Menetekel Stuttgart21 (Pressemitteilung)menetekel-stuttgart21-pressemitteilung
(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)

Menschenstaus auf Stuttgarter Hauptbahnhof am Wochenende

Stuttgart Hauptbahnhof, 5.10., 15 h, Bahnsteig zwischen Gleis 7 und 8
Als unheilvollen Ausblick auf Stuttgart21 bezeichnete Bündnissprecher Martin Poguntke die drangvolle Enge am vergangenen Wochenende auf verschiedenen Gleisen des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Während der Hauptreisezeit gab es für hunderte Menschen kein Vorwärts und Zurück mehr. So mussten gegen 15 h an den Gleisen 7 und 8 viele Bahnkund*innen an die 15 Minuten stehend warten, bis sich der Stau auflöste, sie den Bahnsteig verlassen oder in ihre Züge einsteigen konnten. „Einen Ansturm wie am Sonntag, als der VfB spielte, noch Wasenzeit war und die Rückreisewelle der Brückentage rollte, muss ein Hauptstadtbahnhof verkraften können. Im bestehenden Kopfbahnhof ging es gerade noch mal gut – im Tiefbahnhof hätte es zu einer gefährlichen Panik kommen können“, so Poguntke weiter. Erschwerend kam hinzu, dass die Trittbrettautomatik des Regiozugs an Gleis 7 nicht funktionierte und Rollstuhlfahrenden den selbständigen Ein- und Ausstieg verunmöglichte. Das gleiche Szenario bei Stuttgart21 könnte in einer Katastrophe enden, die an das Unglück bei der Loveparade 2010 in Duisburg erinnert, bei dem viele Menschen ums Leben kamen. Denn bei ähnlicher Länge sind die Bahnsteige des Tiefbahnhofs noch schmaler, und das Fortkommen der Reisenden wird zusätzlich von Treppen, Aufzügen und Rolltreppen behindert. An manchen Stellen der S21-Bahnsteige wird die Durchgangsbreite nur noch 2 m betragen. Auch die Kelchstützen hemmen die Menschenströme. Vielfach gepriesen werden die Reisenden ihnen wenig Bewunderung zollen, wenn sie ihnen die Fluchtwege versperren. Außerdem wird es im Tiefbahnhof keinen Fluchtweg ins Freie geben wie beim Kopfbahnhof am Ende jedes Bahnsteigs. Vor allem aber ist die Gesamtbahnsteigfläche des Tiefbahnhofs, der ja nur halb so viel Gleise hat wie der Kopfbahnhof weniger als halb so groß wie zurzeit – und das angesichts des Ziels einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen. Missstände wie an diesem Wochenende sind ein Menetekel für Stuttgart21 – und einer der Gründe für das Bürgerbegehren „Bahnhof mit Zukunft“ (https://bahnhofmitzukunft.de), das jetzt in die Zielgerade einbiegt. Es geht dem Bündnis aus vielen Organisationen um den Erhalt von Kopfbahnhofgleisen, die den Tiefbahnhof entlasten oder sogar ersetzen würden. Die Gäubahn würde weiter direkt in den Hauptbahnhof gelangen und der geplante 3 Mrd. € teure Pfaffensteigtunnel wäre unnützer denn je. Kontakt: Martin Poguntke, 0151 403 602 56 Werner Sauerborn, 0171 320 98 01
publish2025-10-07 11:04:37Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen
Haus & Grund-Chef diffamiert Unterstützer des Bürgerbegehrens - hier eine Antworthaus-grund-chef-diffamiert-unterstuetzer-des-buergerbegehrens-hier-eine-antwort
Hier der Artikel, in dem der Chef von Haus & Grund entsprechend zitiert wird: https://www.staatsanzeiger.de/nachrichten/kreis-und-kommune/buergerbegehren-s21-wir-brauchen-noch-richtig-viele-unterschriften/ Sehr geehrter Herr Wecker, als Mitglied von Haus und Grund Stuttgart weise ich Ihr Attribut „Ewiggestrige“ im eingescannten Foto Ihres o.g. Beitrags empört zurück! Dieses Attribut für Fachleute des Eisenbahnwesens und des Städtebaus – zu beiden darf ich mich qua Studium und Berufserfahrung bescheiden zählen - ist eine unverschämte Herabwürdigung mit zudem beleidigender Wortwahl. Diese ist des Geschäftsführers von Haus und Grund, zugleich Chefredakteurs der Monatszeitung unwürdig! Die Bebauung der Gleisflächen des heutigen Kopfbahnhofs ist ausgeschlossen, weil für einen funktionierenden Bahnknoten der Erhalt oberirdischer Gleise unverzichtbar und hier geradezu essentiell ist. Alle anderslautenden Aussagen der Deutschen Bahn sind Falschbehauptungen wider besseres Wissen. Daran wird