Dazu werden noch die immensen Kosten für den Schienenersatzverkehr eingespart.
Die nicht ausreichende Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs und die zu erwartenden weiteren Kostensteigerungen sind Ihnen als Fachfrau bekannt. Gerichte haben rechtskräftig entschieden, dass die Bahn alle Mehrkosten allein tragen muss. Dies ist juristisch richtig. Aber angesichts dessen, dass die Politik das Projekt gegen alle Widerstände durchgedrückt und die Bahn instrumentalisiert hat, ist es trotzdem ungerecht. Konsequent wäre, den Projektpartnern zu erklären, dass die Bahn sich mit dem Projekt, welches längst unwirtschaftlich geworden ist, finanziell und technisch übernommen hat und aussteigt.
Im Interesse Ihres Unternehmens sollten Sie auch Klarheit schaffen zu den Vorwürfen, beim Projekt würden unnötige Aufträge mit überhöhten Kosten vergeben. Entsprechende Hinweise von Insidern, die aus Angst dies nicht öffentlich machen, sind uns immer wieder zugegangen. Offenbar kommen die eingeleiteten staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nicht voran. Sie selbst haben bessere Aufklärungsmöglichkeiten, um das Vermögen Ihres Unternehmens zu schützen.
Liebe Frau Palla, machen Sie das Beste aus der verfahrenen Situation. Wir unterstützen Sie mit unseren Kenntnissen und drücken die Daumen. Am Montag werden wir mit unserem Protest an Ihrer Seite sein.
Mit den besten Wünschen und dem Ruf „Neue Besen kehren gut!“ freuen wir uns auf einen gemeinsamen Kampf gegen politische Unvernunft.
Dieter Reicherter
Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21
Bilder: Wikipedia, Friederike Groß, Joachim Röttgers, Grafik SÖS
publish2025-12-12 15:49:25Aktuelles Leserbriefe und Offene Briefe K21-neu
„Grias` enk Frau Palla in Stuttgart!“. Die Südtirolerin und neue Bahnchefin Evelyn Palla will durchgreifen, um einen Weg aus dem „Menetekel Stuttgart 21“ (FAZ) zu finden. „Jahrzehntelang haben die EntscheidungsträgerInnen aus Bund, Land und Stadt Stuttgart das Projekt Stuttgart 21 verteidigt. Mit der Ansage von Bahnchefin Evelyn Palla wird jetzt deutlich, was Stuttgart 21 war und ist: Ein Milliardenmurks, ein desaströs gemanagtes Großprojekt“, kommentiert dies unser Fraktionssprecher Hannes Rockenbauch (SÖS). Frau Palla, aufgewachsen in Südtirol unter der Regentschaft von Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) - Pallas Vater war selbst SVP-Abgeordneter - hat einen Brauch miterlebt. Luis Durnwalder hatte jeden Morgen von 6:00 bis 8:00 Bürgersprechstunde und hörte genau hin. So wusste er, wo den Bürgern der Schuh drückt, aber auch um alle Seilschaften. Denn die gab es nicht nur, um die Drei Zinnen zu erklimmen, sondern auch in der Politik. Was man in Südtirol „Freindlwirtschoft“ nennt, ist hierzulande die Vetterleswirtschaft. Frau Palla, so bewundernswert zäh die Südtiroler von Andreas Hofer bis Silvio Magnago um ihre Autonomie kämpften, so zäh ist auch unser Widerstand und Kampf für ein lebenswertes Stuttgart (1). Wir empfehlen Ihnen, in Durnwaldscher Tradition die Vertreter des Aktionsbündnisses gegen S21 anzuhören, um die Knoten, die bei uns von den politischen Seilschaften geknüpft wurden, zu lösen. Wir haben das Aktionsbündnis gebeten, niederzuschreiben, was es Ihnen als Lösungen jetzt raten würde. Dieter Reicherter, Sprecher des Aktionsbündnisses, hat das getan.
