Antwort an Rolf Gassmann, Mieterbund von Frank Distelantwort-an-rolf-gassmann-mieterbund-von-frank-distel
Sehr geehrter Herr Gaßmann, lieber Rolf, die persönliche Anrede belegt mein SPD-Parteibuch. Nach Ihrem heutigen Beitrag in der Stuttgarter Zeitung sehe ich mich als früherer Baubürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Backnang zu einer kritischen Stellungnahme veranlasst. Nach meiner sorgfältigen Auswertung des Städtebaulichen Rahmenplans „Rosenstein“ ergibt sich glasklar, dass alle drei Quartiere am Bedarf bezahlbaren Wohnraums vorbeigeplant sind:
  1. Nach den Zahlen der Stadt zu den Bruttogeschossflächen lässt sich leicht auf die Summen der Wohnflächen schließen. Geht man vorsichtig vom letztlich wohl realistischen Mittelwert von 5.200 Wohneinheiten aus, so errechnet sich eine mittlere Wohnungsgröße von rund 68 m². Ich frage mich, ob das angesichts der zahlreich geplanten Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen aller Art noch familiengerechte – und bezahlbare – Wohnungen sind. Jedem Fachkenner muss klar sein, dass der (nicht subventionierte) Marktpreis in dortiger Innenstadtlage sicher bei über 12.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen wird. Wenn das mal nur reicht, füge ich hinzu! Dies mit entsprechender Folge für die Mietpreise. Selbst mit jedweder denkbaren Subvention wird das für die am dringendsten nach geeignetem Wohnraum suchenden Familien mit Kindern nicht bezahlbar!
  2. Es ist zweifelsfrei zugunsten eines ausgewogenen Wohnungsmix‘ zudem von einem Anteil an größeren Wohnungen und Penthäusern ab 100 m² und mehr auszugehen. In diesem Fall ergibt sich für das Gros der familiengeeigneten Wohnungen gerade noch eine durchschnittliche Wohnfläche von 60 bis 63 m². Geht man von der Maximalzahl der Wohnungen des Rahmenplans von 5.700 Einheiten aus, bewegen sich die Wohnflächen noch deutlicher nach unten. Die Untergrenze des Rahmenplans von 4.700 Einheiten scheidet nach meiner Überzeugung aus schierem wirtschaftlichem Druck aus.
  3. Die Stadt Stuttgart verhebt sich pekuniär an den extremen Kosten für die Altlastenbeseitigung, die Bereitstellung der Bauflächen incl. innerer Erschließung und öffentlichen Gebäuden und gefährdet daher ihre finanzielle Zukunft! Sollte dies dennoch über Subventionen in einem finanziellen Kraftakt gelingen, stellt sich die Frage ob bezahlbarer Wohnraum bei den längst erkennbaren jahrelangen Verzögerungen auf den weiter benötigten Gleisflächen, nicht viel zu spät entsteht. Braucht die Stadt ab den 40er-Jahren überhaupt noch solche Wohnquartiere? Dagegen könnten andere Flächen über städtebauliche Entwicklung von Brachflächen in der Stadt deutlich schneller genutzt werden. Vor allem müsste endlich mal der Leerstand von 11.000 Wohnungen in Stuttgart wirkungsvoll bekämpft werden.
