(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
Als unheilvollen Ausblick auf Stuttgart21 bezeichnete Bündnissprecher Martin Poguntke die drangvolle Enge am vergangenen Wochenende auf verschiedenen Gleisen des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Während der Hauptreisezeit gab es für hunderte Menschen kein Vorwärts und Zurück mehr. So mussten gegen 15 h an den Gleisen 7 und 8 viele Bahnkund*innen an die 15 Minuten stehend warten, bis sich der Stau auflöste, sie den Bahnsteig verlassen oder in ihre Züge einsteigen konnten. „Einen Ansturm wie am Sonntag, als der VfB spielte, noch Wasenzeit war und die Rückreisewelle der Brückentage rollte, muss ein Hauptstadtbahnhof verkraften können. Im bestehenden Kopfbahnhof ging es gerade noch mal gut – im Tiefbahnhof hätte es zu einer gefährlichen Panik kommen können“, so Poguntke weiter. Erschwerend kam hinzu, dass die Trittbrettautomatik des Regiozugs an Gleis 7 nicht funktionierte und Rollstuhlfahrenden den selbständigen Ein- und Ausstieg verunmöglichte.
Das gleiche Szenario bei Stuttgart21 könnte in einer Katastrophe enden, die an das Unglück bei der Loveparade 2010 in Duisburg erinnert, bei dem viele Menschen ums Leben kamen. Denn bei ähnlicher Länge sind die Bahnsteige des Tiefbahnhofs noch schmaler, und das Fortkommen der Reisenden wird zusätzlich von Treppen, Aufzügen und Rolltreppen behindert. An manchen Stellen der S21-Bahnsteige wird die Durchgangsbreite nur noch 2 m betragen. Auch die Kelchstützen hemmen die Menschenströme. Vielfach gepriesen werden die Reisenden ihnen wenig Bewunderung zollen, wenn sie ihnen die Fluchtwege versperren. Außerdem wird es im Tiefbahnhof keinen Fluchtweg ins Freie geben wie beim Kopfbahnhof am Ende jedes Bahnsteigs. Vor allem aber ist die Gesamtbahnsteigfläche des Tiefbahnhofs, der ja nur halb so viel Gleise hat wie der Kopfbahnhof weniger als halb so groß wie zurzeit – und das angesichts des Ziels einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen.
Missstände wie an diesem Wochenende sind ein Menetekel für Stuttgart21 – und einer der Gründe für das Bürgerbegehren „Bahnhof mit Zukunft“ (https://bahnhofmitzukunft.de), das jetzt in die Zielgerade einbiegt. Es geht dem Bündnis aus vielen Organisationen um den Erhalt von Kopfbahnhofgleisen, die den Tiefbahnhof entlasten oder sogar ersetzen würden. Die Gäubahn würde weiter direkt in den Hauptbahnhof gelangen und der geplante 3 Mrd. € teure Pfaffensteigtunnel wäre unnützer denn je.
Kontakt:
Martin Poguntke, 0151 403 602 56
Werner Sauerborn, 0171 320 98 01
publish2025-10-07 11:04:37Aktuelles K21-neu PressemitteilungenMenschenstaus auf Stuttgarter Hauptbahnhof am Wochenende
Stuttgart Hauptbahnhof, 5.10., 15 h,
Bahnsteig zwischen Gleis 7 und 8 |
Hier der Artikel, in dem der Chef von Haus & Grund entsprechend zitiert wird:
https://www.staatsanzeiger.de/nachrichten/kreis-und-kommune/buergerbegehren-s21-wir-brauchen-noch-richtig-viele-unterschriften/
Sehr geehrter Herr Wecker,
als Mitglied von Haus und Grund Stuttgart weise ich Ihr Attribut „Ewiggestrige“ im eingescannten Foto Ihres o.g. Beitrags empört zurück! Dieses Attribut für Fachleute des Eisenbahnwesens und des Städtebaus – zu beiden darf ich mich qua Studium und Berufserfahrung bescheiden zählen - ist eine unverschämte Herabwürdigung mit zudem beleidigender Wortwahl. Diese ist des Geschäftsführers von Haus und Grund, zugleich Chefredakteurs der Monatszeitung unwürdig!
