(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
publish2025-10-28 10:19:54Aktuelles K21-neu PressemitteilungenErneuter Wortbruch der Deutschen Bahn AG
Verlässlicher S-Bahn-Verkehr wird für Stuttgart 21 geopfert
Man erinnert sich: 2023 hatte die Bahn nach elfwöchiger Sperrung zwischen Bad Cannstatt und Waiblingen versprochen, zu weiteren Vollsperrungen im Landkreis werde es nicht mehr kommen. Nicht zum ersten Mal bricht sie dieses Versprechen. Neben häufigen kurzen Sperrungen ist für die S3 schon wieder eine Vollsperrung vom 21. November bis 1. Dezember 2025 angekündigt. Die Waiblinger Kreiszeitung bringt es auf den Punkt: Unter der Überschrift „Dauer-Bahnchaos Rems-Murr“ listet sie die Grausamkeiten auf, welche in den nächsten Jahren die Bahnreisenden nicht nur im Landkreis Rems-Murr, sondern in der gesamten Region erwarten. Sie kommt zum Ergebnis, der Deutschen Bahn sei „das Großprojekt Digitalisierung des Bahnknotens Stuttgart endgültig aus dem Ruder gelaufen“. Die DB agiere „kurzatmig bei den Baustellen im Bestand.“ Wie auch das Aktionsbündnis moniert die Zeitung den unverzüglichen zweigleisigen Ausbau der Murrbahn und zitiert Matthias Lieb, den hauptamtlicher Qualitätsanwalt der Fahrgäste in Baden-Württemberg: Die Remsbahn sei „infrastrukturtechnisch kurz vor Entwicklungsland“. Da reibt man sich verwundert die Augen, wenn Daniel Deubel, künftig beim Verband Region Stuttgart für den S-Bahn-Verkehr verantwortlich, vollmundig trotz dessen seit Jahren andauernden Niedergangs verkündet: „Mobilität ist das Fundament unserer wirtschaftlichen Stärke und unserer Lebensqualität. Die S-Bahn ist das Herzstück. Qualität und Pünktlichkeit müssen oberste Priorität haben.“ Denn zuletzt auf der Fahrplankonferenz des Verbandes war das Gegenteil zu hören. Jürgen Wurmthaler, Vorgänger Deubels und Mitverantwortlicher für den Niedergang der S-Bahn, schockte mit der Liste von zum Teil monatelangen Sperrungen in den nächsten Jahren. Demnach wird nichts besser, sondern alles noch schlechter. Zum Trost fügte er an, hätte die Taskforce des Lenkungskreises zu Stuttgart 21 die Sperrungen und Ausfälle im S-Bahn-Netz nicht auf zwei Jahre gestreckt, wäre alles noch viel schlimmer gekommen. Dazu Dieter Reicherter, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21: „Es ist unfassbar, wie gottergeben die Verantwortlichen des Verbandes die Kapriolen der Deutschen Bahn hinnehmen. Aus Kumpanei mit den Verfechtern des Projekts Stuttgart 21, das für einen Großteil der Einschränkungen verantwortlich ist, verdrängen sie, dass die Bahn für die Menschen da ist und nicht die Menschen für die Bahn. Dabei müsste gelten: Wer bestellt und bezahlt, der bestimmt. Denn die Deutsche Bahn betreibt die S-Bahn im Auftrag des Verbandes Region Stuttgart und haftet für Schlechtleistung.“ Klaus Riedel vom Bündnis Waiblingen gegen Stuttgart 21 ergänzt: „Kundinnen und Kunden der S-Bahn sollten sich nicht alles gefallen lassen. Ich rufe dazu auf, im Rahmen der VVS-Mobilitätsgarantie (https://www.vvs.de/hilfe-faq/mobilitaetsgarantie) Entschädigungen einzufordern und von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, auf Kosten des VVS mit dem Taxi zu fahren., Dieter Reicherter fordert, einen Teil der monatlichen Kosten des Abonnements an die Kund:innen zurück zu erstatten: „Die Region erfüllt ihre Pflichten aus den Abonnementverträgen nicht. Wer eine Zeitung abonniert und diese nur jeden zweiten Tag erhält, muss auch nicht den vollen Preis bezahlen. Nichts anderes kann gelten, wenn die S-Bahnen ständig ausfallen oder verspätet sind und der Takt stillschweigend von 15 auf 30 Minuten erhöht wurde.“ Kontakt: Dieter Reicherter, 07192 930 522 oder 0151 263 711 31 Klaus Riedel, 07151 23234(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