Nach meiner festen Überzeugung wird in keinem der drei Quartiere bezahlbarer, vor allem familiengerechter, Wohnraum dort entstehen. Nicht zuletzt verbieten die gravierenden Folgen für das Stadtklima im überhitzten Talkessel die Bebauung. Insbesondere auf den Gleisflächen des heutigen Abstellbahnhofs, der in den Nachtstunden ein Kaltluft-Entstehungsgebiet ist, welches wenigstens noch für einen gewissen Luftaustausch mit dem hochgradig schadstoffbelasteten Gebiet um die Neckarstraße sorgt. Schließlich ist – für mich als gelerntem Verkehrs- und Eisenbahnfachmann - längst erwiesen, dass der nur 8-gleisige Tiefbahnhof trotz, oder sogar wegen, der verzweifelt anmutenden, milliardenschweren „Tunnel-Verschlimmbesserungen“ der Bahn niemals für einen funktionierenden, künftigen Bahnknoten ausreicht. Einzig möglicher Ausweg aus dem immer schlimmer werden Dilemma ist von daher dringend der Erhalt des Kopfbahnhofs, zusätzlich zum nun leider fast fertiggestellten Tiefbahnhof. Diesen Bedarf an oberirdischen Gleisen und damit den Verbot der Bebauung der Gleisflächen regelt § 23 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) sogar in seiner ursprünglichen Fassung. Die Kosten für die Sanierung und Modernisierung des Kopfbahnhofs und der Panoramastrecke, die dringend zur Vermeidung der indiskutablen Unterbrechung der Gäubahn weiter benötigt wird, betragen mit ca. 1,5 Milliarden Euro maximal die Hälfte der Kosten des bahnbetrieblich absurden Pfaffensteigtunnels. Just das u.a. für die Sanierung von maroden Bahnanlagen eingerichtete Sondervermögen „Infrastruktur“ eröffnet für den Bund die Chance, die Beträge von insgesamt 6 bis 7 Milliarden für die unsinnigen Tunnel „Pfaffensteig“ und „Nordzulauf“ aus dem inzwischen äußerst kritisch verschuldeten Kernhaushalt zu sparen. Naturgemäß erfordert der erwiesene Bedarf an oberirdischer Gleisinfrastruktur die Rückabwicklung des Grundstücksdeals der Stadt mit der Bahn. Dies wiederum würde für die städtebaulichen Entwicklungen anderer kurzfristig verfügbarer Flächen – siehe oben, 3. -, für einen warmen Geldregen in der Stadtkasse sorgen. Der Bebauungsplan für das Europaquartier, mit dem vollendete Tatsachen gegen den Erhalt oberirdischer Gleise in der bahnbetrieblich bedeutendsten Zone bewusst übers Knie gebrochen werden, muss nach alledem mit aller Macht verhindert werden. Genau an dieser Stelle setzt das von Ihnen so kritisch beanstandete Bürgerbegehren an. Für Rückfragen, gerne auch ein persönliches Gespräch, stehe ich jederzeit zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Frank Distel Dipl.-Ing. Frank Distel Bürgermeister a.D. Kirchsteig 5 a 78343 Gaienhofen
publish2025-08-14 13:52:10Aktuelles Leserbriefe und Offene Briefe K21-neu
Bürgerbegehren unterstützt Mieterverein: mehr Wohnraum! (Pressemitteilung von Bahnhof mit Zukunft)buergerbegehren-unterstuetzt-mieterverein-mehr-wohnraum-pressemitteilung-von-bahnhof-mit-zukunft
(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)

