(hier als pdf-Datei)
Protokoll Aktionsbündnis K 21
Analog-Sitzung im Welthaus am 11. Juli 2023 , 17:05 bis 18:55 Uhr, mit:
ArchitektInnen für K 21: ---
Eisenbahnerstammtisch: ---
GewerkschafterInnen gegen S21: Werner
Juristen zu Stuttgart 21: Dieter (Sprecher)
Linke: ---
Mahnwache: Peter
Netzwerke: ---
Rems-Murr-Bündnis gegen S21: Ernst (bis 18:10 Uhr)
Schutzgemeinschaft Filder: ---
SÖS: ---
SPD-Mitglieder gegen S 21: Hermann
Stadtteilgruppen: Doris, Heidi
Theologinnen und Theologen gegen S 21: Martin (Sprecher)
Unternehmer*innen gegen S21: ---
VCD: Markus
Ziviler Ungehorsam: Gisela
Gast: Ulli für die Ingenieure22
Entschuldigt: Andi, Frank, Norbert und Steffen
Moderation: Ernst und Martin (von 18:10 bis 18:55 Uhr), Protokoll: Hermann
1. Eröffnung: Martins Protokoll der Sitzung vom 27. Juni wird genehmigt.
2. Diskussion:
2.1. Rosenstein-Veranstaltung am 7. Juli: Dieter berichtet von einer zweistündigen, gut besuchten Veranstaltung der Evangelischen Akademie Bad Boll im „Info-Laden Rosenstein“ unter dem Motto „Mobilitätswende macht Quartier!“ Bürger/innen sollten dort mit Experten/innen reden, doch die Bürger/innen seien kaum zu Wort gekommen – und die Expert/innen hätten keine Ahnung von den Problemen der Rosenstein-Bebauung. Die Ausstellung dazu sei eine „Katastrophe“. Markus zitiert dazu die teilnehmende „Expertin“ Monika Renninger, Leiterin des „Hospitalhofs“, die sich bei der Rosenstein-
Bebauung eine „Vielfalt“ erhoffe – mit einem „Stellplatzschlüssel“ von 0,1, also einem Autostellplatz für zehn Wohnungen. Tatsächlich aber würden es wohl drei auf zehn! Peter gibt zu bedenken, dass in Freiburg viele neu gebaute Wohnungen leer stünden (bei 1.300 Euro Kaltmiete für eine Drei-Zimmer-Wohnung). Martin erinnert an Jenoes überlieferter Erkenntnis der „Architects for Future“, dass der Marktpreis von Wohnungen erst sinke, wenn ein Überangebot an Wohnungen bestehe.
2.2. Aktivitäten zur Rosenstein-Bebauung: Dieter verkündet die Gründung einer „AG Stadtklima“ auf Initiative des Aktionsbündnisses, der Ingenieure22 und der FRaktion im Stuttgarter Gemeinderat. Ernst erinnert an das KUS-Angebot, am 30. Oktober im Rathaus eine Veranstaltung zu organisieren. Als Thema dafür bietet sich aus unserer Sicht die Rosenstein-Bebauung an. Dieses Areal gehöre dem Land, meint Doris. Zwar habe die Reichsbahn es aus königlichem Besitz übernommen, es aber nie wieder zurück gegeben. Werner plädiert dafür, der AG Stadtklima eine effektive Struktur zu geben – möglichst mit Extra-Mailverteiler und Protokollen usw. Martin wird zum Thema ein „Dossier“ anfertigen (etwas zwischen Flugblatt und Gutachten). Am Rande erwähnt wird die PM des Bündnisses zum Beschluss des einschlägigen Gemeinderats-Ausschusses und zur indifferenten Haltung der Grünen Jugend und von „Fridays for Future“.
3. Meinungsaustausch
3.1. Trauerfeier für Dietrich Wagner: Auf Bitten von Wagners Familie gab es zur Trauerfeier am 10. Juli auf dem Stuttgarter Waldfriedhof keine PM der Bewegung gegen S21 und auch keine Medien, wohl aber einen Nachruf, den Dieter dort vor rund fünfzig Personen hielt. Seinem Bericht zufolge hat Dietrich Wagners Enkel berührende Worte dazu gesprochen und Ulrich Ebert die Musik organisiert. Der am „Schwarzen Donnerstag“ ebenfalls vom Strahl des Polizei-Wasserwerfers schwer getroffene Berufsmusiker Daniel Kartmann habe sich, so Dieter, bereit erklärt, als „Symbolfigur“ eines Opfers von Polizeigewalt die mit Dietrich Wagners Tod gerissene Lücke zu füllen.
3.2. VCD-Beschluss zur Gäubahn: Markus erläutert den am 1. Juli von der VCDLandesdelegiertenkonferenz mit 17 gegen 15 Stimmen beschlossenen Konstanzer Antrag zur Gäubahn. Dieser fordert einen "Klima-Kompromiss für Stuttgart 21" und richtet sich damit an drei Adressaten:
„1. an die Gegner von S21: den nun einmal weitgehend festgestellten Tunnelbahnhof zu akzeptieren – unter der Bedingung, dass wirklich unabhängige Genehmigungsbehörden die sicherheitstechnische Zulassung
erteilen,
2. an die Betreiber des Projekts: den oberirdischen Kopfbahnhof im Wesentlichen zu akzeptieren und die Pläne so zu ändern, dass oberirdische Zulaufgleise und der Wohnungsbau über diesen Gleisen miteinander
vereinbart werden,
3. an die Stadt und den Regionalverband Stuttgart: den südlichen Landesteilen weiter einen direkten Bahn-Zugang zum Hauptbahnhof der Landeshauptstadt zu ermöglichen und nicht weiter diese Regionen zu brüskieren.“
Als Konsequenz daraus wird „der Landesvorstand des VCD beauftragt, möglichst alle klimabewussten Verbände und Initiativen an einen Tisch zu bringen, um für einen Stuttgarter Klima-Kompromiss zu mobilisieren!“
3.3. Planungen fürs „Klausürle“: Werner regt an, einen Protestforscher wie den Soziologen Dieter Rucht für einen Außenblick auf unsere Bewegung zu gewinnen. Zuvor aber solle, so Martin, das Aktionsbündnis mit einem „Klausürle“ einen Innenblick auf sich selbst werfen – unter anderem zur Frage, wie wir mit
unseren nachlassenden Kräften haushalten wollen und wie es gelingen kann, unsere Anliegen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und unser Image nicht zuletzt gegenüber Jüngeren aufzupolieren. Fürs „Klausürle“ wird laut Markus' Xoyondo-Umfrage favorisiert: Samstag, 28. Oktober, als Orte sind bisher dafür vorgeschlagen: Waldheim „Clara Zetkin“ und „Friedrichsruh“ auf der Wangener Höhe.