(Fiktiver) Brief an Bahnchefin Palla
Sehr geehrte Frau Palla,
zur Sitzung des Lenkungskreises zu Stuttgart 21, die passenderweise am Flughafen stattfindet, begrüßen wir Sie sehr herzlich. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Bemühen, „alles auf links zu drehen und keinen Stein auf dem anderen zu lassen“. Das ist auch dringend nötig.
Vorab möchten wir Ihnen einige Informationen zukommen lassen und Sie darin bestärken, sich von den versammelten Projektbefürwortern nicht zur Angeklagten machen zu lassen. Welch freundliche Runde Sie mit hinterrücks gezückten Dolchen erwartet, zeigen symbolisch die Karikaturen von Friederike Groß.
Ihre Aufgabe ist es, endlich die Bahninteressen in den Mittelpunkt zu stellen. Denn die fixe Idee der Stadt Stuttgart, den Kopfbahnhof abzureißen und das neue Stadtviertel Rosenstein zu bauen, darf nicht länger die Entscheidungen bestimmen. Ohnehin hat sie die vielen Milliarden Euro nicht, um die Erschließung für Luxuswohnungen zu finanzieren. Die Konsequenz der weiteren Erhitzung des Talkessels darf nicht mehr vertuscht werden. Weil der Kopfbahnhof für einen leistungsfähigen Schienenverkehr weiter benötigt wird, steht diese Bebauung in den Sternen. Dazu teilte Stadtrat Hannes Rockenbauch gerade mit: „Deshalb haben wir das Regierungspräsidium eingeschaltet, um prüfen zu lassen, ob die Stadt erhebliche finanzielle Ressourcen für ein Stadtentwicklungsprojekt investieren darf, was nach Lage der Dinge gar nicht absehbar ist, ob es überhaupt realisiert werden kann“.
S 21 – eine Folge absehbarer Katastrophen
Zu viele Katastrophen sind in diesem Jahr über das Projekt hereingebrochen. Gleich in mehreren Verfahren beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg könnten die Pläne der Bahn durchkreuzt werden. Gegen die geplante Kappung der Gäubahn für viele Jahre regt sich großer Widerstand entlang der Strecke. Deren angebliche technische Notwendigkeit ist vorgeschoben, wie interne Unterlagen Ihres Konzerns beweisen. Das hat die Deutsche Umwelthilfe e.V. mit ihrer Klage zum Erhalt der Gäubahn aufgegriffen.
Als Bahnchefin sollten Sie kein Interesse daran haben, viele Jahre lang den völlig unsinnigen Pfaffensteigtunnel zu bauen. Er wäre der längste Eisenbahntunnel Deutschlands und ist bislang weder genehmigt noch sind die zu erwartenden Kosten von 3 bis 5 Milliarden Euro finanziert. Statt die enormen Risiken dieses herbeigelogenen Projekts einzugehen, sollten Sie die Gäubahn als wichtige Verbindung in den Südwesten des Landes und weiter in die Schweiz und nach Italien unterbrechungs- und umsteigefrei oberirdisch über die Panoramastrecke in den Kopfbahnhof erhalten. Damit können Sie die beim Bau und im Tunnelbetrieb entstehenden massiven Treibhausgasemissionen vermeiden.
Auch mit den verkorksten Plänen für einen neuen Abstellbahnhof in Untertürkheim könnten Sie scheitern. Das Land hat dagegen geklagt, dass die Außenreinigungsanlage entfallen soll. Dann könnten die Züge hier nicht gereinigt werden und müssten viele Leerfahrten zu weit entfernten Reinigungsanlagen zurücklegen. Dass Ihr Unternehmen von der dortigen Baugenehmigung erheblich abweicht und auch den Ringschluss nach Bad Cannstatt nicht herstellt, dürfte Ihnen noch auf die Füße fallen.
Die Bruchpiloten der alten S21 – CDU / SPD – Seilschaften im Jahr 2010 beim offiziellen Baustart. Wird Bahnchefin Evelyn Palla eine neue Weichenstellung durchsetzen?
Tunnels ohne Brandschutz!