Mieterverein fordert mehr Personal bei der Stadt für die Leerstands-Bekämpfung

Bürgerbegehren unterstützt Mieterverein: mehr Wohnraum!

Das Bündnis „Bahnhof mit Zukunft“ unterstützt die Forderung des Mietervereins-Vorsitzenden Rolf Gassmann nach mehr Wohnraum. Zugleich weist es seine Kritik am Erhalt der Kopfbahnhofgleise zurück. Das Bündnis sammelt zurzeit 20.000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid, der die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Teilgebiet A2 von Stuttgart Rosenstein verhindern soll, weil diese Fläche noch dringender für einen funktionierenden Bahnbetrieb gebraucht wird. „Für die über 250.000 Pendler*innen täglich braucht es einen funktionierenden Bahnhof mit Zukunft.“ so Gero Treuner vom VCD Treuner weiter: „Der Erhalt der Kopfbahnhofgleise steht, anders als Gassmann behauptet, nicht im Widerspruch zur Schaffung neuer Wohnungen in Stuttgart. Denn auf dieser Fläche würden frühestens Mitte der 30-er-Jahre Wohnungen entstehen. Wir brauchen aber heute Wohnungen, und wir wissen nicht, wie der Wohnungsmarkt in 10 oder 20 Jahren aussieht. Und: Wir brauchen dauerhaft guten Bahnverkehr.“ Hannes Rockenbauch, der Initiator des Bürgerbegehrens: „Gassmann arbeitet bei seiner Kritik am Bürgerbegehren mit falschen Zahlen: Zum Beispiel ist die Zahl der Haushalte in Stuttgart in den Jahren 2020 bis 2024 nicht um 38.000 gestiegen, sondern lediglich um 2.600 – die Zahl der Einwohner sogar nur um ganze 166. Demgegenüber geht es bei der sogenannten A2-Fläche, gegen deren Bebauung sich das Bürgerbegehren richtet, lediglich um maximal 1.300 bis 1.600 Wohnungen. Das ist viel weniger als man z.B. auf den angesprochenen Flächen Stöckach oder Eiermann sofort bauen könnte – ohne den Umstieg vom Auto auf die Bahn zu behindern.“ Zu Recht kritisiert Gassmann hingegen den hohen Leerstand von 11.000 derzeit unbewohnten Wohnungen in Stuttgart, den die Stadtverwaltung mit nur 4,5 Personalstellen nicht effektiv bekämpfen kann. Deshalb fordert das Bündnis „Bahnhof mit Zukunft“, dass die Personalstellen, die derzeit mit der Planung einer Bebauung der Gleisflächen für die fernen 30-er-Jahre beschäftigt sind, dringend umgewidmet werden müssen auf die wirksame Bekämpfung dieses Skandals. Gassmann stellt ohne jeden Beleg die Meinung in den Raum, auf Grundstücken mit einem Quadratmeterpreis von mehreren Tausend Euro könne bezahlbarer Wohnraum entstehen, weil die Stadt das ja vergünstigt abgeben könne. Dagegen steht aber die riesige finanzielle Schieflage der Stadt Stuttgart, die deshalb vom Regierungspräsidium ultimativ aufgefordert wurde, Großinvestitionen zu unterlassen, weil der Haushalt sonst nicht genehmigungsfähig sei. Rockenbauch: „Wer behauptet, die Stadt könne in dieser Situation sündhaft teure Grundstücke bezuschussen, will in Wahrheit vermutlich weniger die Wohnungsnot beenden als die Bauwirtschaft unterstützen.“ Zudem verbreitet Gassmann den Irrglauben, die derzeit hohen Mieten rührten vom Mangel an Wohnungen her. Tatsächliches Problem der letzten Jahre ist aber der Rückgang und Abbau von bezahlbarem Wohnraum, weil dieser aus der Bindung gefallen ist oder privatisiert wurde. Hinzu kommt die Zahlungsbereitschaft solventer Investoren, die sich beim Bau von Büros und Wohnungen Rendite versprechen, auch wenn diese hinterher leerstehen. Hannes Rockenbauch fasst zusammen „Der geplante Wohnraum auf dem Teilgebiet A2 kommt zu spät, die Stadt wird ihn nicht bezahlbar entwickeln können und er verbaut Teile von Stuttgarts wichtigster Frischluftschneise. Das Interesse von 250.000 Pendler*innen täglich muss deswegen Vorrang vor dem geplanten Immobilienprojekt haben.“
publish2025-08-14 13:19:52Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen
S21-Inbetriebnahme - was sich die Bahn zurzeit vorstellts21-inbetriebnahme-was-sich-die-bahn-zurzeit-vorstellt

Sonderlenkungskreis am 18. Juli 2025: Kopfbahnhof bleibt mit allen Verbindungen bis 2027 erhalten (siehe Folie 17)