Die Bebauung der Gleisflächen des heutigen Kopfbahnhofs ist ausgeschlossen, weil für einen funktionierenden Bahnknoten der Erhalt oberirdischer Gleise unverzichtbar und hier geradezu essentiell ist. Alle anderslautenden Aussagen der Deutschen Bahn sind Falschbehauptungen wider besseres Wissen. Daran wird auch die ständig verherrlichte Digitalisierung des unterdimensionierten Tief-/Schiefbahnhöfchens nichts Wesentliches ändern! Die nur 8 Gleise dieses Tief-Haltepunkts reichen noch nicht einmal für den heutigen Fahrplan vergleichbar mit der heutigen Betriebsqualität.! Ganz zu schweigen von der über alle Parteien konsensualen Verdoppelung der Bahnnachfrage ab 2030. Derzeit stehen 11,8 Milliarden Kosten für einen erwiesen schlechteren Bahnhof im Raum! Mit den beiden Wahnsinnstunneln „Pfaffensteig“ und „Nordzulauf“, welche eine bahnbetrieblich völlig nutzlose Verschlimmbesserung der größten Fehlplanung deutscher Eisenbahngeschichte sind, schlägt das Gesamtprojekt mit bis zu 20 Milliarden zu Buche! Mit dann übrigens sage und schreibe 104 km eingleisigen Tunnelröhren; welch ein brandgefährlicher Wahnsinn!
Das Städtebauprojekt selbst ist – wie jedermann unschwer den veröffentlichten Daten des Städtebaulichen Rahmenplans „Rosenstein“ entnehmen kann - am Bedarf vorbeigeplant. Bezahlbarer Wohnraum wird dort nie entstehen (können); allein die Bereitstellung der Bauflächen, zuvor die Altlastenbereinigung und danach die innere Infrastruktur und die öffentlichen Gebäude der drei Quartiere fallen der Stadt Stuttgart pekuniär böse auf die Füße. Die Stadt gefährdet womöglich sogar auf Jahrzehnte ihre finanzielle Zukunft. Dies auch vor dem Hintergrund der extremen Einnahmeausfälle bei der Gewerbesteuer.
Die Stadt hätte nach erheblich haushaltswirksamer Rückabwicklung des Grundstückserwerbs an die Deutschen Bahn – erstens – genügend Mittel, um endlich die Gewerbe- und Industriebrachen für stadtverträglichen Wohnungsbau zu aktivieren. Sie würde – zweitens – nicht derartige Haushaltsrisiken eingehen, wie durch dieses Fehlprojekt. Dies übrigens auch an den falschen Stellen aus stadtklimatischer Sicht! Wirklich bezahlbarer Wohnraum kann auch viel schneller durch die zurzeit rund 11.000 leerstehenden Wohnungen in Stuttgart entstehen. „Man“ müsste sich „halt“ mal endlich dieses Missstands annehmen!
Bitte nehmen Sie auch zur Kenntnis, dass nicht nur eine ausreichende Anzahl bezahlbarer Wohnungen (wobei ich Ihnen zustimme) einen Standortvorteil generieren, sondern ebenso ein funktionierender Bahnknoten! Letzteres scheitert mit der derzeitigen Planung krachend, wenn nicht der Kopfbahnhof – oder mindestens 10 oberirdische Gleise – sowie die „Panoramastrecke“ nach Sanierung und Modernisierung zusätzlich zum Tiefbahnhof erhalten bleiben. Diese Sanierung – z.B. aus dem Sonderfonds „Infrastruktur“ des Bundes - spart dem Kernhaushalt des Bundes durch Verzicht auf die beiden überflüssigen Tunnel bis zu 7 Milliarden Euro und würde den Sonderfonds „nur“ mit 1,5 bis höchstens 1,8 Mrd. belasten, ist also wesentlich kostengünstiger! Und – Stuttgart bekäme einen bestens funktionierenden und vor allem zukunftstauglichen Bahnknoten. Schließlich müsste die für den gesamten Süden Baden-Württembergs und die Verbindung nach Zürich so eminent wichtige Gäubahn nicht indiskutabel in Vaihingen für 7 Jahre (laut Bahn; aus schierer fachlicher Überzeugung eher bis zu 10 Jahre!) unterbrochen werden.
Es zeigt sich immer wieder aufs Neue, das die gesamte Fehlplanung „Stuttgart 21“ in Wahrheit ein Projekt der Immobilienspekulation ist, für das ein - selbst heute mit dem sanierungsbedürftigen Hauptbahnhof – noch gut funktionierender Bahnbetrieb rücksichtslos geopfert wird.