Auf das höchstkomplizierte Projekt Stuttgart 21 noch den Digitalen Knoten Stuttgart drauf zu setzen, für den es nach ständiger Aussage ihres Projektverantwortlichen Olaf Drescher „keine Blaupause“ gibt, ist typisch für das Verhalten eines Glücksspielers, aber nicht für sorgfältige Planung. Zutreffend schrieb Hannes Rockenbauch: „Mit Olaf Drescher hat das Desaster über viele Jahre ein Gesicht gehabt, der noch im November vollmundig angekündigt hat, der Bahnhof werde im Dezember 2026 feierlich in Betrieb genommen werden. Diese dreiste Falschbehauptung zeigt einmal mehr, dass die Projektleitung entweder ahnungslos oder kompetenzfrei ist.“
Überhaupt hat Olaf Drescher schon viel zu viel verbrochen. In Prozessen zum Brandschutz hat er wahrheitswidrig behauptet, er verfüge über Simulationen zur Evakuierung, welche sein Rettungskonzept bestätigten. Erst unter Androhung von Zwangshaft musste er einräumen, dass diese Simulationen längst gelöscht waren und die dem Kläger vor Gericht zugesagte Einsichtnahme unmöglich war. In einem anderen Prozess trug er vor, die Tunnel würden gebaut wie geplant und genehmigt und im Brandfall könnten die Menschen sich selbst sicher retten. Dabei wusste er längst, dass der vorgesehene Fluchtweg durch einen Querschlag in die zweite Tunnelröhre wegen geologischer Probleme (quellender Anhydrit?) nicht gebaut werden kann. Die Richter und Prozessparteien sind darauf hereingefallen. Und nun sind alle juristischen Möglichkeiten zur Schaffung eines sicheren Brandschutzes abgeschnitten. Dabei ist längst klar, dass die neue Idee, im Brandfall sollten sich die Menschen über die Rettungszufahrten des Tunnels in Sicherheit bringen, nicht funktionieren wird. Denn Feuerwehr und Rettungskräfte könnten dann nicht einfahren.
Sie, Frau Palla, tragen nicht die Verantwortung für die Fehlleistungen Ihrer Vorgänger im Amt. Deren Versagen und die Schuldigen aus der Politik zeigt die beigefügte Grafik überdeutlich.
Baustopp jetzt – und Alternativen durchdenken!
Mit Ihrer Entscheidung, die noch vor wenigen Wochen als sicher dargestellte Teileröffnung von Stuttgart 21 im Dezember 2026 zu kippen und keinen neuen Eröffnungstermin zu nennen, haben Sie das Richtige getan.
Folgerichtig müsste nun ein sofortiger Baustopp verkündet werden, bis – gerne mit unserer fachkundigen Unterstützung – die Probleme analysiert und Lösungen gefunden sind. Nach unserer sicheren Überzeugung wird der Kopfbahnhof erhalten bleiben müssen.
Die derzeitigen Streckensperrungen, reduzierten Fahrplantakte, Verspätungen und Ausfälle im gesamten S-Bahn-Netz als Folge der Arbeiten für Stuttgart 21 treffen Ihre Kund:innen unzumutbar und vertreiben sie ins Auto. Sobald die Arbeiten gestoppt sind, können diese unerträglichen Sperrungen entfallen und die S-Bahnen und Regionalzüge wieder fahren. Dazu werden noch die immensen Kosten für den Schienenersatzverkehr eingespart.
Die nicht ausreichende Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs und die zu erwartenden weiteren Kostensteigerungen sind Ihnen als Fachfrau bekannt. Gerichte haben rechtskräftig entschieden, dass die Bahn alle Mehrkosten allein tragen muss. Dies ist juristisch richtig. Aber angesichts dessen, dass die Politik das Projekt gegen alle Widerstände durchgedrückt und die Bahn instrumentalisiert hat, ist es trotzdem ungerecht. Konsequent wäre, den Projektpartnern zu erklären, dass die Bahn sich mit dem Projekt, welches längst unwirtschaftlich geworden ist, finanziell und technisch übernommen hat und aussteigt.