Die im Lenkungskreis bekanntgegebenen Pläne zur Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs und eines Teils der Tunnel sind zwar einerseits ein Wunschkonzert, wie alle früheren Ankündigungen der Bahn. Aber dennoch sind einige erfreuliche und politisch bedeutsame Dinge beschlossen worden:
    • keine Kappung der Panoramabahn (das war eine Vorgabe der Politik für die Bahn); die Kappung der Gäubahn wurde erneut verschoben - jetzt auf mindestens März 2027
    • keine Anbindung der S-Bahn-Station Mittnachtstraße von Feuerbach/Bad Cannstatt (die S-Bahn behält damit die Möglichkeit in den Kopfbahnhof einzufahren)
    • und keine Verschwenkung der Ferngleise in Bad Cannstatt auf die neue Neckarbrücke geben. Damit ist erstmals die (Teil-)Inbetriebnahme des Durchgangsbahnhofs geplant, ohne vorher den Kopfbahnhof bzw. seine Zulaufstrecken gravierend zu zerstören. Zum Jahreswechsel 2026/27 wird es damit unseren Kopfbahnhof mit weiterhin 16 Gleisen und 10 Zulaufstrecken (2x Gäubahn, je 4x von Feuerbach und Bad Cannstatt) geben. Darüber hinaus ist der jetzige Abstellbahnhof mit 5 Gleisen kreuzungsfrei mit dem Kopfbahnhof verbunden"
Das sind wichtige Punkte, die zeigen, dass die Bahn vom Funktionieren des Tiefbahnhofs und der digitalen Steuerung ETCS keineswegs überzeugt ist, sondern sich offensichtlich die Option offenhalten will, auf den Kopfbahnhof zurückgreifen zu können. Dem Lenkungskreis wurden dazu diese Powerpoint-Folien gezeigt.
publish2025-08-06 18:24:41Dokumente K21-neu
VGH beendet Schwarzes-Peter-Spiel (Pressemitteilung)vgh-beendet-schwarzes-peter-spiel-pressemitteilung
(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei) Die Bahn und damit der Bund zahlen die Stuttgart 21-Zeche „Wir begrüßen es, dass nun, nach dem Urteil des VGH Mannheim, endlich juristisch geklärt ist, wer die bisherigen und alle künftigen Mehrkosten von Stuttgart 21 zu tragen hat. Allerdings fänden wir es über die juristische Frage hinaus moralisch ebenso gerechtfertigt, wenn die Projektpartner einen erheblichen Anteil daran zu tragen bekommen hätten. Denn das Projekt war nie etwas anderes als ein Geschenk der Bahn an die baden-württembergische Bauwirtschaft.“, so Bündnissprecher Martin Poguntke. Damit dürfte ein jahrelanger Rechtstreit enden, der zig Millionen Euro für teure Anwaltskanzleien und ganze Stäbe von Jurist*innen bei den Streitparteien gekostet hat. Lange wurde mit immer neuen juristischen Volten offengehalten, wer die bisher ungedeckten 7 Milliarden Euro, sowie weitere Kosten in vermutlich ähnlicher Größenordnung zu tragen hat. Indem jeder der Projektpartner die Hoffnung nährte, die anderen müssten zahlen, zumindest mitzahlen, konnte das Projekt verantwortungslos weiterbetrieben werden nach der Devise: Koste es, was es wolle, den Löwenanteil zahlen ja andere. Nun ist klar, dass die Milliarden den Haushalt der DB AG und damit den des Bundes belasten werden – zusätzlich zu einer ohnehin extrem belasteten Haushaltssituation, wie die explosiven Beratungen zum Haushalt 2027 des Bundes zeigen. „Wir hoffen, dass sich jetzt der Bund und vor allem die anderen Bundesländer nicht weiter von den regen Stuttgart 21-Lobbyisten Sand in die Augen streuen lassen und nicht weiter Milliarden in das Stuttgarter Fass ohne Boden schütten“, so Poguntke weiter. Der Bund muss jetzt umgehend jede Finanzierung des geplanten Pfaffensteigtunnels stoppen, eines reinen – zudem untauglichen – Stuttgart 21-Rettungsprojekts für mindestens 3,5 Mrd. €, dass durch geschickte Umetikettierung in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde. Auch sollten die Milliarden für den ETCS-Ausbau des S21-Knotens besser an anderer Stelle investiert