Für Rückfragen, gerne anlässlich eines persönlichen Gesprächstermins, stehe ich Ihnen, zusammen mit dem juristisch erfahrenen Mitstreiter Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., jederzeit zur Verfügung. Gerne auch gemeinsam mit den von Ihnen genannten „Gleichgesinnten“ (IHK, Mieterverein, Bauwirtschaft etc.).
Mit freundlichen Grüßen
Frank Distel
publish2025-10-03 09:56:40Aktuelles Leserbriefe und Offene Briefe K21-neuPro Gäubahn Landesbündnis setzt sich für richtige Prioritätensetzung bei der Gäubahn ein: zweigleisiger Ausbau statt Pfaffensteigtunnel
Eine wirkliche Verbesserung des Gäubahn-Betriebs, mehr Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind die Ziele des Pro Gäubahn Landesbündnisses. „Eine bessere Betriebsqualität zwischen Stuttgart und Zürich ist aber nur möglich, wenn die Gäubahn wieder vollständig zweigleisig ausgebaut wird“, so Michael Leibrecht von Pro Gäubahn Rottweil. „Dies muss der Fokus sein, nicht der Pfaffensteigtunnel, der für den Gäubahn-Betrieb keine Verbesserung bringt“, so Leibrecht weiter. „Die derzeitige Prioritätensetzung halten wir schlicht für falsch. Seit mehr als 70 Jahren wird die Wiederherstellung der Zweigleisigkeit zwischen Tuttlingen und Horb versprochen. Dazu hat sich Deutschland zudem staatsvertraglich im Vertrag von Lugano 1996 mit der Schweiz verpflichtet,“ stellt Dr. Hans-Jörg Jäkel vom Gäubahnkomitee Stuttgart fest. Anstatt hier endlich schnell voranzukommen, besteht der aktuelle politische Fokus aber darin, einen bereits zweigleisigen Gäubahn-Abschnitt, nämlich die Panoramabahnzufahrt der Gäubahn zum Stuttgarter Hauptbahnhof stillzulegen und durch einen neu zu bauende Streckenführung im Tunnel, den sogenannten Pfaffensteigtunnel zu ersetzen. Gewonnen sei damit für die Gäubahn nichts, ist sich Jäkel sicher.
Der Pfaffensteigtunnel ist zudem extrem teuer, dafür dass er für die Gäubahn keine Verbesserung bringt. Mit den veranschlagten 3 Milliarden Euro für dieses eine Bauwerk könnte man nicht nur die Gäubahn wieder vollständig zweigleisig ausbauen, sondern auch noch weitere sinnvolle Ausbauprojekte überall im Land anstoßen. So viel Geld auf nur ein Projekt ohne echten Nutzen zu konzentrieren, widerspricht vollkommen dem Prinzip des sparsamen Umgangs mit Steuermitteln, stellt Andreas Frankenhauser vom Pro Gäubahn Landesbündnis fest. Dazukommt, dass der Pfaffensteigtunnel nicht nur völlig überteuert, sondern auch noch sehr klimaschädlich sowohl im Bau als auch im Betrieb ist. Bahntunnel können klimapolitisch sinnvoll sein, aber nur wenn dadurch wesentlich mehr Verkehr auf die Schiene verlagert werden. Wer aber 350.000 Tonnen CO2-Äquivalente nur für den Ersatz einer längst vorhandenen und sogar kürzeren Strecke ausstoßen will, setzt die klimapolitische Glaubwürdigkeit Deutschlands aufs Spiel, so Hendrik Auhagen von Pro Gäubahn Konstanz.
Pro Gäubahn setzt sich deshalb dafür ein, dass die kostengünstige und klimaschonende Weiternutzung der Bestandsinfrastruktur bis Stuttgart Hbf (oben) in den Fokus genommen wird. Diese kann zudem einen unterbrechungsfreien Betrieb ohne Kappung bis Stuttgart Hbf garantieren und belässt gleichzeitig auch noch Geld übrig, die Gäubahn endlich wieder zweigleisig auszubauen.
Info: Mehr auf https://pro-gaeubahn.de
Das Pro Gäubahn-Landesbündnis wurde am 9.3.24 in Rottweil gegründet. Das Bündnis vertritt die Interessen der Bahnstrecke Stuttgart – Böblingen – Horb – Rottweil – Tuttlingen – Singen (-Zürich / Konstanz).