Im Interesse Ihres Unternehmens sollten Sie auch Klarheit schaffen zu den Vorwürfen, beim Projekt würden unnötige Aufträge mit überhöhten Kosten vergeben. Entsprechende Hinweise von Insidern, die aus Angst dies nicht öffentlich machen, sind uns immer wieder zugegangen. Offenbar kommen die eingeleiteten staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nicht voran. Sie selbst haben bessere Aufklärungsmöglichkeiten, um das Vermögen Ihres Unternehmens zu schützen.
Liebe Frau Palla, machen Sie das Beste aus der verfahrenen Situation. Wir unterstützen Sie mit unseren Kenntnissen und drücken die Daumen. Am Montag werden wir mit unserem Protest an Ihrer Seite sein.
Mit den besten Wünschen und dem Ruf „Neue Besen kehren gut!“ freuen wir uns auf einen gemeinsamen Kampf gegen politische Unvernunft.
Dieter Reicherter
Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21
Bilder: Wikipedia, Friederike Groß, Joachim Röttgers, Grafik SÖS
- Andreas Hofer (1767–1810) war ein Tiroler Freiheitskämpfer und Volksheld, der den Aufstand gegen die bayerische und französische Besatzung während der napoleonischen Kriege anführte. Silvio Magnago (1914-2010) war von 1960 bis 1989 Landeshauptmann von Südtirol und gilt als Vater der Südtirol-Autonomie.
(hier der Offene Brief als pdf-Datei)
Sehr geehrte Frau Palla!
Herzlich willkommen zur Lenkungskreissitzung in Stuttgart, bzw. in Stuttgart 21!
Verständlicherweise reisen Sie mit dem Flugzeug an, so bleibt Ihnen allerdings erspart, was die Bahn Bürger*innen und Reisenden hier seit vielen Jahren zumutet.
Wir haben uns von Anbeginn an gegen dieses Projekt gestellt, von dem u.a. Ihr Vorgänger Richard Lutz sagte, dass man es mit dem Wissen von heute (das war schon 2018) nie gebaut hätte. Wir haben in jeder Phase des Projekts Alternativen auf dem jeweiligen Entwicklungsstand angeboten, so auch jetzt, wo das Projekt in wesentlichen Teilen erstellt ist – und sich all unsere fachliche Kritik bestätigt.
Stuttgart 21 sollte das Glanzstück deutscher Ingenieurkunst und ein Vorzeigeprojekt der Deutschen Bahn werden. Nun steht es für die tiefgreifende Krise der Bahn.
Für all das tragen Sie persönlich keine Verantwortung. Die Bahn soll aber jetzt von den eigentlichen Treibern des Katastrophenprojekts als Alleinverantwortliche vorgeführt werden. Zudem muss die Deutsche Bahn auch noch die offenen und alle künftigen Milliardenkosten des Stuttgarter Abenteuers tragen, wie juristisch plausibel sowohl vom VG Stuttgart als auch vom VGH Mannheim vor kurzem entschieden wurde. Tatsächlich waren es die hiesigen Projektpartner, die Stuttgart 21 gegen alle Vernunft und Betriebswirtschaft mit ihrem drängenden Weiter-so über alle Hürden hinweggeholfen haben, seien es Kostenexplosionen, Terminverschiebungen, Zulassungshemmnisse, technische Sollbruchstellen.
In dieser Situation setzen wir große Erwartungen in Sie. Sie haben mutige Ankündigungen gemacht, haben versprochen, schonungslos alles auf den Prüfstand zu stellen. Sie sind nicht auf ein unbedingtes Weiter-so verpflichtet und sind frei von ideologischen Fixierungen und Gesichtswahrungsproblemen, die es den unbeirrten Weitermachern so schwer machen, ihre Irrtümer, Fehleinschätzungen und ihre Desinformationspolitik einzugestehen.