werden als in ein Projekt, das auch damit nicht wirklich funktionieren wird und dessen Zukunft auf tönernen Füßen steht. Es kann nicht sein, dass wichtige Bahnprojekte bundesweit kannibalisiert werden, weil man in Stuttgart die angebliche Leistungssteigerung durch ETCS als Ausrede für das Problem der mangelnden Kapazität des Tiefbahnhofs braucht. Durch den Erhalt des Kopfbahnhofs und damit des Zulaufs von Südwesten (Zürich, Singen …) über die Gäubahn würden sich viele Milliarden vor allem für den Pfaffensteigtunnel zur Entlastung des Bundes von Mehrkosten einsparen lassen. In diesem Sinne hat ein breites Bündnis von Umweltverbänden, Gewerkschaften und Stuttgart21-Kritiker*innen das Bürgerbegehren https://bahnhofmitzukunft.de/ gestartet. Bis zum 15. Oktober sollen 20 000 Unterschriften gegen die Bebauung eines Schlüsselareals gesammelt werden, die das Ende des Kopfbahnhofs bedeuten würde.
publish2025-08-05 10:40:20Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen
2025-07-08 AB-Protokoll2025-07-08-ab-protokoll
(hier das Protokoll als pdf-Datei) Protokoll Aktionsbündnis K 21, Digitale Sitzung am 8. Juli 2025 , 17 bis 18 Uhr, mit: ArchitektInnen für K 21: Norbert Bürgerbahn-Denkfabrik: Andi Eisenbahnerstammtisch: Jenoe, Jörg GewerkschafterInnen gegen S21: Werner Juristen zu Stuttgart 21: Dieter (Sprecher) Linke: --- Mahnwache: Margarete Netzwerke: --- Rems-Murr-Bündnis gegen S21: Ernst Schutzgemeinschaft Filder: Frank SÖS: Christine, Reinhard SPD-Mitglieder gegen S 21: Hermann Stadtteilgruppen: Doris, Heidi Theologinnen und Theologen gegen S 21: Martin (Sprecher) Unternehmer*innen gegen S21:  --- VCD: Markus Ziviler Ungehorsam: --- Gast: Ulli Fetzer (Ingenieure22) Moderation: Markus, Protokoll: Hermann Entschuldigt: Steffen
  1. Klärung etwaiger technischer Probleme: keine Probleme 2. Eröffnung Dieter begrüßt die Runde von Werners Domizil aus. Doris (der heute zum Geburtstag gratuliert wird) berichtet von einem Gietinger-Film über den Bauernkrieg, der laut Ernst alsbald in Schorndorf gezeigt wird. Ernsts Protokoll vom 24. Juni 2025 wird genehmigt mit Änderungen von Martin und Jörg, die Ernst noch nachreichen wird. Martin plädiert dafür, die heutigen TOPs 4.2. und 4.4. nach hinten zu schieben. 3. Hauptthema 3.1. Vorbereitung eines Bürgerbegehrens: Werner erläutert die Planungen und berichtet vom Treffen des „Kampagnenteams“, das „vier Ebenen“ definiert habe: 1) drei Vertrauensleute (Hannes Rockenbauch, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion „Die Linke/SÖS/Tierschutzpartei“, Angelika Linckh (zuerst Clarissa Seitz dafür vorgesehen)  und Gero Treuner vom VCD-Landesvorstand), 2) das Kampagnenteam als Handlungszentrum, 3) der Trägerkreis als „Hauptversammlung“ mit dem Ziel „Erhalt des Kopfbahnhofs“, getragen von VCD, BUND, ver.di und DGB, DUH, SÖS, Linke, KUS, Aktionsbündnis und andere, 4) die Unterstützer*innen, darunter auch Leute, die nicht aus Stuttgart kommen. Jonathan Heckert von den Fridays for Future werde mit einer dreimonatigen Stelle für das Vorhaben engagiert, als Kampagnenunterstützerin erhalte Susanne (?) 3.000 Euro. Um das Logo für die Website zum Bürgerbegehren und die zu buchenden Räume kümmere sich Tom Adler. Am 15. Juli werde das Bürgerbegehren gestartet, der Gemeinderats-Ausschuss für Stadtplanung müsse dann darüber beschließen. Weil der dazu vorzulegende Text „wasserdicht“ sein müsse, werde er abgestimmt „mit sehr viel Kompetenz“, unter anderem mit „Mehr Demokratie e.V.“ und Urs Kramer. 