publish2025-10-24 18:47:09Aktuelles K21-neu PressemitteilungenZweigleisiger Ausbau der Murrbahn für Alle statt Rennstrecke für Wenige
Nach dem heutigen Bericht der Stuttgarter Zeitung plant die Deutsche Bahn, ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 eine ICE-Sprinter-Verbindung von Stuttgart über Nürnberg nach Berlin einzurichten. Die Gründe sind durchsichtig: Die DB will dem Konkurrenten Flixtrain Kund:innen abjagen. Denn auf der bisher zwischen Stuttgart und Berlin genutzten Strecke über Frankfurt/Main braucht Flixtrain nur 10 bis15 Minuten länger als die Deutsche Bahn und befördert die Reisenden bei rechtzeitiger Buchung zu einem Fünftel des DB-Preises. Zu Recht verweist die StZ darauf, die Deutsche Bahn setze verstärkt auf Rennstrecken. Wegen einiger Fernreisender verschlechtert sie die Mobilität von vielen Reisenden mit Regionalzügen und S-Bahnen spürbar. Der Fahrplan gerät noch mehr aus dem Takt. Gleichzeitig wischt die Deutsche Bahn AG der Konkurrenz im Regionalverkehr, nämlich Arverio BW, noch eins aus. Denn die von Arverio auf der Strecke Stuttgart-Nürnberg betriebenen Regionalexpresszüge RE 90 sollen für 10 Minuten aufs Abstellgleis geschoben werden, damit die ICEs der DB auf der eingleisigen Strecke zwischen Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental überholen können. Klaus Riedel vom Bündnis Waiblingen gegen Stuttgart 21 erinnert: „Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 sowie das Bündnis Waiblingen gegen Stuttgart 21 fordern schon seit vielen Jahren den zweigleisigen Ausbau der Murrbahn, was zu einer spürbaren Verbesserung im Nah- und Regionalverkehr führen und die Verlängerung der S-Bahn nach Murrhardt möglich machen würde. Wir wollen von der Politik endlich gehört werden.“ Nicht aufgefallen ist der StZ die extreme Gefahr, dass die S3 zwischen Backnang und Waiblingen die aus dem Takt geratenen Regionalzüge sowie die zusätzlich auf der Strecke verkehrenden ICEs ausbremsen könnte und umgekehrt. Denn derzeit starten die Regionalzüge in Backnang 4 Minuten vor der S3 in Richtung Stuttgart und haben auf der Strecke mit nur einem Gleis in jeder Richtung freie Fahrt. Entsprechend kommen Regionalzüge aus Stuttgart kurz nach der S 3 in Backnang an. In dieses Schema passen zusätzliche ICEs sowie aus dem Takt geratene Regionalzüge nicht. Dazu Dieter Reicherter, Sprecher des Aktionsbündnisses: „Schon jetzt ist es auf der Heimfahrt aus Stuttgart wegen der Unpünktlichkeit der S3 nicht möglich, in Backnang den nur stündlich verkehrenden und auf die S-Bahn getakteten Bus 382 zu erreichen. Die Masche der Deutschen Bahn, auf Kosten insbesondere der Pendler:innen mit ihren schnellen ICEs die Konkurrenten auszubremsen, ist allzu offensichtlich.“ Das Aktionsbündnis fordert Landesverkehrsminister Winfried Hermann, den Vorsitzenden des Regionalverbandes Rainer Wieland und Landrat Dr. Richard Sigel nachdrücklich auf, sich für die Reisenden im Nah- und Regionalverkehr einzusetzen. Gleichzeitig fordert das Aktionsbündnis, den zweigleisigen Ausbau der Murrbahn in das Infrastrukturprogramm des Bundes aufzunehmen und schnellstens umzusetzen. Kontakt: Dieter Reicherter, 07192 930 522 oder 0151 263 711 31 Klaus Riedel, 07151 23234(hier das Protokoll als pdf-Datei)
Aktionsbündnis gegen S21
Protokoll der Online-Sitzung am 30.9.2025, 17.00 -18:50Uhr
anwesend (v = verhindert):
ArchitektInnen für K21: Norbert
Bündnis Rems-Murr für Kopfbahnhof Stuttgart: Ernst
Bürgerbahn – Denkfabrik: Andi(v.)