Mitglieder des Pro Gäubahn-Bündnisses sind u.a.:
Pro Gäubahn-Initiative Rottweil – Wir wollen zum Hauptbahnhof
Interessengemeinschaft Gäubahn in Freudenstadt
Pro Gäubahn Singen – Singener Gäubahn-Initiative
Pro Gäubahn Tuttlingen
Pro Gäubahn Konstanz
Gäubahnkomitee Stuttgart - Wir wollen zum Bodensee
Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Bund für Umwelt- und Naturschutz Baden-Württemberg e.V. (BUND)
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Baden-Württemberg
VCD Kreisverband Konstanz
Mobilitätswendeallianz Baden-Württemberg e.V.
Schutzgemeinschaft Filder e.V.
Naturfreunde Württemberg e.V.
Matthias Gastel MdB – Bündnis 90/Die Grünen
Bündnis 90/ Die Grünen Kreisverbände Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Konstanz
SPD-Kreisverbände Freudenstadt, Rottweil und Tuttlingen
Fraktion Linke/SÖS im Gemeinderat Stuttgart(hier das Protokoll als pdf-Datei)
publish2025-10-02 15:27:17AB-Protokoll K21-neuProtokoll Aktionsbündnis K 21
Digitale Sitzung am 2. September 2025 , 17 bis 19 Uhr, mit:
ArchitektInnen für K 21: --- Bürgerbahn-Denkfabrik: Andi Eisenbahnerstammtisch: Jörg GewerkschafterInnen gegen S21: --- Juristen zu Stuttgart 21: Dieter (Sprecher) Linke: --- Mahnwache: --- Netzwerke: --- Rems-Murr-Bündnis gegen S21: Ernst Schutzgemeinschaft Filder: Frank, Steffen (ab 17:15 Uhr) SÖS: Christine (ab 17:10 Uhr), Reinhard (ab 17:40 Uhr) SPD-Mitglieder gegen S 21: Hermann Stadtteilgruppen: Doris, Heidi Theologinnen und Theologen gegen S 21: Martin (Sprecher) Unternehmer*innen gegen S21: --- VCD: Markus Ziviler Ungehorsam: Gisela Gast: Ulli Fetzer (Ingenieure22) Moderation: Ernst, Protokoll: Hermann Entschuldigt: Margarete, Jenoe, Werner- Klärung etwaiger technischer Probleme: keine Probleme, Christine ist allerdings nur per Telefon ohne Sicht auf die Anderen verbunden.
- Eröffnung
- Hauptthema
- Meinungsaustausch
- Information
- Verschiedenes
(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
Berlin/Hamburg, 29. September 2025 – Im Zuge der Korridorsanierung zwischen Berlin und Hamburg sollen
auch Bahnhöfe und Haltepunkte entlang der Strecke modernisiert werden. Was die DB als Verbesserung der
Aufenthaltsqualität verkauft, sind nur Nachrüstungen auf einen Minimalstandard. Die größeren Bahnhöfe auf
dieser Strecke (Ludwigslust, Wittenberge und Nauen wurden erst vor wenigen Jahren modernisiert, da gibt
es außer dem Einbau von Aufzügen im Bahnhof Ludwigslust nicht mehr viel zu tun. Die Bahnhofsgebäude hat
die DB schon vor mehr als 10 Jahren an windige Investoren verscherbelt, die die architektonisch einstmals
schönen Gebäude haben vergammeln lassen. Eine notwendige Ausrüstung des Umsteigebahnhofs Büchen mit
Bahnsteigdächern, die ein trockenes Ein- und Aussteigen ermöglichen würden, ist nicht vorgesehen.
Ebenso lassen die bisherigen Planungen für die Nahverkehrshaltepunkte an der Strecke eine zentrale Anforderung vermissen: Durchfahrtgleise, damit die haltenden Nahverkehrszüge überholt werden können. Auch
bieten manche Streckenabschnitte noch Nachbesserungspotential beim Lärmschutz. Für das Aufstellen von
Fahrradständern und Wartehäuschen ist keine Streckensperrung erforderlich. Insgesamt ist die „Generalsanierung“ eine verpasste Chance für eine zukunftsfähige Infrastruktur.