20.000 Unterschriften seien für das Bürgerbegehren zu sammeln, sechzig Aktive hätten bereits ihre Sammelbereitschaft erklärt. Sei dieses Quorum erreicht, folge ein Bürgerentscheid, den 100.000 Kommunalwahlberechtigte aus Stuttgart unterstützen müssten. Das Bürgerbegehren werde eingerichtet mit dem Titel „Bahnhof mit Zukunft“, auf den das breite Bündnis sich – bei allen Unterschieden im Detail – verständigt habe. Im Kern gehe es allen um den Erhalt der Gleise auf dem Gelände A2 („Europa-Quartier“), aber bei dem Bürgerbegehren könne es nur um ein Anliegen gehen, das der Gemeinderat auch beschließen dürfe. Dieter und Jörg stellen dazu klar: Dieses Bürgerbegehren richtet sich gegen den Aufstellungsbeschluss des Gemeinderats zum Wohnungsbau auf dem Gelände A2. Werner mahnt, das Argument der Wohnungsnot dabei sehr ernst zu nehmen – und Frank meint dazu, die geplante Bebauung sei weder familiengerecht noch schaffe sie bezahlbaren Wohnraum.  Martin merkt an, in dem breiten Bündnis sollten alle aus eigenen Motiven mitmachen können. Gemeinsames sei zu betonen, die unterschiedlichen Gruppen könnten aber auch jeweils eigene Flyer dazu entwickeln. Das Aktionsbündnis solle alle Argumente aufbereiten, um in der Diskussion mit den Leuten auf der Straße auch firm zu sein. Für das Bürgerbegehren bleiben drei Monate Zeit bis zum 15. Oktober. Wegen urlaubsbedingter Abwesenheiten entscheidet der Sprecherkreis über punktuelle Delegation im Trägerkreis. Das Aktionsbündnis muss sich dabei der Themen annehmen, für die es besonders kompetent ist. Zudem sind Bündnispartner zu gewinnen – vielleicht ja auch bei den Grünen oder bei den Gäubahnanrainern. Martin appelliert, sich in die Bereitschaftsliste zum Sammeln von Unterschriften einzutragen. Gebraucht würden auch Helfer*innen für Formulierungsdienste, Botengänge und anderes. Werner sieht das ganze Aktionsbündnis hierbei in der Pflicht – und auch zwischen dessen zweiwöchentlichen Sitzungen müsse „was laufen“. Frank erklärt sich bereit, sein Wissen zu Fragen der Bebauung aktiv einzubringen. Werner schlägt vor, die einzelnen Gruppen sollten ihre Verteiler zur Forcierung des Bürgerbegehrens nutzen. 4. Meinungsaustausch 4.1. Scheitern des DUH-Eilantrags: Jörg berichtet vom Jubiläum der Deutschen Umwelthilfe in Berlin, ein  „tolles Riesenfest“ neben dem Tipi am Kanzleramt. Den Eilantrag der DUH gegen die Kappung der Gäubahn habe der Verwaltungsgerichtshof mit einem Beschluss von 65 Seiten abgelehnt mit der Begründung, es hätten sich keine relevanten Tatsachen geändert und der Eingriff sei notwendig. Dabei habe, so Jörg, der Karlsruher Professor Dr. Eberhard Hohnecker bestätigt, dass die S-Bahn gebaut werden könne, ohne in den Baukörper einzugreifen. Weil Jörg vom Beschluss entsetzt war, hat er einen Brief ans Gericht geschrieben, der auch, so bestätigt es Dieter, in die Akten gelange. Allerdings bräuchten wir für einen Erfolg in der noch ausstehenden Hauptsache vor allem die Deutsche Umwelthilfe an unserer Seite. 4.2. Gespräch mit Luigi Pantisano am 3. Juli 2025: Thema aus Zeitmangel vertagt. 4.3. Klausur-Termin: Mehrheit im Doodle war für den 8. November. Einstimmig wird beschlossen, dass die AB-Klausur am Samstag, 8. November 2025, von 10 bis 17 Uhr stattfindet. 4.3. AB-Verteiler: wird vertagt 5. Information 5.1. Klimafahrplan-Veranstaltung am 30. Juli 2025:  wird vertagt 5.2. Ausstieg des Privatinvestors aus dem Diebsteich-Projekt: wird vertagt 5.3. DUH-Jubiläum: wird vertagt, aber wurde in TOP 4.1. schon erwähnt.
  2. Verschiedenes Nächste Sitzung, analog, am Dienstag, 22. Juli 2025, mit Moderation von Hermann und Protokoll von Martin
publish2025-07-28 10:45:36AB-Protokoll K21-neu
Einladung: „Mehr Gäubahn = Mehr Bahnhof“ – Infoabend mit Jürgen Resch am 28. Julieinladung-mehr-gaeubahn-mehr-bahnhof-infoabend-mit-juergen-resch-am-28-juli
Liebe Unterstützer*innen, 