Eisenbahnerstammtisch: Jenö & Jörg
GewerkschafterInnen gegen S21: Werner
Juristen zu S21: Dieter
Linke: –
Mahnwache: Margarete
Stadtteilgruppen: Doris & Heidemarie
Schutzgemeinschaft Filder: Frank & Steffen
SÖS: Christine (ab ca 17:30) & Reinhard
SPD-Mitglieder gegen S21: Hermann
Netzwerke 21: –
TheologInnen gegen S21: Martin
UnternehmerInnen gegen S21: –
VCD Stuttgart: Markus
Ziviler Ungehorsam: Gisela
Als Gast: Ingenieure22: Ulli
Moderation: Markus, Protokoll: Norbert (für Werner)
publish2025-10-16 18:13:41AB-Protokoll K21-neu- Eröffnung – Norberts Protokoll der letzten Sitzung wird angehängt, in zwei Punkten überarbeitet. – Zur TO heute gibt es keine Änderungs-/Ergänzungswünsche.
- Hauptthema:
- Meinungsaustausch:
- Information: Aufruhr im Rems-Murr-Kreis wegen Bahn-Chaos
Pro Gäubahn Landesbündnis setzt sich für richtige Prioritätensetzung bei der Gäubahn ein: zweigleisiger Ausbau statt Pfaffensteigtunnel
Eine wirkliche Verbesserung des Gäubahn-Betriebs, mehr Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind die Ziele des Pro Gäubahn Landesbündnisses. „Eine bessere Betriebsqualität zwischen Stuttgart und Zürich ist aber nur möglich, wenn die Gäubahn wieder vollständig zweigleisig ausgebaut wird“, so Michael Leibrecht von Pro Gäubahn Rottweil. „Dies muss der Fokus sein, nicht der Pfaffensteigtunnel, der für den Gäubahn-Betrieb keine Verbesserung bringt“, so Leibrecht weiter. „Die derzeitige Prioritätensetzung halten wir schlicht für falsch. Seit mehr als 70 Jahren wird die Wiederherstellung der Zweigleisigkeit zwischen Tuttlingen und Horb versprochen. Dazu hat sich Deutschland zudem staatsvertraglich im Vertrag von Lugano 1996 mit der Schweiz verpflichtet,“ stellt Dr. Hans-Jörg Jäkel vom Gäubahnkomitee Stuttgart fest. Anstatt hier endlich schnell voranzukommen, besteht der aktuelle politische Fokus aber darin, einen bereits zweigleisigen Gäubahn-Abschnitt, nämlich die Panoramabahnzufahrt der Gäubahn zum Stuttgarter Hauptbahnhof stillzulegen und durch einen neu zu bauende Streckenführung im Tunnel, den sogenannten Pfaffensteigtunnel zu ersetzen. Gewonnen sei damit für die Gäubahn nichts, ist sich Jäkel sicher.
Der Pfaffensteigtunnel ist zudem extrem teuer, dafür dass er für die Gäubahn keine Verbesserung bringt. Mit den veranschlagten 3 Milliarden Euro für dieses eine Bauwerk könnte man nicht nur die Gäubahn wieder vollständig zweigleisig ausbauen, sondern auch noch weitere sinnvolle Ausbauprojekte überall im Land anstoßen. So viel Geld auf nur ein Projekt ohne echten Nutzen zu konzentrieren, widerspricht vollkommen dem Prinzip des sparsamen Umgangs mit Steuermitteln, stellt Andreas Frankenhauser vom Pro Gäubahn Landesbündnis fest. Dazukommt, dass der Pfaffensteigtunnel nicht nur völlig überteuert, sondern auch noch sehr klimaschädlich sowohl im Bau als auch im Betrieb ist. Bahntunnel können klimapolitisch sinnvoll sein, aber nur wenn dadurch wesentlich mehr Verkehr auf die Schiene verlagert werden. Wer aber 350.000 Tonnen CO2-Äquivalente nur für den Ersatz einer längst vorhandenen und sogar kürzeren Strecke ausstoßen will, setzt die klimapolitische Glaubwürdigkeit Deutschlands aufs Spiel, so Hendrik Auhagen von Pro Gäubahn Konstanz.