Bitte reden Sie mit uns, denen Ministerpräsident Kretschmann, und viele andere sinngemäß sagen, dass wir in allen Punkten Recht gehabt hätten. Über die vielen Jahre der Befassung mit diesem Projekt hat sich bei uns eine bahntechnische und ingenieurwissenschaftliche Kompetenz entwickelt, die wir bei der Bahn und ihren Projektpartnern nicht mehr erkennen können. Gehört wurden wir ab und an, aber regelmäßig ohne jede Konsequenz.
Unsere Bitte um ein Gespräch müsste auf Ihrem Schreibtisch liegen.
Mit freundlichen Grüßen
Für das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21
Dieter Reicherter, Martin Poguntke, Werner Sauerborn
publish2025-12-11 15:10:57Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen(hier das Protokoll als pdf-Datei)
Protokoll Aktionsbündnis gegen Stuttgart21 / 25. Nov. 2025
Zoom 17h bis 19.00 mit …
ArchitektInnen für K 21: Norbert
Bürgerbahn-Denkfabrik: Andi
Eisenbahnerstammtisch: -
GewerkschafterInnen gegen S21: Werner
Juristen zu Stuttgart 21: Dieter
Linke: -
Mahnwache: Margarete
Rems-Murr-Bündnis gegen S21: Ernst
Schutzgemeinschaft Filder: Frank und Steffen
SÖS: Reinhard
SPD-Mitglieder gegen S 21: Hermann
Stadtteilgruppen: Doris
Theologinnen und Theologen gegen S 21: Martin
VCD: Markus
Ziviler Ungehorsam: Gisela
Ständiger Gast: Uli für die Ingenieure22
Moderation: Hermann
Protokoll: Werner
Protokolle
In der Anwesenheitsliste soll Ernst weiter als Rems-Murr-Bündnis geführt werden. ABBD ist nicht Mitglied des Aktionsbündnisses, nur umgekehrt. Gisela wird erfolgreich gebeten, es bei der Benennung „Ziviler Ungehorsam“ zu belassen, weil das Aktionsbündnis in ihr vor allem die Verbindungsfrau zu den Mitstreitenden aus diesem Bereich sehen und erhalten will.
Kurz-Protokoll vom 14.10. von Werner wird angenommen. Protokoll vom 11.11. von Martin wird mit einer kleinen Änderung (Was sind ungültige Stimmen?), die nachgeliefert werden.
Inbetriebnahme-Verschiebung
Werner stellt die in der letzten Woche entstandene neue Lage stichwortartig vor. Die Reaktion der Medien war von einem großen Lamento und einer Enttäuschung über die Verschiebung gekennzeichnet. Die Verantwortlichkeit der Politik und Forderungen nach Konsequenzen wurden ignoriert. Die verantwortliche Politik verwies auf die Bahn nach dem Motto „Haltet den Dieb“. Besonders Winfried Herrmann stellt nun massive Forderungen an Bahnchefin Palla, obwohl diese erst seit Anfang Oktober im Amt ist. Es soll ein offener Brief verfasst werden, in dem dies kritisiert wird. Oder / und eine Pressemitteilung dazu.
Auf die Gesprächswünsche an Palla und Schnieder gab es bisher keine Reaktion. Dieter und Frank wollen dranbleiben.
Ob es sinnvoll ist, wie von Jörg auf der Montagsdemo gefordert hat, die PSU aufzulösen und in die InfraGo GmbH zu integrieren, blieb offen. Jörgs Idee gegen das Konzept des Nahverkehrsdreiecks die Forderung nach einem Stuttgart-Stern zu stellen, wurde wegen des falschen Bezugs zu Daimler verworfen. Norbert schlägt „Umbilicus suebicus“ (Der schwäbische Nabel - Begriff von Bonatz) vor.
Hermann hat anlässlich seines Auftritts beim Landesparteitag der SPD einige Kontakte zu Gegnern und Gegnerinnen der Gäubahn Kappung ansprechen können. Zusammen mit Frank wird er diesen nachgehen. Frank wird in den nächsten Tagen nach Leipzig zum Bundesverwaltungsgericht reisen, wo eine Zurückweisung der Brandschutzklage der Schutzgemeinschaft an den VGH erwartet wird.