auch die ständig verherrlichte Digitalisierung des unterdimensionierten Tief-/Schiefbahnhöfchens nichts Wesentliches ändern! Die nur 8 Gleise dieses Tief-Haltepunkts reichen noch nicht einmal für den heutigen Fahrplan vergleichbar mit der heutigen Betriebsqualität.! Ganz zu schweigen von der über alle Parteien konsensualen Verdoppelung der Bahnnachfrage ab 2030. Derzeit stehen 11,8 Milliarden Kosten für einen erwiesen schlechteren Bahnhof im Raum! Mit den beiden Wahnsinnstunneln „Pfaffensteig“ und „Nordzulauf“, welche eine bahnbetrieblich völlig nutzlose Verschlimmbesserung der größten Fehlplanung deutscher Eisenbahngeschichte sind, schlägt das Gesamtprojekt mit bis zu 20 Milliarden zu Buche! Mit dann übrigens sage und schreibe 104 km eingleisigen Tunnelröhren; welch ein brandgefährlicher Wahnsinn! Das Städtebauprojekt selbst ist – wie jedermann unschwer den veröffentlichten Daten des Städtebaulichen Rahmenplans „Rosenstein“ entnehmen kann - am Bedarf vorbeigeplant. Bezahlbarer Wohnraum wird dort nie entstehen (können); allein die Bereitstellung der Bauflächen, zuvor die Altlastenbereinigung und danach die innere Infrastruktur und die öffentlichen Gebäude der drei Quartiere fallen der Stadt Stuttgart pekuniär böse auf die Füße. Die Stadt gefährdet womöglich sogar auf Jahrzehnte ihre finanzielle Zukunft. Dies auch vor dem Hintergrund der extremen Einnahmeausfälle bei der Gewerbesteuer. Die Stadt hätte nach erheblich haushaltswirksamer Rückabwicklung des Grundstückserwerbs an die Deutschen Bahn – erstens – genügend Mittel, um endlich die Gewerbe- und Industriebrachen für stadtverträglichen Wohnungsbau zu aktivieren. Sie würde – zweitens – nicht derartige Haushaltsrisiken eingehen, wie durch dieses Fehlprojekt. Dies übrigens auch an den falschen Stellen aus stadtklimatischer Sicht! Wirklich bezahlbarer Wohnraum kann auch viel schneller durch die zurzeit rund 11.000 leerstehenden Wohnungen in Stuttgart entstehen. „Man“ müsste sich „halt“ mal endlich dieses Missstands annehmen! Bitte nehmen Sie auch zur Kenntnis, dass nicht nur eine ausreichende Anzahl bezahlbarer Wohnungen (wobei ich Ihnen zustimme) einen Standortvorteil generieren, sondern ebenso ein funktionierender Bahnknoten! Letzteres scheitert mit der derzeitigen Planung krachend, wenn nicht der Kopfbahnhof – oder mindestens 10 oberirdische Gleise – sowie die „Panoramastrecke“ nach Sanierung und Modernisierung zusätzlich zum Tiefbahnhof erhalten bleiben. Diese Sanierung – z.B. aus dem Sonderfonds „Infrastruktur“ des Bundes - spart dem Kernhaushalt des Bundes durch Verzicht auf die beiden überflüssigen Tunnel bis zu 7 Milliarden Euro und würde den Sonderfonds „nur“ mit 1,5 bis höchstens 1,8 Mrd. belasten, ist also wesentlich kostengünstiger! Und – Stuttgart bekäme einen bestens funktionierenden und vor allem zukunftstauglichen Bahnknoten. Schließlich müsste die für den gesamten Süden Baden-Württembergs und die Verbindung nach Zürich so eminent wichtige Gäubahn nicht indiskutabel in Vaihingen für 7 Jahre (laut Bahn; aus schierer fachlicher Überzeugung eher bis zu 10 Jahre!) unterbrochen werden. Es zeigt sich immer wieder aufs Neue, das die gesamte Fehlplanung „Stuttgart 21“ in Wahrheit ein Projekt der Immobilienspekulation ist, für das ein - selbst heute mit dem sanierungsbedürftigen Hauptbahnhof – noch gut funktionierender Bahnbetrieb rücksichtslos geopfert wird. Für Rückfragen, gerne anlässlich eines persönlichen Gesprächstermins, stehe ich Ihnen, zusammen mit dem juristisch erfahrenen Mitstreiter Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., jederzeit zur Verfügung. Gerne auch gemeinsam mit den von Ihnen genannten „Gleichgesinnten“ (IHK, Mieterverein, Bauwirtschaft etc.). Mit freundlichen Grüßen Frank Distel  
publish2025-10-03 09:56:40Aktuelles Leserbriefe und Offene Briefe K21-neu
Zweigleisiger Ausbau der Gäubahn statt Pfaffensteigtunnel (Pressemitteilung von Pro Gäubahn)zweigleisiger-ausbau-der-gaeubahn-statt-pfaffensteigtunnel-pressemitteilung-von-pro-gaeubahn