Pro Gäubahn setzt sich deshalb dafür ein, dass die kostengünstige und klimaschonende Weiternutzung der Bestandsinfrastruktur bis Stuttgart Hbf (oben) in den Fokus genommen wird. Diese kann zudem einen unterbrechungsfreien Betrieb ohne Kappung bis Stuttgart Hbf garantieren und belässt gleichzeitig auch noch Geld übrig, die Gäubahn endlich wieder zweigleisig auszubauen.
Info: Mehr auf https://pro-gaeubahn.de
Das Pro Gäubahn-Landesbündnis wurde am 9.3.24 in Rottweil gegründet. Das Bündnis vertritt die Interessen der Bahnstrecke Stuttgart – Böblingen – Horb – Rottweil – Tuttlingen – Singen (-Zürich / Konstanz).
Mitglieder des Pro Gäubahn-Bündnisses sind u.a.:
Pro Gäubahn-Initiative Rottweil – Wir wollen zum Hauptbahnhof
Interessengemeinschaft Gäubahn in Freudenstadt
Pro Gäubahn Singen – Singener Gäubahn-Initiative
Pro Gäubahn Tuttlingen
Pro Gäubahn Konstanz
Gäubahnkomitee Stuttgart - Wir wollen zum Bodensee
Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Bund für Umwelt- und Naturschutz Baden-Württemberg e.V. (BUND)
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Baden-Württemberg
VCD Kreisverband Konstanz
Mobilitätswendeallianz Baden-Württemberg e.V.
Schutzgemeinschaft Filder e.V.
Naturfreunde Württemberg e.V.
Matthias Gastel MdB – Bündnis 90/Die Grünen
Bündnis 90/ Die Grünen Kreisverbände Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Konstanz
SPD-Kreisverbände Freudenstadt, Rottweil und Tuttlingen
Fraktion Linke/SÖS im Gemeinderat Stuttgart
„Das Trojanische Pferd. S21. Der Film“ 90 min. – Vorfilm: „Wir brauchen wieder Fahrpläne“ 10 min.
Der Film zeigt die Entstehung des Projekts „Stuttgart 21“ seit 1994 bis heute. Der Filmtitel* bezieht sich auf den Betrug an den Bürgern für einen neuen, angeblich besseren Hauptbahnhof. S21 entstand im Interesse von Immobilienspekulanten, der „europäischen Betonmafia“, am riesigen Gleisvorfeld des Kopfbahnhofs samt gut integriertem Abstellbahnhof. Auch die Auto- und Flugzeugindustrie ist von S21 angetan, dort besteht kein Interesse an funktionierendem Bahnverkehr.
Der Film klart auf und macht Mut. Er macht nicht nur deutlich, was fur ein grandioser Murks das Projekt ist, sondern auch: Es ist noch längst nicht „alles gelaufen“! Denn für das Projekt zeigen sich jetzt große Probleme, an denen es letztlich scheitern muss:
- Die für Deutschlandtakt und Verkehrswende lächerlich geringe Kapazität des Tiefbahnhofs von nur 8 gegen 16 Gleisen.
- Der völlig untaugliche, lebensgefährliche Brandschutz in den Tunnelröhren.
- Die klimaschädlichen und weitere Milliarden verschlingenden Ergänzungsbauten, d.h. Ersatzbahnhöfe für den zu kleinen Tiefbahnhof, geplant in Bad Cannstatt, Feuerbach und Vaihingen. Zu den bestehenden 60 km Tunnelbauten sollen deshalb weitere 60 km hinzukommen, darunter mit dem „Pfaffensteigtunnel“ der längste Eisenbahntunnel Deutschlands.