3.4. Jubiläum der 666. Montagsdemo: Arno Luiks und Heiner Monheims Reden werden wie auch Angelika Linckhs Moderation sehr gelobt – ebenso die anschließende, leider nicht allzu üppig besuchte Veranstaltung im Rathaus, in der Arno Luik unter dem Motto „Lust aufs Oben bleiben“ einen politischpersönlichen Einblick in sein abrupt verändertes Leben mit seiner schweren Krankheit gewährte – im Internet zu sehen unter www.youtube.com/watch?v=9uAN4hfKefw
3.5. Umweltzentrum: Werners Bericht zufolge hat Jürgen Mercks ihm mitgeteilt, dass das Umweltzentrum in der Rotebühlstraße bald nicht mehr von den dort angesiedelten Organisationen (wie BUND, Nabu-Jugend und ADFC) genutzt werden kann. Wenn das so komme, werde auch zu klären sein, wohin deren dort
gelagerte Bestände zu schaffen seien. Woran gibt es aus unseren Reihen vielleicht ein Interesse?
4. Information:
4.1. Besuch aus Südkorea: Dieter berichtet vom Treffen einer achtköpfigen Delegation aus Südkorea, an dem im Forum3 außer ihm auch eine Dolmetscherin sowie Ernst, Ulli und Werner teilgenommen haben. Das
zweistündige Gespräch sei geprägt gewesen vom großen Interesse der sehr aufgeschlossenen und freundlichen Mitglieder von grüner Partei und NGOs aus Südkorea – obligatorisches Gruppenbild inklusive.
4.2. Bericht zu ABBD und Bürgerbahn: wird vertagt, weil Ernst früher gehen muss.
5. Verschiedenes:
5.1. Brandschutz: Doris fragt, ob und wie bei einer Planfeststellung der Brandschutz zu sichern ist.
5.2. Mahnwachen-Feier: Peter lädt ein zur kleinen Feier am 17. Juli, 16 Uhr, mit anschließendem Gang zur Montagsdemo.
5.3. Kurzflyer: Gisela hat ihn fertiggestellt und fragt, wie viele Exemplare davon gedruckt werden sollen. Antwort: 500 Stück (bei „Flyeralarm“ für 52 Euro). Dieter mahnt noch einen sachlichen Fehler in Bezug auf die Tunnelkilometer in Frankreichs Eisenbahnnetz hin.
Nächste Sitzung, digital am Dienstag, 25. Juli 2023, mit Moderation von Frank und Protokoll von Ernst (für Martin)
Herzliche Einladung!
Mittwoch, 26.7.23, Demostart: 14.30 h Schlossplatz, Stuttgart Kundgebung: 15.00 h Marktplatz, Stuttgart

https://youtu.be/yqDjQrAhNfQ
Liebe Freund*innen, Weggefährt*innen und Genoss*innen von Winnie Wolf,
vergangenen Samstag fand in Stuttgart das Erinnerungsfest für Winfried Wolf, an Winnie statt. Etwa 200 von Euch - nach Zählung der Haustechnik - waren an diesem glutheißen Abend gekommen, um sich zu erinnern. Ich meine rückblickend sagen zu dürfen: wer da sein konnte, hat an einem langen, würdigen, bewegenden, anregenden Erinnerungs-Programm teilgenommen.
Herzlichen Dank, dass ihr gekommen seid und trotz der widrigen äußeren Umstände durchgehalten habt. Und ebenso großen Dank den wunderbaren Musiker*innen und allen, die mit ihren Beiträgen die Veranstaltung zu dem gemacht haben, was Winnie sich wünschte: ein Fest!
Für alle die dabei waren an diesem denkwürdigen Abend, für alle, die sich Winnie und seinen Ideen verbunden fühlen, für alle, die gespendet hatten für die TAZ-Anzeige, gibt es hier den Beitrag von Hartmut Lierow und die Audio-Botschaft von Tariq Ali, die leider beide nicht mehr im Programm untergebracht werden konnten:
https://www.parkschuetzer.de/videos/erinnerungsfest/Hartmut-Lierow-Persoenliche-Erinnerungen-an-WinnieWolf.pdf
https://www.parkschuetzer.de/videos/erinnerungsfest/TariqOnWinnie.mp3
Die transparente Dokumentation, wie die eingegangenen Spenden verwendet wurden, folgt.
Klaus Gietinger ist für seinen wunderbaren Film "Nachruf auf einen visionären Maulwurf" zu danken: https://youtu.be/iNPnb1RIU8U
Für die Videodokumentation des Abends herzlichen Dank an Eberhard Linckh!
Es grüßt Euch herzlich und solidarisch mit einem Oben bleiben:
tom
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