Pro Gäubahn Landesbündnis setzt sich für richtige Prioritätensetzung bei der Gäubahn ein: zweigleisiger Ausbau statt Pfaffensteigtunnel

Eine wirkliche Verbesserung des Gäubahn-Betriebs, mehr Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind die Ziele des Pro Gäubahn Landesbündnisses. „Eine bessere Betriebsqualität zwischen Stuttgart und Zürich ist aber nur möglich, wenn die Gäubahn wieder vollständig zweigleisig ausgebaut wird“, so Michael Leibrecht von Pro Gäubahn Rottweil. „Dies muss der Fokus sein, nicht der Pfaffensteigtunnel, der für den Gäubahn-Betrieb keine Verbesserung bringt“, so Leibrecht weiter. „Die derzeitige Prioritätensetzung halten wir schlicht für falsch. Seit mehr als 70 Jahren wird die Wiederherstellung der Zweigleisigkeit zwischen Tuttlingen und Horb versprochen. Dazu hat sich Deutschland zudem staatsvertraglich im Vertrag von Lugano 1996 mit der Schweiz verpflichtet,“ stellt Dr. Hans-Jörg Jäkel vom Gäubahnkomitee Stuttgart fest. Anstatt hier endlich schnell voranzukommen, besteht der aktuelle politische Fokus aber darin, einen bereits zweigleisigen Gäubahn-Abschnitt, nämlich die Panoramabahnzufahrt der Gäubahn zum Stuttgarter Hauptbahnhof stillzulegen und durch einen neu zu bauende Streckenführung im Tunnel, den sogenannten Pfaffensteigtunnel zu ersetzen. Gewonnen sei damit für die Gäubahn nichts, ist sich Jäkel sicher. Der Pfaffensteigtunnel ist zudem extrem teuer, dafür dass er für die Gäubahn keine Verbesserung bringt. Mit den veranschlagten 3 Milliarden Euro für dieses eine Bauwerk könnte man nicht nur die Gäubahn wieder vollständig zweigleisig ausbauen, sondern auch noch weitere sinnvolle Ausbauprojekte überall im Land anstoßen. So viel Geld auf nur ein Projekt ohne echten Nutzen zu konzentrieren, widerspricht vollkommen dem Prinzip des sparsamen Umgangs mit Steuermitteln, stellt Andreas Frankenhauser vom Pro Gäubahn Landesbündnis fest. Dazukommt, dass der Pfaffensteigtunnel nicht nur völlig überteuert, sondern auch noch sehr klimaschädlich sowohl im Bau als auch im Betrieb ist. Bahntunnel können klimapolitisch sinnvoll sein, aber nur wenn dadurch wesentlich mehr Verkehr auf die Schiene verlagert werden. Wer aber 350.000 Tonnen CO2-Äquivalente nur für den Ersatz einer längst vorhandenen und sogar kürzeren Strecke ausstoßen will, setzt die klimapolitische Glaubwürdigkeit Deutschlands aufs Spiel, so Hendrik Auhagen von Pro Gäubahn Konstanz. Pro Gäubahn setzt sich deshalb dafür ein, dass die kostengünstige und klimaschonende Weiternutzung der Bestandsinfrastruktur bis Stuttgart Hbf (oben) in den Fokus genommen wird. Diese kann zudem einen unterbrechungsfreien Betrieb ohne Kappung bis Stuttgart Hbf garantieren und belässt gleichzeitig auch noch Geld übrig, die Gäubahn endlich wieder zweigleisig auszubauen. Info: Mehr auf https://pro-gaeubahn.de Das Pro Gäubahn-Landesbündnis wurde am 9.3.24 in Rottweil gegründet. Das Bündnis vertritt die Interessen der Bahnstrecke Stuttgart – Böblingen – Horb – Rottweil – Tuttlingen – Singen (-Zürich / Konstanz). Mitglieder des Pro Gäubahn-Bündnisses sind u.a.: Pro Gäubahn-Initiative Rottweil – Wir wollen zum Hauptbahnhof Interessengemeinschaft Gäubahn in Freudenstadt Pro Gäubahn Singen – Singener Gäubahn-Initiative Pro Gäubahn Tuttlingen Pro Gäubahn Konstanz Gäubahnkomitee Stuttgart - Wir wollen zum Bodensee Deutsche Umwelthilfe (DUH) Bund für Umwelt- und Naturschutz Baden-Württemberg e.V. (BUND) Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Baden-Württemberg VCD Kreisverband Konstanz Mobilitätswendeallianz Baden-Württemberg e.V. Schutzgemeinschaft Filder e.V. Naturfreunde Württemberg e.V. Matthias Gastel MdB – Bündnis 90/Die Grünen Bündnis 90/ Die Grünen Kreisverbände Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Konstanz SPD-Kreisverbände Freudenstadt, Rottweil und Tuttlingen Fraktion Linke/SÖS im Gemeinderat Stuttgart
publish2025-10-02 16:53:38Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen
2025-09-02 AB-Protokoll2025-09-02-ab-protokoll
(hier das Protokoll als pdf-Datei)