- Im April 2026 soll die Gäubahn, von Singen nach Stuttgart, eine der schönsten Bahnstrecken Deutschlands, in S-Vaihingen gekappt werden. Die Fahrgäste sollen dort in Stadt- oder S-Bahnen umsteigen und im Tunnel-Tiefbahnhof von Stuttgart 21 zur Weiterfahrt noch einmal. Die romantische Panoramabahn als gegebene direkte Bahnverbindung zum Kopfbahnhof Stuttgart würde damit liquidiert. Der ganze Südwesten Deutschlands, aber auch Zürich und Mailand, würde abgehängt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat dagegen geklagt, und sie hat in der 2. Instanz vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim große Aussicht zu gewinnen. In der Folge davon würde dies einen Kombibahnhof (verkleinerter Kopfbahnhof und Tiefbahnhof) erzwingen. Die Bebauung des Gleisvorfelds durch das geplante neue Rosensteinviertel - der wahre Grund für die Verlegung der Schienen in den Tiefbahnhof - wurde nur noch zum kleinen Teil möglich. Der immense Büro- und Wohnungsleerstand sowie ungenutzte Brachflächen in der Schwabenhauptstadt belegen, dass weder Gäubahn noch Kopfbahnhof durch Immobilienspekulation für unbezahlbare Neubauten auf dem ehemaligen Gleisvorfeld geopfert werden müssen. In Stuttgart stehen derzeit ca. 10000 Wohnungen leer!
- Auch der neue Abstellbahnhof in S-Untertürkheim muss wegen Planungsfehlern teilweise nochmals konzipiert werden.
- Die Finanzierung und Umsetzung des groß angekündigten digitalen Bahnknotens Stuttgart ETCS (European Train Control System) bröckelt. Die angekündigte Fertigstellung des Tiefbahnhofs für 2026 wird so nicht erreicht.
Kinothek Stuttgart, Asangstr. 15. 70329 Stuttgart-Obertürkheim. 150 m vom Bahnhof. Reservierung auf unserer Webseite oder unter Telefon 0711-9189640 (AB). Eintritt: 10,-€. ÖPNV: S1 Obertürkheim oder U9 Hedelfingen (Anschluss mit dem Bus 62/65 bis Bhf. Obertürkheim)
Infos unter: www.buergerbahn-denkfabrik.org. www.gietinger.de. Die Filme wurden aus Idealismus gedreht. Niemand verdiente daran.
(hier diese Pressemitteilung als pdf-Datei)
publish2025-10-09 11:16:18Aktuelles K21-neu PressemitteilungenHaus & Grund Stuttgart: Schlag unter der Gürtellinie gegen bürgerschaftliches Engagement
Immobilienlobby diffamiert Schutz des Stadtklimas
Mit Empörung reagiert das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 auf beleidigende Äußerungen von Ulrich Wecker, Geschäftsführer von Haus & Grund Stuttgart. Sie wurden nicht nur in deren Monatszeitschrift Oktober 2025 wiedergegeben, sondern auch im Staatsanzeiger wird seine Aussage zum Bürgerbegehren „Bahnhof mit Zukunft“ zitiert. Demnach ordnet Haus & Grund Bürgerinnen und Bürger, die von ihren demokratischen Rechten nach der Gemeindeordnung Gebrauch machen und ein Bürgerbegehren organisiert haben, den „Ewiggestrigen“ zu. Auch wenn die Dachverbände von Betrieben und Unternehmen aus Industrie und Handel, der Bau-, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie von Haus- und Wohnungseigentümern, auf die sich Ulrich Wecker bezieht, starke wirtschaftliche Interessen an der Bebauung des Kopfbahnhofareals verfolgen, entbindet ihn das nicht vom mitmenschlichen Anstand. Das Aktionsbündnis hat keinerlei Verständnis dafür, dass er, statt sich objektiv mit der Begründung des Bürgerbegehrens auseinanderzusetzen, zur Verunglimpfung Andersdenkender greift. Frank Distel, Baubürgermeister a.D., ausgewiesener Fachmann für Städtebau und Eisenbahnwesen und Mitglied des Aktionsbündnisses, hat sich mit dem in der Anlage 1 beigefügten Schreiben an Ulrich Wecker mit der Lobbykampagne auseinandergesetzt. Das Aktionsbündnis schließt sich dieser Stellungnahme an. Bündnissprecher Dieter Reicherter ergänzt: „Ulrich Wecker bleibt jegliche Begründung dafür schuldig, weshalb der Einsatz für einen zuverlässigen und leistungsfähigen Bahnverkehr ewig gestrig sein soll. Vielmehr ist die Landeshauptstadt wirtschaftlich von leistungsfähigem Bahnverkehr und von wirksamen Maßnahmen zur Milderung des fortschreitenden Klimawandels abhängig.