Frank hat einen kritischen Leserbrief zur Berichterstattung von Milanovic verfasst und ihn weiterverbreitet, unter anderem an Cem Özdemir.
Bemerkenswert ist, dass die Generalbevollmächtigte der DB in der Regionalversammlung erklärt hat, dass jetzt Investitionen in den Kopfbahnhof erforderlich würden.
Es soll für den Ewigkeit Flyer ein Einlegeblatt mit den aktuellen Entwicklungen erstellt werden. Norbert übernimmt.
Im Magazin Bezug der Bahn wird behauptet, der Pfaffensteigtunnel sei im Haushalt 2026 fest verankert.
Frank beziffert die Kosten für die Wiederherstellung der vollen Funktionsfähigkeit von Kopfbahnhof und Gäubahn auf 1,8 Milliarden €.
Bürgerbegehren, Veranstaltung am 17. November
Werner berichtet stichpunktartig über die Veranstaltung: Angelika, Tom und Eberhard haben sie mit einer detaillierten Dokumentation der Abläufe vorbereitet. Walter Sittler versteht sich als engagierter Mitstreiter. Seine Einlassung, ein nur teilweiser Erhalt des Kopfbahnhofs wäre auch ein Ziel, korrigiert er nach verschiedenen Wortmeldungen wieder. Tom trägt ein Statement vor, indem er die Positionen von Dieter und Remo Klinger zu den rechtlichen Aussichten eines Vorgehens gegen das von der Stadt vertretende Ergebnis darstellt. Er appelliert, in unserer Argumentation das Bürgerbegehren nicht nur politisch, sondern auch formal nicht als verloren darzustellen.
Die Diskussion im Plenum konnte viele Fragen klären, hat aber keine neuen Erkenntnisse gebracht. Der Versuch, gegen Ende der Veranstaltung Gruppen für eine Weiterarbeit zu gewinnen, hat nicht funktioniert. Lediglich eine von Alexander Schauenburg und Werner initiierte Gruppe, der sich auch Gisela und Norbert angeschlossen haben, könnte eine alternative Planung des Gleisvorfelds bei Beibehaltung aller Gleise erarbeiten. Dies kann im Rahmen des Aktionsbündnisses stattfinden, solle aber nicht die Dimension wie das Umstiegskonzept haben, sondern eher wie Martins Dossiers. Genaueres soll die Gruppe entwickeln. Gut wären Ergebnisse vor den Gespräch mit Nopper im Januar.
Inzwischen haben Gespräche sowohl zwischen Remo Klinger und Dieter als auch zwischen Dieter, Tom, Angelika und Gero stattgefunden. Danach ist klar, so wie es Dieter gesehen hatte, dass der juristische Weg viel zu teuer, langwierig und wenig aussichtsreich sei. Auch ein Eilantrag sei sinnlos, weil eine falsche Auszählung offenkundig sein müsse. In Gesprächen mit dem Leiter des statistischen Amts haben die Vertrauensleute des Bürgerbegehrens den Eindruck gewonnen, dass fair ausgezählt wurde. Auch wurde an Beispielen erläutert, was nicht gültig gewertet wurden.
Es ist für die Gemeinderatssitzung über das Bürgerbegehren am 4. Dezember eine Aktion geplant. Dieter warnt vor unangemessenem Verhalten.
Anzeige wegen Abstellbahnhof Untertürkheim
Doris erläutert das Vorhaben, auf Anregung von Jörg die Bahn wegen Abweichung von der Planfeststellung anzuzeigen. Dieter ist einbezogen, die Vorbereitungen sind im Gange. Alles weitere wird später berichtet.
Kontakte der Signalgruppe
Diese während des Bürgerbegehrens entstandene Gruppe mit 70 Mitgliedern ist ein Fundus, Engagierte zur Mitarbeit in den Strukturen des Widerstand zu gewinnen. Ohne genauere Beschreibung der weiteren Funktion dieser Gruppe droht sie zu zerfleddern. Eine Möglichkeit besteht in der Bildung von Untergruppen innerhalb der Signalgruppe. Das bietet sich insbesondere für die Unterstützung der Mahnwache an. Für das Aktionsbündnis selbst empfehlen sich direkte Ansprachen. Die Sprecherrunde ist dran.