Protokoll Aktionsbündnis K 21

Digitale Sitzung am 2. September 2025 , 17 bis 19 Uhr, mit:

ArchitektInnen für K 21: --- Bürgerbahn-Denkfabrik: Andi Eisenbahnerstammtisch: Jörg GewerkschafterInnen gegen S21: --- Juristen zu Stuttgart 21: Dieter (Sprecher) Linke: --- Mahnwache: --- Netzwerke: --- Rems-Murr-Bündnis gegen S21: Ernst Schutzgemeinschaft Filder: Frank, Steffen (ab 17:15 Uhr) SÖS: Christine (ab 17:10 Uhr), Reinhard (ab 17:40 Uhr) SPD-Mitglieder gegen S 21: Hermann Stadtteilgruppen: Doris, Heidi Theologinnen und Theologen gegen S 21: Martin (Sprecher) Unternehmer*innen gegen S21: --- VCD: Markus Ziviler Ungehorsam: Gisela Gast: Ulli Fetzer (Ingenieure22) Moderation: Ernst, Protokoll: Hermann Entschuldigt: Margarete, Jenoe, Werner
  1. Klärung etwaiger technischer Probleme: keine Probleme, Christine ist allerdings nur per Telefon ohne Sicht auf die Anderen verbunden.
  2. Eröffnung
Martin begrüßt die Runde und kündigt seinen Urlaub ab nächsten Samstag an. Einverstanden ist die Runde mit Andis Vorschlag, die Sitzung per KI aufzeichnen zu lassen, um daraus probehalber ein Protokoll zu fertigen. Diese Aufzeichnung wird bei Zoom dann auch sichtbar angezeigt. Ernsts korrigiertes Protokoll der AB-Sitzung am 19. August wird genehmigt.
  1. Hauptthema
3.1. Kampagnenteam: Martin berichtet von Beschlüssen des Kampagnenteams und kündigt vier oder fünf Veranstaltungen in Zusammenhang mit dem Bürgerbegehren an. Noch offen sei ein Termin, den die Gewerkschaft ver.di zum Thema Berufspendler/innen plane. Die FrAktion lade am 15. September zur Wohnungs-, KUS am 22. September zur Klimafrage ein. Der VCD kümmere sich um die Kapazität des Tiefbahnhofs, das Aktionsbündnis stelle am 29. September das Bürgerbegehren in den Kontext von S21. Am 13. September gebe es eine ganztägige Unterschriftensammlung in ganz Stuttgart und abendlicher Zusammenkunft im Württembergischen Kunstverein. Den Höhepunkt bilde eine Kundgebung am Sonntag, 28. September, mit Walter Sittler und Volker Lösch, organisiert von Tom Adler. Die Veranstaltungen sollen dazu dienen, Leute zu erreichen, die sich nicht unbedingt dem Widerstand gegen S21 verschrieben haben. Alle Veranstaltungen sollen, so Martin weiter, nach gleichem Muster ablaufen – mit Einführung, thematischen Beiträgen und anschließendem Austausch, damit die Leute „nicht davonlaufen“. Zudem sollen zwei Aktionskalender entstehen – ein interner fürs Kampagnenteam und einer für alle auf der Homepage des Bürgerbegehrens. Martin habe Jonathan gebeten, seine Bürozeiten bekannt zu geben, damit Aktive auch ans Material kommen können. Für Spenden sei bisher auf die Anstifter-Seite mit einem Twingle verwiesen worden. Inzwischen sei dort aber nur noch die Kontonummer fürs Bürgerbegehren angezeigt, damit das Geld nicht versehentlich an die Anstifter