“ Insbesondere kritisiert das Bündnis den Schulterschluss zwischen Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und seiner Verwaltung mit Wirtschaftsverbänden, die Lobbyismus mit persönlichen Angriffen verbinden. Und es zeigt sich irritiert davon, dass Stadtdirektorin Ines Aufrecht, Leiterin der Abteilung Koordination S21/Rosenstein und Zukunftsprojekte, – statt mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens – Gespräche mit Stadt & Grund darüber führt. Eine Bebauung des A2-Areals hätte unabsehbare Folgen für das Stadtklima im Talkessel, denn die Hauptbelüftungsachse und die nächtliche Frischluftzufuhr werden abgeschnitten. Dies zeigt ein vom Amt für Umweltschutz der Stadt Stuttgart erstelltes Schaubild deutlich (Anlage 2). Noch mehr Hitzetote und in ihrer Gesundheit Geschädigte wären die Folge. Im Oktober 2024 hatte das Aktionsbündnis mit Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, nach dessen vorausgegangenen persönlichen Angriffen ein Gespräch geführt. Schon damals war erörtert worden, dass die Schaffung bezahlbaren Wohnraumes im Gebiet Rosenstein aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich sein wird. Möller hatte dabei auf die Erwartung staatlicher und städtischer Zuschüsse zur Minderung der Mietpreise verwiesen, ohne konkrete Zahlen nennen zu können. Frank Distel, einer der damaligen Gesprächsteilnehmer, erklärt dazu: „In einer Zeit knapper öffentlicher Kassen und angesichts einbrechender Gewerbesteuer werden solche Subventionen nicht möglich sein. Statt sozialen Wohnungsbau wird es höchstens Betongold als Geldanlage für Millionäre geben.“ Das Aktionsbündnis ruft in der Diskussion um das Bürgerbegehren zu Sachlichkeit und Respekt für bürgerschaftliches Engagement auf. Nur so kann eine Spaltung der Stadtgesellschaft verhindert werden. Kontakt: Dieter Reicherter, 07192 930 522 oder 0151 263 711 31, Frank Distel: 0171 959 7273(hier diese Studie als pdf-Datei)
publish2025-10-08 11:30:20Dokumente K21-neu"Grobabschätzung der Baukosten und Treibhausgasemissionen zusätzlicher Tunnel als "Ergänzungsprojekte" für Stuttgart 21"
von Karlheinz Rößler, erstellt am 11.2.2021 Darin stellt er eine interessante Schätzung der Baukosten und des Treibhausgasaustoßes für Pfaffensteigtunnel ("Bilger-Tunnel"), Nordzulauftunnel und P-Option vor.(hier das Protokoll als pdf-Datei)
Aktionsbündnis gegen S21
Protokoll der analogen Sitzung am 16.9.2025, 17.00 Uhr
im Welthaus, Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart
Korrekturen in rot am 4.10.25
anwesend (v = verhindert):
ArchitektInnen für K21: Norbert
Bündnis Rems-Murr für Kopfbahnhof Stuttgart: vh.
Bürgerbahn – Denkfabrik: Andi
Eisenbahnerstammtisch: Jörg
GewerkschafterInnen gegen S21: vh.
Juristen zu S21: Dieter
Linke: –
Mahnwache: Margarete
Stadtteilgruppen: Heidemarie
Schutzgemeinschaft Filder: vh.
SÖS: Christine (ab18:45) & Reinhard
SPD-Mitglieder gegen S21: Hermann
Netzwerke 21: –
TheologInnen gegen S21: vh.
UnternehmerInnen gegen S21: –
VCD Stuttgart: Markus
Ziviler Ungehorsam: Gisela
Als Gast: Ingenieure22: Ulli Fetzer
Moderation: Hermann
Protokoll: Norbert (für Martin)
publish2025-10-08 11:02:27AB-Protokoll K21-neu- Eröffnung
- Hauptthema:
- Bürgerbegehren:
- Meinungsaustausch:
- Planfeststellungsverfahren Teil2 Gäubahn / Pfaffensteig-Tunnel
- Verschiedenes, protokolliert von Reinhardt
- Nachtrag zu 3.1 : Weil der Bau des Pfaffensteigtunnels im wesentlichen eine Ingenieur-Tätigkeit ist, wäre es gut gewesen, wenn die Ing22 eine Vorlage bei den Einwendungen gemacht hätten. (als Idee für das nächste Mal)