Veranstaltung Kesselbambule, 22.11.2025
Teilweise teilgenommen haben Tom am Freitag, Dieter am Samstag und Reinhard. Es wird berichtet, dass die Veranstaltung den Rahmen einer Mobilität-Konferenz weit überschritten habe. Das ganze linke Themenspektrum sei angesprochen worden. Eine gute Idee habe es nicht gegeben, das Thema Stuttgart 21 habe wieder keine Chance gehabt.
Tagung Bürgerbahn Denkfabrik am 29. und 30.11.2025. im globalen Klassenzimmer
Beginn Samstag 13:00 Uhr mit Mittagessen. Ende abends. Sonntag 9 bis 14:00 Uhr.
Ernst, Eva und Roswitha haben sich engagiert. Es sollen Berichte der teilnehmenden Gruppen vorgetragen werden. Ziel sei auch, wieder einen alternativen Geschäftsbericht im Frühjahr zu erstellen. Wichtig zu beraten sei das Thema ETCS. Angeregt wird, dass Bürgerbahn anstreben sollte, eine bundespolitisch ernst genommene Stimme ihrer Mitgliedsgruppen zu Großprojekten und Bahnpolitik zu werden. Meist nicht die ganze Tagung lang haben Dieter, Ernst und Andy teilgenommen. Luigi hat für Sonntag sein Kommen angekündigt.
Spendenkampagne von Aktionsbündnis und umkehrbar e.V.
Martin berichtet. Der Spendenaufruf vom Bürgerbegehren über die Anstifter bleibt zwar erhalten, in großem Stil wird jetzt aber eine gemeinsame Spendenkampagne von Aktionsbündnis und DemoTeam beworben. Hierzu hat Tom einen guten Aufruftext verfasst. Die Einnahmen werden zwischen umkehrbar und Aktionsbündnis geteilt, so dass auch die Kasse des Aktionsbündnis nach dem Bürgerbegehren wieder aufgefüllt werden kann.
5.1. - 5.4. Todesfälle
Jochen Keim, war lange Jahre als Gutachter der Katastrophe von Kaprun unser Unterstützer in Brandschutzfragen. Er ist in der letzten Woche nach langem Leiden gestorben. Von ihm stammt der Ausdruck, die S. 21 Tunnel würden ein großes Krematorium. Doris wird genaueres zum Beerdigungtermin mitteilen.
Klaus Steinke, der sich in der IHK-KaktusGruppe und bei den Unternehmern gegen Stuttgart 21 engagiert hatte, ist ebenfalls nach längerem Leiden verstorben. Dieter war mit ihm befreundet und hat an der würdigen Beerdigung teilgenommen. Er zeigte sich beeindruckt, wie Klaus mit seinem Schicksal umgegangen sei.
Schon vor längerer Zeit ist Wolfgang Jakubeit gestorben. Um seine Ehrung kümmern sich die Ingenieure22. Wenn es eine Möglichkeit gibt, dies auch seitens des Aktionsbündnis zu unterstützen, soll dies geschehen.
Serverprobleme
Martin berichtet, dass der Server auf dem unsere Website läuft, überfüllt sei und deswegen das Einstellen von Dokumenten derzeit nicht möglich ist. Zudem sei der in Brasilien lebender Admin und Kooperationspartner verstorben. Martin setzt auf die Hilfe von Valentin bei der Suche nach einer neuen Heimat für unsere Website.
Verschiedenes
Steffen informiert, dass die Schutzgemeinschaft am 10. Dezember anlässlich des Tages des Bodens eine Pressemitteilung vorbereitet
Information: nächste AB-Sitzung am 9.12. (analog) im Forum 3
publish2025-12-04 19:35:05AB-Protokoll K21-neu