fließe. Angeregt wird ein Spenden-Twingle mit einzigem Spendenzweck Bürgerbegehren. Frank kündigt für den 25. September eine „Gäubahn-Überlastungsaktion“ an – mit massenhaftem Zustieg in den Halteorten. Noch vorhandene Mängel auf der BB-Homepage – zum Beispiel in der Terminliste – würden ausgebügelt, so Martin, da Jonathan erst am Vortag aus dem Urlaub zurück gekommen sei. Überhaupt erschwerten die Sommerferien unsere Aktivitäten enorm. Dieter zufolge ist auch die Raumfrage beim DGB noch offen. So passten in den „Bambus-Saal“ nur 70 Leute, vielleicht wäre der Württembergische Kunstverein besser geeignet. Angesichts weiterer kritischer Stimmen zur Vorbereitung ist das Bündnis sich einig, dass es vor allem darum geht, die notwendigen Unterschriften zu sammeln und sich weniger selbst zu feiern. Martin wird die Aussagen ans Kampagnenteam weitergeben. Außerdem gibt er bekannt, dass Klaus Gietingers 45-Sekunden-Clip zum Bürgerbegehren im Delphi zum Preis von 280 Euro eine Woche lang gezeigt werde – verbunden mit dem Sammeln von Unterschriften am Ausgang des Kinos. 3.2. Bürgerbegehren mit Mobilisierungs-Veranstaltung am Montag, 29. September: Um für diese Veranstaltung zu mobilisieren, sollen alle alten Mail-Verteiler aktiviert werden. Sie soll anschließen an die Demo zum „Schwarzen Donnerstag“ vor fünfzehn Jahren. Sidar Carman von ver.di will sich bei der Gewerkschaft dafür einsetzen, einen möglichst großen und günstigen Saal im DGB-Haus dafür bereit zu stellen. Gisela regt an, auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu mobilisieren. Konrad und ein paar Andere haben dies wohl im Blick. Ehemalige Mitstreiter/innen sollen extra angeschrieben, ein „Zugpferd“ für den 29. September müsse noch gefunden werden. Einige Namen werden in der Runde dafür genannt. Weitere Planungsdetails werden von Martin und Dieter weiter geklärt. 3.3. Bürgerbegehren mit Finanzen: Dieter stellt die Beschlusslage und die aktuellen Fakten vor: 7.000 Euro habe das Aktionsbündnis bisher dafür eingestellt – eine Summe, die aber bereits ausgegeben sei. Martin habe weitere Ausgaben privat zwischenfinanziert. Deshalb wird Kassiererin Heidi mit einstimmigem Beschluss ermächtigt, die bis zum 24. August fürs Bürgerbegehren aufgelaufenen und vom Bündnis bezahlten Ausgaben in Höhe von 15.308,15 Euro freizugeben. Weitere Kosten werden vom AB nicht übernommen. Zugleich mahnt Dieter an, dass eingehende Spenden fürs Bürgerbegehren ans Bündnis gehen, um die Auslagen über 7.000 Euro hinaus zu decken. Martin zitiert dazu Hannes mit dem Vorschlag, die zwischenfinanzierten Summen als „geliehen“ zu betrachten und über Spenden zurück zu erstatten. Dieter hält dies für aussichtsreich, auch wenn zum Beispiel die FrAktion bislang mangels einer beschlussfähigen Sitzung noch keine festen Zusagen über die Höhe ihres Finanzierungsbeitrags treffen konnte. Zwar erwartet Dieter noch weitere Ausgaben, doch Andere seien nun am Zuge.
