
- Seit Ende 2012 fehlen über zwei Milliarden Euro für den Bau – offiziell. Die Projektpartner Bund, Land und Stadt können oder wollen diese Summe nicht aufbringen. Die verlustgeplagte Bahn selbst hat keine Rückstellungen für den Fall, dass sie diese Mehrkosten tragen müsste.
- Es fehlt die Genehmigung für den Bau einer Tunnelkreuzung nördlich des Bahnhofs. Züge aus Richtung Bad Cannstatt könnten überhaupt nicht in den Tiefbahnhof einfahren.
- Es fehlt die Genehmigung für den Bau des Bahnhofs am Flughafen.
- Es fehlt der Statiknachweis für den Bau des Tiefbahnhofs.
- Es fehlt die Genehmigung für das Brandschutzkonzept des Tiefbahnhofs.
- Es ist immer noch nicht geklärt, ob die Bahn den bestehenden Hauptbahnhof ohne Einwilligung anderer Bahnunternehmen überhaupt außer Betrieb nehmen darf. Damit wäre die Hauptrechtfertigung für Stuttgart 21 hinfällig, Platz für ein neues Stadtviertel zu schaffen.
- Wegen der ausschließlich von der Bahn verursachten Verzögerungen im Zeitplan ist die versprochene Inbetriebnahme 2021 nicht mehr möglich, was die Bahn früher auch selbst behauptet hat, heute aber nicht mehr wissen will. Damit kann auch die Neubaustrecke nach Ulm nicht wie geplant 2021 in Betrieb genommen werden.
Montag, 11. Januar 2016; 19:30 Uhr Haus der Kath. Kirche Stuttgart, Königstr. 7 Veronika-Saal im 1. Obergeschoss. Veranstalter: Pro Bahn RV Stuttgart ; Bündnis Rems-Murr gegen S21
Programm:0. Begrüßung und Einführung
1. Fahrpläne – Realität und Perspektiven
Metropolzüge und andere Verbesserungen sind versprochen. Viele wären schon froh, wenn derzeit der Schienenverkehr zuverlässiger würde. Wo sind die Problemzonen, wo Lösungsperspektiven?
Ref.: Andreas Kleber, „Bürgerbahn statt Börsenbahn“; s. www.bahn-fuer-alle.de
2. Wege durch den Preisdschungel der Bahn
Mit dem „günstigsten Sparpreis aller Zeiten“ für 38 Euro nach Berlin hin und zurück im ICE! Inhaber einer Bahncard 50 wähnen sich im falschen Film. Auch ohne überzogene Sonderaktionen gibt es durch optimiertes Routing viel Sparpotential, jederzeit von jedem Bahnhof zum Zielbahnhof um 29 Euro (bis 250 Kilometer Fahrtweg für 19 Euro), „nur“ eine Frage des RE/RB Anteils.
Außerdem: Fahrgastrechte geltend machen – aber wie?
Ref.: Andreas Kegreiß, „Pro Bahn RV Stuttgart“; www.pro-bahn-bw.de
3. Nachtzüge erhalten
Die DB möchte sie los werden. An der Nachfrage liegt es nicht und nach dem Klimagipfel muss diese Alternative zum Flugverkehr nun beworben und ausgebaut werden. Es ist durchaus möglich, dass ab nächsten Dezember ein Nacht–und-Auto-Reisezugnetz innerhalb von Europa in privater Initiative betrieben wird.
Ref.: David Loher, „East West Tours“ (angefragt)
4. Locomore – alternativer Fernzug auf der Strecke Stuttgart - Berlin
Ab September 2016 will die Locomore GmbH & Co. KG einen IC morgens um 6.40 Uhr ab Stuttgart nach Berlin starten, der abends um 21.19 Uhr wieder zurück ist – schneller als der Fernbus und fast so preiswert! Die Trasse ist, neben anderen, für 5 Jahre vertraglich gesichert. Das Startkapital wird derzeit über eine Crowdfundingkampagne gesammelt. Privater Schienenfernverkehr – eine Herausforderung.
Ref.: Derek Ladewig, Nicolas Dietrich, „Locomore“; https://locomore.com
V. i. S. d. P.: Andreas Kegreiß, Herrenberg-Gültstein; Ernst Delle, Schorndorf
Einladung und Programm als PDFDie offizielle durch die DB AG selbst vorgenommene Kostenprognose für Stuttgart 21 lag 2008 noch bei 2,8 Mrd EUR. Basierend auf diesen Zahlen wurden politische Beschlüsse getroffen, die später nicht mehr revidiert wurden. Die vorliegende Kostenprognose liegt nun mit 9,8 Mrd EUR genau um Faktor 3,5 höher.Flughafenverluste: Ausschnitt aus dem Artikel „Flughafen peilt für 2016 elf Millionen Fluggäste an“ in der Stuttgarter Zeitung vom 10.12.15 von Josef Schunder ROUNDUP: Stuttgart 21 lastet auf Gewinn vom Flughafen Stuttgart Michael Fürst - Milliardengräber Stuttgart 21 und BER derzeit noch gleichauf [ct_focus background="#FF4000" gradient="" color="light" style="normal" ] Beurteilung der juristischen Situation von Dr. Eisenhart von Loeper: Kostenlawine bringt Stuttgart 21 hangabwärts - Wird der Ausstieg aus S 21 unaufschiebbar? [/ct_focus]