publish2025-10-02 15:05:18Aktuelles K21-neu Pressemitteilungen
Stationsmodernisierung ohne Anspruch – Barrierefreiheit und Lärmschutz bleiben auf der Strecke
Berlin/Hamburg, 29. September 2025 – Im Zuge der Korridorsanierung zwischen Berlin und Hamburg sollen
auch Bahnhöfe und Haltepunkte entlang der Strecke modernisiert werden. Was die DB als Verbesserung der
Aufenthaltsqualität verkauft, sind nur Nachrüstungen auf einen Minimalstandard. Die größeren Bahnhöfe auf
dieser Strecke (Ludwigslust, Wittenberge und Nauen wurden erst vor wenigen Jahren modernisiert, da gibt
es außer dem Einbau von Aufzügen im Bahnhof Ludwigslust nicht mehr viel zu tun. Die Bahnhofsgebäude hat
die DB schon vor mehr als 10 Jahren an windige Investoren verscherbelt, die die architektonisch einstmals
schönen Gebäude haben vergammeln lassen. Eine notwendige Ausrüstung des Umsteigebahnhofs Büchen mit
Bahnsteigdächern, die ein trockenes Ein- und Aussteigen ermöglichen würden, ist nicht vorgesehen.
Ebenso lassen die bisherigen Planungen für die Nahverkehrshaltepunkte an der Strecke eine zentrale Anforderung vermissen: Durchfahrtgleise, damit die haltenden Nahverkehrszüge überholt werden können. Auch
bieten manche Streckenabschnitte noch Nachbesserungspotential beim Lärmschutz. Für das Aufstellen von
Fahrradständern und Wartehäuschen ist keine Streckensperrung erforderlich. Insgesamt ist die „Generalsanierung“ eine verpasste Chance für eine zukunftsfähige Infrastruktur.
Bahnhof ohne Überholmöglichkeit = Engpass im Betrieb
Viele Bahnhöfe entlang der Strecke verfügen über keine oder nur eingeschränkte Überholmöglichkeiten. Gerade im Mischbetrieb von Fern-, Regional- und Güterverkehr sind solche Kapazitäten entscheidend für die Betriebsqualität. Eine Sanierung ohne funktionale Erweiterung ist Flickwerk – und kein Beitrag zur Leistungssteigerung.Barrierefreiheit = Grundvoraussetzung, kein Luxus
Noch immer sind zahlreiche Stationen nicht vollständig barrierefrei. Fehlende Aufzüge, unzureichende Bahnsteighöhen und mangelhafte Orientierungshilfen erschweren den Zugang für mobilitätseingeschränkte Menschen, Familien und ältere Fahrgäste. Eine moderne Bahn muss für alle zugänglich sein – ohne Ausnahme.Sanierung „unterm rollenden Rad“ – Vorbild Schweiz
Wir fordern eine grundlegende Änderung der Sanierungsstrategie: Statt monatelanger Totalsperrungen muss die Sanierung „unterm rollenden Rad“ erfolgen – wie es in der Schweiz seit Jahren erfolgreich praktiziert wird. Dieses Verfahren ermöglicht Bauarbeiten bei laufendem Betrieb und reduziert die Belastung für tausende Pendlerinnen und Pendler, die täglich auf die Strecke angewiesen sind.Appell an die Verantwortlichen
Es stellt sich die Frage, warum zentrale Anforderungen wie Barrierefreiheit, Lärmschutz und betriebliche Funktionalität nicht konsequent mitgedacht werden. Wir appellieren an die DB InfraGO AG und das Bundesverkehrsministerium, die Stationsmodernisierung ganzheitlich zu planen. Zukunftsfähige Mobilität beginnt am Bahnhof – und muss dort für alle erlebbar sein.Veranstaltung am Montag, 29.9.2025, 19.30 Uhr im Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi Bleicher Straße 20
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: volles Haus im großen Saal des Gewerkschaftshauses, fast 300 begeisterte Gäste.
Hier zum Nachschauen die wichtigsten Beiträge:
Grußwort von Hagen von Ortloff (vorgetragen von Harald Kirchner): https://youtu.be/Cm1mLLc4ef0
Rede von Jürgen Resch: https://youtu.be/dAn1JAz2yAo
Rede von Dr. Hans-Jörg Jäkel: https://youtu.be/v9nIDLKMxuk
oder unter: https://www.parkschuetzer.de/statements/217618
Dank, wie immer, an Eberhard Linckh!Veranstaltung am Montag, 29.9., 19.30 Uhr im Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi Bleicher Straße 20

Stuttgart Hauptbahnhof, 5.10., 15 h,
Bahnsteig zwischen Gleis 7 und 8