  1. Meinungsaustausch
4.1. Neues zur Stammstreckensperrung?: Jörg berichtet über die einschlägige Entwicklung und hat für Dieters Pressemitteilung zum Thema zugearbeitet. Am 6. September ende ja diese Stammstreckensperrung. Reinhard merkt an, viele Züge der Gäubahn würden ausgesperrt, weil so viele Gleise im Kopfbahnhof von S-Bahnen blockiert seien. Heidi ergänzt, auch Fernzüge seien total verspätet. 4.2. Neues zur Gäubahn?: Jörg kündigt wie zuvor schon Frank für Donnerstag, 25. September, die Aktion zur Umsteigesituation in Vaihingen an. Der betreffende InterCity fahre um 7:36 Uhr in Herrenberg und um 7:43 Uhr in Böblingen ab. Anschließend sei in in Stuttgart eine Demo geplant. Zudem berichtet Jörg vom Ablauf der Einwendungsfrist zum Pfaffensteigtunnel am 15. September, am 18. September finde dazu eine Pressekonferenz der Verbände statt. Jörg selbst habe seine Einwendung ans Eisenbahn-Bundesamt schon geschrieben. Einwendungen seien auch zur Planfeststellung noch möglich. 4.3. Flyerauflage und Kosten: Martin erinnert an den von Konrad entworfenen „Ewigkeitsflyer“, für den wegen eines Missverständnisses noch kein Druckauftrag erteilt worden sei. Einstimmig beschließt das Aktionsbündnis nun, bei „Flyer Alarm“ den Druck von 5.000 Exemplaren zum Preis von 352 Euro in Auftrag zu geben.
  1. Information
5.1. Bessere Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe: Dieter hat im Kontakt mit Jürgen Resch erreicht, dass nach dessen Rückkehr aus Kalifornien eine Videokonferenz in sehr kleinem Kreis mit der Deutschen Umwelthilfe zustande komme. 5.2. Masten zur neuen Rosenstein-Brücke: Peter Müller hat Ulli darum gebeten, das Thema einzubringen. Es geht um Oberleitungsmasten, die mit dem Hubschrauber zur Aufstellung geflogen werden.
  1. Verschiedenes
6.1. Städtischer Mitarbeiter zu Unterschrift: Gisela ist beim Sammeln von Unterschriften auf einen städtischen Mitarbeiter gestoßen, dessen Worten zufolge die Stadt Stuttgart eine solche Unterschrift nicht erlaube. Martin zitiert Christoph Hofrichter mit den Worten, eine Unterschrift oute noch niemand als Gegner der Bebauung. Doris aber sagt, bei der Landeshauptstadt gebe es eine Maßgabe, sich nicht so zu positionieren. Reinhard meint, dies sei rechtlich nicht in Ordnung, Druck werde aber dennoch ausgeübt. Nächste Sitzung, analog, am Dienstag, 16. September 2025, mit Moderation von Hermann und Protokoll von ??? (für Martin)
publish2025-10-02 15:27:17AB-Protokoll K21-neu
5. Pressemitteilung Bürgerbahn Denkfabrik zur Korridorsanierung Berlin–Hamburg5-pressemitteilung-buergerbahn-denkfabrik-zur-korridorsanierung-berlin-hamburg
(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)