wir laden euch herzlich zur ersten inhaltlichen Veranstaltung im Rahmen unseres Bürgerbegehrens "MEHR BAHNHOF = MEHR ZUKUNFT" ein:

MEHR GÄUBAHN = MEHR BAHNHOF

Der Erhalt und Ausbau der Gäubahn ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige und leistungsfähige Mobilität in unserer Region – und weit darüber hinaus. Doch genau diese wichtige Verbindung droht abgehängt zu werden. Durch die geplante Bebauung des sogenannten Baufelds A2 am Stuttgarter Hauptbahnhof würde der bestehende Gäubahnanschluss gekappt – mit gravierenden Folgen für den Fern- und Regionalverkehr.

Die Entscheidung über die Zukunft der Gäubahn fällt in Stuttgart. Und genau hier setzt unser Bürgerbegehren an: Wer den Weiterbetrieb der Gäubahn sichern will, muss die Bebauung von A2 verhindern. Nur so bleibt Platz für einen leistungsfähigen oberirdischen Kopfbahnhof und damit für die Gäubahn – ohne Umweg über den Flughafen.

Unser Gast Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, wird erläutern, welche zentrale Rolle unser Bürgerbegehren für den Schutz der Gäubahn spielt – und warum jetzt ein starkes zivilgesellschaftliches Signal notwendig ist.

Hier alle wichtigen Informationen zur Veranstaltung:

📅 Montag, 28. Juli 2025
🕖 Beginn: 19 Uhr
📍 DGB-Haus Stuttgart, Bambussaal (Willi-Bleicher-Straße 20)

✊ Seid dabei – informiert euch, diskutiert mit, bringt Freund*innen mit!

Denn: Nur mit eurer Unterstützung können wir den Bahnhof mit Zukunft sichern.

Mehr Infos & die Unterschriftenlisten findet ihr wie immer auf unserer Website: www.bahnhofmitzukunft.de

💛 Folgt uns jetzt auch auf Instagram und Facebook!

 

Mit solidarischen Grüßen

Jonathan Heckert

von Bahnhof mit Zukunft

publish2025-07-25 08:59:19Aktuelles K21-neu Veranstaltungen
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