Stationsmodernisierung ohne Anspruch – Barrierefreiheit und Lärmschutz bleiben auf der Strecke

Berlin/Hamburg, 29. September 2025 – Im Zuge der Korridorsanierung zwischen Berlin und Hamburg sollen auch Bahnhöfe und Haltepunkte entlang der Strecke modernisiert werden. Was die DB als Verbesserung der Aufenthaltsqualität verkauft, sind nur Nachrüstungen auf einen Minimalstandard. Die größeren Bahnhöfe auf dieser Strecke (Ludwigslust, Wittenberge und Nauen wurden erst vor wenigen Jahren modernisiert, da gibt es außer dem Einbau von Aufzügen im Bahnhof Ludwigslust nicht mehr viel zu tun. Die Bahnhofsgebäude hat die DB schon vor mehr als 10 Jahren an windige Investoren verscherbelt, die die architektonisch einstmals schönen Gebäude haben vergammeln lassen. Eine notwendige Ausrüstung des Umsteigebahnhofs Büchen mit Bahnsteigdächern, die ein trockenes Ein- und Aussteigen ermöglichen würden, ist nicht vorgesehen. Ebenso lassen die bisherigen Planungen für die Nahverkehrshaltepunkte an der Strecke eine zentrale Anforderung vermissen: Durchfahrtgleise, damit die haltenden Nahverkehrszüge überholt werden können. Auch bieten manche Streckenabschnitte noch Nachbesserungspotential beim Lärmschutz. Für das Aufstellen von Fahrradständern und Wartehäuschen ist keine Streckensperrung erforderlich. Insgesamt ist die „Generalsanierung“ eine verpasste Chance für eine zukunftsfähige Infrastruktur.

Bahnhof ohne Überholmöglichkeit = Engpass im Betrieb

Viele Bahnhöfe entlang der Strecke verfügen über keine oder nur eingeschränkte Überholmöglichkeiten. Gerade im Mischbetrieb von Fern-, Regional- und Güterverkehr sind solche Kapazitäten entscheidend für die Betriebsqualität. Eine Sanierung ohne funktionale Erweiterung ist Flickwerk – und kein Beitrag zur Leistungssteigerung.

Barrierefreiheit = Grundvoraussetzung, kein Luxus

Noch immer sind zahlreiche Stationen nicht vollständig barrierefrei. Fehlende Aufzüge, unzureichende Bahnsteighöhen und mangelhafte Orientierungshilfen erschweren den Zugang für mobilitätseingeschränkte Menschen, Familien und ältere Fahrgäste. Eine moderne Bahn muss für alle zugänglich sein – ohne Ausnahme.

Sanierung „unterm rollenden Rad“ – Vorbild Schweiz

Wir fordern eine grundlegende Änderung der Sanierungsstrategie: Statt monatelanger Totalsperrungen muss die Sanierung „unterm rollenden Rad“ erfolgen – wie es in der Schweiz seit Jahren erfolgreich praktiziert wird. Dieses Verfahren ermöglicht Bauarbeiten bei laufendem Betrieb und reduziert die Belastung für tausende Pendlerinnen und Pendler, die täglich auf die Strecke angewiesen sind.

Appell an die Verantwortlichen

Es stellt sich die Frage, warum zentrale Anforderungen wie Barrierefreiheit, Lärmschutz und betriebliche Funktionalität nicht konsequent mitgedacht werden. Wir appellieren an die DB InfraGO AG und das Bundesverkehrsministerium, die Stationsmodernisierung ganzheitlich zu planen. Zukunftsfähige Mobilität beginnt am Bahnhof – und muss dort für alle erlebbar sein.
publish2025-10-02 15:05:18Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen
Die wichtigsten Videos von Montag, 29.9.: Wie unverzichtbar sind die Kopfbahnhofgleise?die-wichtigsten-videos-von-montag-29-9-wie-unverzichtbar-sind-die-kopfbahnhofgleise

Veranstaltung am Montag, 29.9.2025, 19.30 Uhr im Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi Bleicher Straße 20

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: volles Haus im großen Saal des Gewerkschaftshauses, fast 300 begeisterte Gäste. Hier zum Nachschauen die wichtigsten Beiträge: Grußwort von Hagen von Ortloff (vorgetragen von Harald Kirchner): https://youtu.be/Cm1mLLc4ef0 Rede von Jürgen Resch: https://youtu.be/dAn1JAz2yAo Rede von Dr. Hans-Jörg Jäkel: https://youtu.be/v9nIDLKMxuk oder unter: https://www.parkschuetzer.de/statements/217618 Dank, wie immer, an Eberhard Linckh!
publish2025-10-01 15:32:50Aktuelles K21-neu Veranstaltungen
Sonntag, 28. September: Kundgebung = MEHR ZUKUNFT28-september-kundgebung-mehr-zukunft

28. September, 16 Uhr, Schlossplatz Stuttgart: Kundgebung = MEHR ZUKUNFT

Zum Start in die letzten 14 heißen Tage wollen wir uns noch einmal zu einer Energie-Tank-Kundgebung versammeln: am Sonntag, 28.9. um 16 Uhr auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Dazu haben wir Walter Sittler gewinnen können. Er wird uns als Hauptredner noch einmal darlegen, warum das so wichtig und so sinnvoll ist, was wir da seit Wochen getan haben und nun noch einmal in einer abschließenden Kraftanstrengung tun wollen. Dr. Angelika Linckh wird in einem kleinen Wortbeitrag noch einmal die Perspektive der vielen aktiven Unterschriften-Sammler*innen deutlich machen. Und Dieter Reicherter vom Aktionsbündnis gegen S21 und Gero Treuner vom VCD werden mit ganz kurzen Beiträgen die Breite der Bewegung erkennbar machen, die sich da zum Bürgerbegehren zusammengefunden hat. Vor allem aber wollen wir die Gelegenheit nutzen, um uns mit einer fröhlichen Foto-Aktion zu zeigen und um miteinander Absprachen zu treffen, wer in den verbleibenden Wochen an welcher Stelle tätig werden kann. Natürlich gibt es dort dann auch das ganze Material gleich zum Mitnehmen, das wir für die noch vor uns liegenden zwei Wochen brauchen. Herzliche Einladung also: Kommt zu dieser letzten Mutmach- und Kraftschöpf-Runde auf den Stuttgarter Schlossplatz, am Sonntag, 28. September um 16 Uhr – damit wir noch einmal alles dransetzen können, um die 20.000 Unterschriften zu erreichen!
publish2025-09-25 15:34:59Aktuelles K21-neu Veranstaltungen
Zum Tag der Schiene am 20. September 2025 (Pressemitteilung von Bahnhof mit Zukunft)zum-tag-der-schiene-am-20-september-2025-pressemitteilung-von-bahnhof-mit-zukunft

Zum Tag der Schiene am 20. September 2025

„Der 20. September ist ein Anlass die Schiene zu feiern und nicht den Schienenrückbau von Stuttgart 21,“ betont Hannes Rockenbauch, der als Vertrauensperson für das Bürgerbegehren Bahnhof mit Zukunft spricht. Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche wird in Stuttgart am heutigen Samstag auf dem Schlossplatz der Tag der Schiene mit Zahlreichen Aktionen stattfinden. Unter anderem wird auch das Projekt Stuttgart 21 dort präsentiert. „Es ist schon grotesk, dass an einem Tag, an dem die Schiene gefeiert wird, ausgerechnet ein Schieneninfrastruktur-Rückbauprojekt auf dem Schlossplatz präsentiert wird“, so Hannes Rockenbauch. An diesem Tag soll die faszinierende Vielfalt der Eisenbahn in Deutschland gefeiert werden. Ob im Alltag, Abenteuer, Arbeitsweg oder Warentransport – an der Schiene führt kein Weg vorbei – außer eben bei Stuttgart 21: dort wird Infrastruktur zurückgebaut. „Umso wichtiger ist es, dass wir mit dem Bürgerbegehren MEHR BAHNHOF = MEHR ZUKUNFT jetzt ein klares Zeichen setzen, dass auch in Zukunft die Schiene in Stuttgart eine zentrale Bedeutung haben wird. Mit dem Verzicht auf eine Bebauung stellen wir sicher, dass auch in Zukunft Schienenverkehr in Stuttgart in ausreichendem Maße stattfinden wird“, so Angelika Linck, ebenfalls Vertrauensperson, abschließend und verweist darauf, dass noch bis zum, 10. Oktober Unterschriften für das Bürgerbegehren abgegeben werden können. Alle Informationen zum Bürgerbegehren sind im Netz unter folgendem Link zu finden: https://bahnhofmitzukunft.de/
publish2025-09-22 15:16:20Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen
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